koliken

Koliken beim Baby

Koliken beim Baby sind sowohl für das Baby selbst, als auch für die Eltern sehr unangenehm und nervenaufreibend. Denn leidet ein Baby an einer Kolik, schreit es sehr viel und lässt es sich nur sehr schwer wieder beruhigen. Dies ist auch für die Eltern sehr schwer mit anzusehen. Sie leiden sehr oft mit ihrem Baby.

 

Ganz allgemein bezeichnet man krampfartige, manchmal auch plötzlich auftretende Schmerzen, als Kolik.

 

Koliken beim Baby erkennen

Das ein Baby weint und schreit ist ganz normal, besonders wenn man bedenkt, das schreien in den ersten Monaten das einzige Kommunikationsmittel ist, welchem dem Baby zur Verfügung steht um sich mitzuteilen. In der Regel schreit ein Baby über den gesamten Tag verteilt etwa zwei bis zweieinhalb Stunden. Und die Eltern lernen sehr schnell welche Tonlage, welchem Bedürfnis zugeordnet werden kann. Dem Hunger, der nassen Windel oder der Langeweile und dem Wunsch beschäftigt werden zu wollen. Kommt es jedoch zu Koliken beim Baby werden die Eltern jedoch schnell feststellen, dass sich ihr Baby anderes verhält. Leidet ein Baby an einer Kolik verzieht sich das Gesicht und das Baby sieht richtiggehend leidend aus. Dazu ist der Körper des Babys oftmals sehr verkrampft und streckt und krümmt sich abwechselnd. Auch häufige Darmwinde gehen oftmals mit einer Kolik einher. Koliken beim Baby können zu jeder Tageszeit auftreten, dennoch sind zu beobachten, dass in den Abendstunden und während der Nacht das Schreien aufgrund der Kolik deutlich zunehmen kann.

 

Auslöser Koliken beim Baby

Nicht jedes Baby bekommt Koliken. Doch weshalb ein Baby Koliken bekommt und andere nicht, an diesem Phänomen forschen Wissenschaftler und Ärzte bereits seit über fünfzig Jahren. Ein Patenrezept und damit die endgültige Lösung des Problems wurden bisher jedoch noch nicht gefunden. Doch es gibt verschiedene Ansätze. Wird ein Baby geboren ist sein kleiner Körper noch nicht ganz ausgereift und einige Funktionen entwickeln sich erst mit der Zeit. So auch das Verdauungssystem des Babys. Der Darm zum Beispiel verfügt wenige Wochen nach der Geburt nur über sehr wenige Enzyme und Verdauungssäfte, so dass die aufgenommene Nahrung erst nach und nach in ihre Bestandteile zerlegt werden kann. Aus diesem Grunde reagieren manche Babys mit Koliken, wenn sie mit der Muttermilch bestimmte Stoffe aufnehmen oder auf Fertignahrung reagieren. Koliken beim Baby können aber auch Zeichen einer Reizüberflutung sein, die das Nervensystem des Kindes noch nicht beherrschen kann. Wieder andere Mediziner vermuten einen Zusammenhang von Zigarettenrauch und einer Kolik beim Baby. Aufgrund all dieser Theorien und Vermutungen über die Auslöser von Koliken beim Baby ist es sehr wichtig, dass man das Baby sehr genau beobachtet und sich bei andauernden Koliken mit dem behandelnden Kinderarzt zusammensetzt um die Ursachen zu finden.

 

Sonderform Dreimonatskolik

Dreimonatskoliken, so werden Koliken beim Baby bezeichnet die über einen längeren Zeitraum anhalten. Sie beginnen oftmals in der zweiten Woche nach der Geburt des Babys und dauern bis zum dritten Lebensmonat. Daher auch der Name Dreimonatskolik. In einigen wenigen Fällen können sich diese Koliken beim Baby jedoch auch bis zum sechsten oder gar neunten Lebensmonat hinziehen. Babys die an einer Dreimonatskolik leiden, werden auch als sogenannte Schreibabys bezeichnet. Denn sie schreien weit über das normale Maß hinaus. Ein solches Schreibaby schreit an mehr drei Tagen in der Woche, täglich mehr als drei Stunden. Das Schreien beginnt auch hier häufig dann, wenn der Tag zur Neige geht. Manchmal auch schon am Nachmittag oder einige Zeit nach einer Mahlzeit. Da Baby bekommt einen roten Kopf, schwitzt dabei sehr oft und der Bauch fühlt sich aufgebläht und verspannt an. Da ein Baby sehr viel Luft schluckt häufen sich zudem Blähungen. In sehr vielen Fällen gibt es keinen medizinischen Hintergrund für Dreimonatskoliken. Vor dieser Art Koliken beim Baby sind sowohl Babys aus fortschrittlichen Industrieländern, aber auch aus Naturvölkern betroffen. Zeitlich gesehen unterschiedlich lang, sind Dreimonatskoliken unterm Strich bei jedem achten bis zehnten Baby zu beobachten. Sie treten also doch recht häufig auf.

