Babykleidung

Für die Kleinen nur das Beste – worauf Sie beim Kleiderkauf achten sollten

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Alljährlich erreichen Berichte über Schadstoffe in Kinderbekleidung die Ohren besorgter Mütter und Väter. Auch wenn die Kontrollen immer strenger werden: Die Gefahren, die von mit Giftstoffen verunreinigter Kleidung ausgeben, sind nach wie vor groß. Experten raten Eltern daher zur Vorsicht. Vor allem billige Kinderkleidung ist oft mit Chemikalien belastet. Erst kürzlich fand die Non-Profit-Organisation Greenpeace besorgniserregende Chemikalien in Kinderkleidung aus dem Discounter.

Neben Käse, Milch und Butter bieten viele Supermarktketten immer öfter auch Haushaltsartikel und Textilien an. Vor allem Kinderkleidung zu Schnäppchenpreisen ist beliebt. Doch der aktuelle Bericht einer Greenpeace-Untersuchung von 26 Proben könnte dieser Kauflust bald ein Ende setzten. In mehr als der Hälfte der untersuchten Kleidungsstücke für Kinder fanden unabhängige Labore umweltbelastende und gesundheitsschädliche Chemikalien – viele in Konzentrationen, die sowohl offizielle Empfehlungen als auch gängige Industriestandards überschritten. Hohe Belastungen fanden sich vor allem in Schuhen. So zeigte beispielsweise ein Laborbericht in Kinderschuhen der Kette Hofer/Aldi einen auffällig hohen Gehalt an Dimethylformamid, einer Substanz, die als fortpflanzungsgefährdend, akut toxisch und bei Hautkontakt als gesundheitsschädlich gilt. In Regenstiefeln von Tchibo konnten die Tester zudem polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) feststellen. Der Weichmacher steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Einen offiziellen Grenzwert für PAK gibt es in der EU jedoch erst ab Dezember 2015. Doch gefährliche Chemikalien finden sich nicht nur in Billigkleidung. Eltern sollten daher wachsam sein, welche Produkte sie in den Einkaufswagen legen.

Grundsätzlich raten Verbraucherschützer dazu, Kinderbedarf bei Händlern zu erwerben, bei denen Schadstofffreiheit durch Prüfsiegel garantiert ist, und bei der Auswahl der Artikel auf folgende Kriterien zu achten: Gummisohlen und gummierte Applikationen an Shirts oder Babysocken enthalten sehr oft chemische Weichmacher (Phthalate). Eltern sollten nur dann zu solchen Produkten greifen, wenn diese als phthalatfrei gekennzeichnet sind. Auch bei auffällig bunter Kleidung ist Vorsicht geboten. Je bunter ein Kleidungsstück ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Produkt Schadstoffe enthält. Und auch die Angabe „separat waschen“ sollte als Warnhinweis gelten. Hier kann man davon ausgehen, dass das Kleidungsstück auch nach dem Kauf giftige Stoffe an die Umgebung abgibt.

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