Inkognitoadoption und mögliche Folgen

Inkognitoadoption

Inkognitoadoption und mögliche Folgen

Forschungen haben gezeigt, dass sich kaum eine Mutter leichtfertig von ihrem Kind trennt. Es ist die augenblickliche Lebenssituation, die sie zu diesem Schritt zwingt.

 

Die meisten Frauen, die bei dieser Art Adoption ihr Kind – wie das früher bei Inkognitoadoptionen üblich war – in die Ungewissheit abgeben, leiden ihr Leben lang. Die Mütter quälen sich mit immer wiederkehrenden Fragen: Wie geht es meinem Kind? Ist es glücklich? Hat es mehr, als ich ihm bieten konnte? Lebt es überhaupt noch?

 

Auch die Kinder leiden unter Inkognitoadoption

Umgekehrt leiden auch die Kinder, wenn sie nichts oder nur wenig über ihre Herkunft wissen. Die meisten von ihnen machen sich irgendwann auf die Suche nach ihrer ursprünglichen Familie. Adoptierte Erwachsene beschreiben, dass sie innerlich haltlos und verloren seien, weil sie ihre Wurzeln nicht kennen. Eine typische Aussage: Woher soll ich wissen, wohin ich gehen soll, wenn ich nicht weiß woher ich komme?

 

Adoptierte Kinder flüchten in Phantasien

 

Doch die Probleme beginnen früher. Adoptierte Kinder, die ihre Eltern nicht kennen, malen sich diese in den schönsten Farben aus. Und je stärker die Konflikte in den Adoptivfamilien werden, umso großartiger werden diese Phantasien. Vor allem in der Pubertät wird diese Situation oft dramatisch: Wenn alle Jugendlichen in Opposition gehen und sich von den Eltern abgrenzen, wird der Kampf von Adoptivkindern besonders heftig.

 

Kennen Sie hingegen Mutter oder Vater, können sie sich mehr mit der Realität auseinander setzen und leiden kaum unter derartigen Phantasien. Denn sie wissen, dass die leiblichen Eltern keine Märchenprinzen sind und das beruhigt.

 

Autor: Redaktion / Andrea

Fotocredit: Yuliya Evstratenko/Shutterstock.com

 

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