Baby im Urlaub - Worauf achten?

Baby im Urlaub – Worauf achten?

Mit einem Baby auf Urlaub zu fahren, ist gar nicht so schwierig, wie man vielleicht denkt. Es gibt ein paar Punkte, die man berücksichtigen sollte, damit es für die ganze Familie zu einem geglückten Ausflug aus dem Alltag wird. Wichtig sind hier auch immer die Erfahrungen der Eltern. Haben Sie ein Kind, das die Autofahrt genießt? Oder liebt Ihr Baby es, wenn Sie es im Kinderwagen herumschieben? Mit diesem Wissen über Ihr Kind und Ihren Vorlieben können Sie schon einige große Entscheidungen für den Urlaub treffen. Wir haben hier für Sie noch einige wichtige Punkte zusammengefasst, die für Ihren Urlaub mit Baby auschlaggebend sind.

 

Welche Reisezeit?

Wann Sie mir Ihrem Baby auf Urlaub fahren können, sollten die Eltern nach Ihrem Gefühl entscheiden. Ist Ihr Baby gesund, ist die Mutter nach der Geburt wieder fit und hat sich alles schon ein wenig eingespielt, dann steht einer Reise nichts im Wege. Meist ist dies nach drei Monaten der Fall. Der Tagesablauf mit dem Baby ist schon strukturierter und oft hat sich auch schon der Schlafrythmus herauskristallisiert.

Vom Klima her, sollten Sie die südlichen Regionen eher im Herbst oder Frühling bereisen. Wenn Sie im Sommer verreisen wollen, können Sie aus Österreich, Deutschland oder umliegenden Ländern wählen.
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Welches Transportmittel?

Eine große Frage ist, wie man denn zu dem gewünschten Urlaubsort hinkommt. Nimmt man das Auto, das Flugzeug oder doch besser die Bahn? Hier kommt es auf mehrere Punkte an: wie weit ist das Ziel entfernt? Wie reisen die Eltern eigentlich am liebsten und wie hat sich Ihr Baby bei bisherigen Ausflügen verhalten?

  • Wenn Ihr Baby bisher gern im Auto gefahren ist, und das Ziel nicht extrem weit entfernt ist, dann kann man sich für das Auto entscheiden. Praktisch ist, dass man fast jederzeit anhalten kann, und sein Gepäck immer griffbereit hat. Aufpassen muß man, dass das Baby nicht überhitzt, es keine Zugluft abbekommt und dass es genug trinkt. Staus sollte man so gut es geht vermeiden. Hier empfiehlt es sich immer die Staumeldungen zu verfolgen oder per Navigationsgerät Warnungen geschickt zu bekommen. Man kann auch auf eine Fahrt in der Nacht ausweichen. Da gibt es weniger Staus, es ist kühler und das Baby hat meist längere Schlafphasen.
  • Reisen mit der Bahn hat den Vorteil, dass man sich mit dem Baby bewegen kann. Toll ist auch, dass Kinder bis 5 Jahre meist gratis mitfahren dürfen. Wenn das Baby aber schreit und das die Mitreisenden sehr stört, kann die Fahrt mühsam werden. Es gibt aber bei den meisten Zügen ein Kleinkindabteil, welches man reservieren sollte. Dieses Abteil wird in vielen EC oder ICE Zügen angeboten, und ist ausschließlich für Familien mit kleinen Kindern vorbehalten.
  • Wollen Sie per Flugzeug an Ihren Urlaubsort gelangen, sollten Sie sich ganz genau über die Fluglinie erkundigen. Hier gibt es beim Preis und auch beim Service große Unterschiede. Manche Fluglinien bieten Babybetten nur für Langstreckenflüge an. Hier ist auch das Problem, dass nicht viele vorhanden sind, man sich also recht früh für einen Flug anmelden muss. Somit ist es ratsam, sich so früh wie möglich darüber zu informieren, welche Fluglinien für die Beförderung von Babyausrüstung Geld verlangen bzw. welche Fluglinien einen kostenlosen Transport ermöglichen. Oft wird der kleine Passagier einfach auf dem Schoß mitgenommen. Für das Gepäck kommt es wieder auf die Fluglinie an, wieviel Freigepäck dem Baby zusteht. Auf jeden Fall darf der Kinderwagen mit ins Flugzeug genommen werden.Wenn Sie Ihr Baby nicht stillen, dann unbedingt ein vorbereitetes Fläschchen mit an Bord nehmen, denn bei Start und Landung muß man dem Baby zum Druckausgleich etwas zu trinken geben. Wenn Ihr Baby einen Schnuller verwendet, können Sie ihm auch diesen für den Druckausgleich geben. Richten Sie möglichst den Flug nach den Schlafgewohnheiten des Babys, dann haben Sie eine größere Chance auf einen ruhigen Flug. Es empfiehlt sich aber, nicht länger als 1-2 Stunden zu fliegen. Ganz wichtig ist eine Babydecke und Babysocken, da es durch die Klimaanlage oft recht kalt im Flugzeug wird. Praktisch ist der Zwiebellook, sowohl für die Eltern als auch für das Baby.

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Welche Unterkunft für den Urlaub mit Baby?

