vom krabbeln bis zum laufen

Vom Krabbeln bis zum Laufen

Das Krabbeln und auch das Laufen sind echte Meilensteine und für die Eltern ein wahres Highlight. Mit ungefähr eineinhalb Jahren können 95 Prozent aller Kleinkinder frei laufen und auch ihr Gleichgewicht optimal halten. Geübt haben sie hierfür schon im Mutterleib: durch Strampeln und Treten haben die Babys für die ersten Schritte trainiert. Damit dies jedoch auch wirklich glückt, ist ein weiter Weg zurück zu legen.

  • Wieso können Neugeborene schon laufen?
  • Ab wann können Babys schon ihr Köpfchen heben?
  • Warum krabbeln einige Babys rückwärts?
  • Warum wird von Lauflerngeräten abgeraten?

Wieso können Neugeborene schon laufen?

Richtig laufen können Neugeborene natürlich noch nicht. Die ersten „Schritte“ werden als Schreitreflex bezeichnet und zeigen auf, wie gut ein Säugling schon auf das Leben vorbereitet ist – auch wenn sie noch nicht wirklich laufen können. Wer ein Baby aufrecht hält und die kleinen Füße  eine Unterlage oder den Boden berühren lässt, wird feststellen, dass das Kind das Bein hebt, das Knie beugt und einen Schritt nach vorne wagt. Dieser Reflex ist laut Wissenschaftlern dem Bewegungstraining im Mutterleib zurückzuführen. In den ersten drei Lebensmonaten kann man diesen Schreitreflex weiterhin beobachten, danach werden die Bewegungsabläufe komplexer. Das Strampeln, Abstützen, Köpfchen heben und drehen auf Bauch und Rücken wird dominanter.

Ab wann können Babys schon ihr Köpfchen heben?

Bereits im ersten Lebensmonat kann man beobachten, wie kleine Babys die Kopfhaltung zu kontrollieren versuchen. Aus der Bauchlage heraus können Säuglinge in einem Alter von drei oder vier Wochen den Kopf auch schon kurz anheben. Ihn allerdings für längere Zeit hoch zu halten, gelingt ihnen weniger. Der Kopf ist nämlich im Vergleich zum restlichen Körper überproportional groß und schwer. Erst im vierten Lebensmonat wird ein Baby es schaffen, den Kopf auch aus der Bauchlage heraus über längere Zeit halten zu können. Hierfür wird es sich auf beide Unterarme stützen und den Oberkörper mitsamt seinem Kopf hochstemmen.

Warum krabbeln einige Babys rückwärts?

Ist die Rückenmuskulatur ausreichend gestärkt, wird das Baby das Drehen von dem Bauch auf den Rücken und zurück üben. Dies alles ist notwendig, damit das Baby seine Muskeln stärkt und ein Krabbeln zu gegebener Zeit möglich ist. Kann ein Baby dann endlich krabbeln, staunen viele Eltern, wie perfekt ihr Kind die Bewegungen trainiert und vollzieht. Einige Babys krabbeln jedoch nicht immer vorwärts, sondern bevorzugen die Fortbewegung auch mal rückwärts.

Warum das so ist, kann keiner erklären. Vermutlich ist die Armmuskulatur zu diesem Zeitpunkt einfach kräftiger als die Beinmuskulatur. Aus diesem Grund wird sich das Baby abdrücken und  rückwärts die Welt um sich erkunden.

Auch beim Laufen lernen gibt es Babys, welche nicht dem Paradebeispiel folgen. Anstatt sich erst zu drehen, dann zu robben, anschließend zu krabbeln, sich dann hochzuziehen um folglich das Laufen zu erlernen, haben einige Kinder ein anderes Lernmuster: sie robben auf dem Hosenboden durch die Gegend, bis sie ihr Ziel erreichen, ziehen sich dann irgendwo hoch oder stehen frei auf.

Warum wird von Lauflerngeräten abgeraten?

Diese Frage kann einfach beantwortet werden: weil sie gefährlich sind! Kinder können sich in Lauflerngeräten erstaunlich schnell und flink bewegen. Dass hier auch Treppenkanten, Schwellen oder Teppichränder eine Gefahr darstellen, wollen viele Eltern nicht wahrhaben. Bleibt der Lauflernwagen an diesen Gefahrenquellen hängen, kann das Gerät blockieren, überkippen und sich das Kind schwer verletzen. Durch diese Maßgabe kam es bereits zu tödlichen Unfällen.

Weiterhin beschleunigen solche Lauflerngeräte nicht unbedingt das Laufen, sie verlangsamen den Prozess eher. In einigen Ländern wie beispielsweise Kanada sind solche „Babywalker“ bereits auf die rote Liste gesetzt worden und sind verboten.

Kinderärzte und Wissenschaftler raten daher an: Lauflerngeräte nicht verkaufen oder weiterschenken, sondern gleich der Mülltonne übergeben.

 

Fotocredit: Ivanko80/Shutterstock.com

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