 

Hilfe bei Koliken und Dreimonatskolik

Auch wenn in verschiedenen Untersuchungen bereits festgestellt wurde, dass Koliken beim Baby nur in äußerst wenigen Fällen Folgeschäden beim Kind nach sich ziehen, ist die Belastung während der Dauer der Koliken für Baby und Eltern enorm. Das anhaltende Schreien des Babys strengt das Baby auch körperlich sehr an. Es ist unruhig und häufig nicht in der Lage sich selbst zu beruhigen, zum Beispiel durch das Nuckeln am Daumen oder am Sauger. Betroffene Eltern leiden mit ihrem Kind und können manchmal recht hilflos fühlen. Auch der stetig zunehmende Schlafmangel ist sehr belastend und zehrt zunehmend an den Kräften der Eltern. Da man nicht sicher sein kann, ob die Koliken beim Baby nicht doch einen medizinischen Hintergrund haben, kann man besonders zu Beginn der Koliken ausprobieren, ob nicht äußere Einflüsse oder die Ernährung der stillenden Mutter die Koliken verursachen könnte. Stellen Sie sicher, dass ihr Baby keinen Hunger hat. Denn auch dann wird ein Baby schreien. Dies kann schon mal passieren, wenn man versucht dem Baby einen bestimmten Rhythmus beim Essen beizubringen. Bei Trinken sollte man darauf achten, dass das Baby möglichst wenig Luft schluckt und nach seiner Mahlzeit stets sein Bäuerchen macht. Wenn dies zu keinem Erfolg führt sollte eine stillende Mutter versuchen herauszufinden, ob ihr Baby auf bestimmte Nahrungsmittel reagiert welche sie verzehrt. Verzichten sie ein paar Tage auf Kaffee, Kuhmilchprodukte, scharfe Gewürze, Kohlgemüse und Weizenmehlprodukte. Zeigt sich eine Verbesserung, können sie die einzelnen Bestandteile ihrer Nahrung nach und nach wieder hinzufügen. Treten dann wieder Koliken beim Baby auf erfahren sie worauf das Baby reagiert hat. In einem Test beim Kinderarzt kann das Baby anschließend gezielt auch mögliche Allergien untersucht werden.

 

Besonders wenn die Koliken beim Baby lange anhalten, und keine Ursache medizinisch feststellbar ist, kann das dauerhafte schreien des Babys die Eltern an den Rand ihrer eigenen Belastbarkeit bringen. Sehr verzweifelte Eltern haben dann oft große Mühe selbst ruhig und überlegt zu handeln. Bevor Sie in Gefahr geraten Ihr Baby zu schütteln (absolut gefährlich und lebensbedrohlich) oder ähnlich unüberlegt zu handeln, nehmen sollten Sie sich ganz bewusst immer wieder eine Auszeit nehmen um das Schlafdefizit aufzuholen. Bitten Sie Freund und Verwandte um Hilfe, die das Baby hin und wieder betreuen, damit Sie wieder zu Kräften kommen können. Gönnen Sie sich ein entspannendes Bad oder legen Sie sich auf den Boden und atmen Sie bewusst durch. Wissen Sie sich gar nicht mehr zu helfen, bieten viele Hebammen, Krankenhäuser oder sogenannte Schreiambulanzen ihre professionelle Hilfe an. Schämen Sie sich nicht, denn Sie tragen nicht die Schuld an den Koliken beim Baby. Mit professioneller Hilfe lernen Sie Techniken wie Sie sich, aber auch das Baby entspannen können. Die meisten Koliken beim Baby enden nach drei Monaten, also halten Sie durch auch wenn sie länger anhalten sollten. Sofern Sie stets bedacht mit Ihrem Kind umgehen ziehen auch andauernde Koliken beim Baby in der Regel keine Folgeschäden nach sich.

 

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Autor: Redaktion/Diana

Fotocredit: khuncooo7/Shutterstock.com

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