Welche Unterkunft man im Urlaub mit Baby auswählt, sollte gut überlegt sein. Reicht ein Apartment? Oder doch lieber ein Kinderhotel? Hier kommt es auf das Alter des Babys an, und wie die Eltern Ihren Urlaub verbringen wollen. Je älter das Baby ist, desto wichtiger wird die Ausstattung, denn ein 11 Monate altes Baby braucht schon ein wenig mehr Kindersicherung, als ein 4-Monate alter Säugling. Da empfindet man es stressfreier, wenn man sich gleich für ein Kinderhotel entscheidet. Hier sind die Zimmer kindersicher, beim Essen gibt es Türen, die nur mittels Taster aufgehen und natürlich Spielecken im Restaurant, damit die Eltern auch noch essen können, wenn die Kinder schon lange fertig sind. Es ist auch wichtig, das genügend Hochstühle zur Verfügung stehen oder man einen Flaschenwärmer oder eine Mikrowelle im Zimmer hat, falls das Kind mitten in der Nacht etwas zu trinken braucht.

Die meisten Kinderhotels bieten Leihkinderwägen, Babyfon und ein ganzes Sortiment an Babynahrung an, so dass sich das Gepäck um einiges verringern kann. Doch
manche Eltern brauchen nicht mal ein Babybett, weil Sie Ihr Kind einfach in Ihrem Bett schlafen lassen. Oder empfinden ein Buffet als sinnlos, weil Ihr Kind leider nicht lang genug im Hochstuhl sitzen mag. So kann man sich auch einfach ein Apartment oder ein Doppelzimmer nehmen und man nimmt Fläschchenwärmer oder Wasserkocher einfach mit.
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Welche Vorbereitungen vor der Reise mit Kleinkind?

Ganz wichtig ist es, dass man sich vor dem geplanten Urlaub keine Impftermine ausmacht. Hier kann es immer wieder sein, dass das Kind die Impfung nicht verträgt und man sich den ganzen Urlaub verhaut. Trotzdem sollte man sich in der Urlaubsregion ganz genau nach Ärzten und Krankenhäusern erkundigen. Es ist immer ein gutes Gefühl, wenn man Adressen und Telefonnummern bei der Hand hat und sich nicht erst im Ausland mühsam darum kümmern muß. Für Nicht-EU-Länder sollte man sich auch einen Auslandskrankenschein besorgen. Sehr wichtig ist auch ein Pass für das Baby, dieser sollte noch mind. 6 Monate gültig sein. Mutter-Kind-Pass sollte ja eh immer mitgeführt werden, also darf er im Urlaub auch nicht fehlen.

Auf Urlaub mit Baby – Was kommt alles in den Koffer?

Für viele ist das Koffer packen ein unangenehme Begleiterscheinung für das Reisen. Gerade mit Baby sollte man es noch genauer planen und nicht auf die letzte Minute machen. Sehr praktisch sind Checklisten, die man einfach durchgeht, so verläuft es weniger stressfrei.

Hier ein paar Tipps, was alles ins Handgepäck kommen muss:

  • Reiseunterlagen
  • Pässe (auch für das Baby)
  • Geld
  • Handy
  • Ersatzoberteil für die Mutter (!)
  • Fotoapparat
  • Videokamera

Im Urlaub mit Baby,  muss auch eine Wickeltasche mit:

  • Windeln
  • Feuchttücher
  • Wickelunterlage
  • Ersatzkleidung
  • Plastiksack (damit man nasse Kleidung verstauen kann)
  • Babynahrung
  • Baby-Wasser
  • Fläschchen
  • Lätzchen
  • Stoffwindel
  • Löffel
  • evt. Knabbergebäck (Kekse, Reiswaffeln usw.)
  • Baby-Spielzeug
  • Schnuller
  • Babydecke
  • Buggy

In den großen Koffer:

  • Windeln (können aber auch im Urlaubsort gekauft werden)
  • Schwimmwindeln
  • Feuchttücher
  • Wundcreme
  • Babynahrung (kann auch im Urlaubsland gekauft werden)
  • Baby-Wasser
  • Plastiklöffel
  • Fläschchen
  • Lätzchen
  • Fläschchenbürste und Saugerbürste
  • Schnuller
  • Baby-Spielzeug (nicht auf das Lieblingskuscheltier vergessen!)
  • Babydecke
  • Sonnencreme
  • Schwimmflügerl
  • Sonnenmütze, -kappe
  • Bodies (Kurz- und Langarm)
  • T-Shirts
  • Pullover
  • Hosen/Shorts
  • Strampler
  • Söckchen/Strumpfhose
  • Jacke/Regenjacke
  • Schuhe/Sandalen/Badeschuhe
  • Bauchtasche/Tragetuch
  • Kinderwagen/Buggy
  • Fieberthermometer
  • Medikamente gegen Schmerzen und Erkältung (Zäpfchen gegen Fieber, Nasentropfen, Zahngel usw.)
  • Babyfon
  • Papiertaschentücher
  • evtl. Reisegitterbett
  • evtl. Steckdosensicherungen falls nicht im Unterkunft vorhanden
  • evtl. Bademantel/Kapuzenhandtuch falls nicht in der Unterkunft vorhanden

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Fotocredit: ZoneCreative/Shutterstock.com

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