Job und Familie

Unter einem Hut: Familie und Beruf

Nach wie vor sind es meist die Väter, die den Löwenanteil des Familieneinkommens erwirtschaften. Oft kommen sie unter der Woche erst zur Gute Nacht Geschichte heim oder finden ihr Kind schon schlafend vor.

 

Natürlich stellt sich die Frage, auf welches Einkommen man leichter verzichten kann und in der Regel haben Männer noch immer ein höheres Einkommen als Frauen. Dennoch würden viele Väter auch gerne die Väterkarenz in Anspruch nehmen.

 

Wie bringt man Familie und Beruf unter einen Hut?

Die Familie zu ernähren ist natürlich eine Ihrer wichtigsten Aufgaben, wenn Sie sich aber so gut wie nie um Ihr Kind kümmern können, so wird das sehr frustrierend sein. Ebenso frustrierend für die Partnerin, die möglicherweise bisher „Ihren Mann“ im Beruf gestanden hat und nun in diese Richtung nicht mehr gefordert wird. Die Lösung dafür ist partnerschaftliche Arbeitsteilung:

  •  Sprechen Sie andere Modelle der Elternzeit durch, es gibt sehr gute Regelungen, nach der Sie beide eine „Babyauszeit“ nehmen können.
  •  Planen Sie nicht für die Ewigkeit. Kinder wachsen schnell heran und Lebenssituationen können sich verändern, beispielsweise durch Arbeitslosigkeit. Wie gut, wenn dann auch die Frau für die Familie sorgen kann.
  •  Überlegen Sie, ob ein aufwändiger Sprung in der beruflichen Karriere im ersten Lebensjahr des Kindes wirklich notwendig ist. Wenn möglich, nehmen Sie sich die Zeit für Ihre Karriere als Papa und genießen Sie diese.
  •  Überdenken Sie Ihr Arbeitspensum und besprechen Sie Ihre Überlegungen möglichst früh mit Ihrem Chef – wer weiß, vielleicht hat er einige Vorschläge für Sie, mit denen Sie nicht gerechnet hätten!
  •  Schieben Sie finanzielle Belastungen ein wenig vor sich her. Das neue Auto, das neue Haus – alles lässt sich aufschieben, nicht aber das Projekt „Zeit für Papa und Baby“.
  •  Besprechen Sie die Arbeitsteilung genauestens mit Ihrer Partnerin. Überdenken Sie, wer das Kind/die Kinder wann betreut und wer welche Arbeiten im Haushalt übernimmt. Kalkulieren Sie zusammen, wie viel Geld Sie für Ihren Lebensunterhalt brauchen und wer von Ihnen wie viel erwirtschaften kann.

Es ist erwiesen, dass Väter, die Beruf und Familie besser vereinbaren können, besonders motivierte Mitarbeiter sind und lieber zur Arbeit gehen. Deshalb leisten sie auch mehr. Sie sind leistungsfähiger, dazu tragen natürlich flexible Arbeitszeiten bei. Väter, die sich zu Hause engagieren können, sich besser auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren, wer den Tag mit Kindern verbringt ist fast ständig mehrfach gefordert. Das alles kommt Ihrer Arbeitsleistung sehr zugute! Das heißt, mit familienfreundlichen Arbeitszeitlösungen und einer väterfreundlichen Firmenkultur werden sowohl Unternehmen als auch Mitarbeiter gewinnen.

 

Autor: Redaktion / Andrea

Fotocredit: Myroslava Malovana/Shutterstock.com

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