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Zwergensprache

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Zwergensprache – so nennt sich das ganzheitliche Lernkonzept, welches auf den Erfahrungen und Ideen von Vivian König basiert. Ziel des Projektes ist es, die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern zu fördern und zu verbessern. Das Außergewöhnliche an diesem Projekt: Es richtet sich mitnichten an den Nachwuchs im Kindergarten- oder Grundschulalter, sondern gerade an die Jüngsten, die sich noch nicht mit Worten verständlich machen können.

Die verbesserte Kommunikation mit dem Kind

Jedes Elternteil kommt irgendwann zu der Erkenntnis, dass der Nachwuchs schon sehr früh damit beginnt, einzelne Wörter zu verstehen und auf einfache Anweisungen der Eltern richtig zu reagieren. Dies ist ganz normal – jedes Kind entwickelt, noch lange bevor es mit dem eigentlichen Sprechen beginnt, ein grundlegendes Verständnis für seine Muttersprache. Leider führt diese Reihenfolge der Entwicklungen nicht nur zu Erfolgserlebnissen, sondern häufig zu Frustrationen auf beiden Seiten der Familie. Das Kind weiß, was es den Eltern gegenüber zum Ausdruck bringen möchte, kann sich aber verbal noch nicht genügend artikulieren; die Eltern hingegen müssen raten, was ihr Kind von ihnen möchte und laufen Gefahr, die Kommunikationsversuche ihres Sprösslings falsch zu interpretieren. Daraufhin stauen sich bei dem Kind Enttäuschung und Ärger über das eigene Unvermögen, sich vollständig mitteilen zu können, an und es kommt zur emotionalen Entladung dieser Gefühle. Es entsteht eine Situation, die auch für Eltern häufig zu Traurigkeit, Frustration und Ratlosigkeit führt.

Das ganzheitliche Lernkonzept von Vivian König zeigt Eltern und Kindern einen Weg auf, sich mittels Handbewegungen – Babyzeichen- oder auch Zwergensprache genannt – unkompliziert und schnell zu verständigen. Dabei erlernen die Kinder eine Reihe von simplen Handzeichen, die sie mit einer speziellen Bedeutung verknüpfen müssen, um sie im alltäglichen Umgang mit den Eltern einsetzen zu können. Es gibt eine Vielzahl von Handzeichen, welche im Rahmen der Zwergensprache zur Förderung der Verständigung zwischen Eltern und Kindern dienen. Mit diesen Zeichen können schon die Kleinsten ihre Wünsche genau zum Ausdruck bringen, indem sie zwei oder noch mehr Handbewegungen zu Sätzen verbinden. Hier ist eine kleine Auswahl an Zeichen, die in der Zwergensprache häufig Verwendung finden:

  • Milch
  • Trinken
  • Essen
  • Schlafen
  • Licht
  • Schnuller
  • Bitte bitte
  • Noch mal
  • Fertig
  • Hund
  • Musik

Schon die Kombination von zwei Handbewegungen – der für „essen“ und „fertig“ – zeigt den aufmerksamen Eltern, dass ihr kleiner Schatz nun mit dem Essen fertig und vollkommen gesättigt ist. Folgen darauf die Zeichen für „Milch“ und „trinken“ möchte das Kind anschließend noch seinen Durst stillen – die Eltern können sofort einen Becher voller Milch holen und müssen nicht erst minutenlang rätseln, was genau der Sprössling sich nun wünscht.

Wie man sieht kann Zwergensprache die Verständigung in der Familie deutlich verbessern und beugt somit den demotivierenden Momenten absoluter Frustration vor. Das Erlernen der Zwergensprache sollte jedoch nicht in Eigenregie, sondern nur in speziellen Kursen in Angriff genommen werden, welche auch über eine pädagogische Struktur verfügen und den Eltern die wichtigsten Grundlagen der Babyzeichensprache behutsam und deutlich vermitteln. Denn Zwergensprache muss stets auch verbale Unterstützung erfahren, um das Kind dazu zu motivieren, Sprechen zu lernen und sich nicht nur auf die Zeichensprache zu verlassen.

Zwergensprache-Kurse für jeden

Die speziellen Eltern-Kind-Kurse, in denen die Babyzeichensprache den Teilnehmern mit Spaß und Engagement vermittelt wird, teilen sich in Kurse für Anfänger und für Fortgeschrittene auf. Der Basislehrgang für Anfänger richtet sich an Kinder im Alter von etwa 6-9 Monaten und wird über einen Zeitraum von 12 Wochen durchgeführt. Der darauf aufbauende Kurs für Fortgeschrittene hingegen richtet sich an Kinder im Alter von 12 Monaten und aufwärts und ist nach 6 Wochen vollendet. Beiden Kursen ist gemein, dass die Unterrichtseinheiten eine volle Stunde in Anspruch nehmen und stets dem gleichen Ablauf folgen: In den ersten 30 Minuten werden neue Zeichen der Zwergensprache eingeführt und durch gemeinsames Singen von Liedern oder Aufsagen von Reimen geübt. In den darauffolgenden 30 Minuten erhalten die Kinder die Möglichkeit, miteinander zu spielen und zu toben, während die Eltern sich untereinander über die Babyzeichensprache austauschen oder ihrer Kursleiterin Fragen stellen können.

So wird sichergestellt, dass die Kurse in Zwergensprache keinen Zwang, sondern ein spaßiges Angebot an die Kinder darstellen und ihnen genügend Freiraum zum Spielen und Entdecken lassen. Für Eltern und Kinder werden die Kurse daher zu einem abwechslungsreichen Vergnügen in einer Gruppe gleichgesinnter Bekannter, mit denen man gemütlich beieinander sitzen und sich zwanglos über die eigenen Erfolge und Probleme austauschen kann.

Zwergensprache im Netz – ein Besuch auf Babyzeichensprache.com

Die Gründerin der Zwergensprache, Vivian König, hat mit Babyzeichensprache.com ein umfassendes Portal im Netz erschaffen, welches die interessierten Leser mit allen Information in Bezug auf die Babyzeichensprache und die von ihr entwickelten Kurse versorgt. Egal, ob eine frischgebackene Mutter wissen möchte, welche Stadt aus ihrer Umgebung einen Kurs in Zwergensprache anbietet, oder ob ein werdender Vater recherchieren möchte, was Babyzeichensprache denn nun genau ist – auf Babyzeichensprache.com finden beide Elternteile umfassende Antworten auf ihre Fragen. Damit Suchende auf dem Portal gezielt nach jenen Informationen stöbern können, die sie vordergründig interessieren, wurde die Rubrik „Häufige Fragen“ ins Leben gerufen, in denen die wichtigsten Themen aufgegriffen und übersichtlich präsentiert werden.

Doch auch eine spontane, nicht zielgerichtete Entdeckungsreise quer durch das Portal Babyzeichensprache.com führt zu interessanten Aha-Erlebnissen – beispielswiese dann, wenn die unter dem Punkt „Forschung“ aufgelisteten Ergebnisse einer 2009 durchgeführten Studie vor Augen führen, welche Zeichen der Zwergensprache bei den Kleinsten ganz groß ankommen.

Tipp: Jede Mutter, die sich in besonderem Maße für die Zwergensprache interessiert, dürfte das Angebot, selber zu einer Kursleiterin ausgebildet zu werden, äußerst verlockend finden. Als Kursleiterin kann sie den Sprung in die Selbstständigkeit schaffen, ohne für den Job ihre eigene Familie vernachlässigen zu müssen. Auf Babyzeichensprache.com finden Interessierte im Bereich „Kursleiterin werden“ alle wichtigen Informationen zu diesem Thema.

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