Kuhmilchallergie

Kuhmilch-Allergie bei Säuglingen

Die Kuhmilch-Allergie gehört als allergische Reaktion auf Milchproteine zu den Nahrungsmittel-Allergien des Sofort-Typs (Typ 1). Ihre Symptome treten direkt im Anschluss an die Aufnahme der Milch oder den damit gefertigten Produkten auf, spätestens innerhalb von zwei Stunden.

Wie kommt es zur Kuhmilch-Allergie?

Die Kuhmilch-Allergie entsteht, indem das Immunsystem des Säuglings falsch auf in der Kuhmilch enthaltene Proteine reagiert. Die irrtümlicherweise vom Körper bekämpften Protein-Bestandteile tragen die Bezeichnung „Allergene“. Babys und Kleinkinder unter zwei Jahren betrifft die Kuhmilch-Allergie häufig, da ihrem Immunsystem die nötige Reife fehlt. Die Erkrankung manifestiert sich regulär vor dem sechsten Lebensmonat des Säuglings. Kuhmilch und deren Produkte bilden die ersten Lebensmittel, mit denen der Säugling Kontakt hat. Die die Allergie begleitenden Symptome treten frühestens nach der zweiten Aufnahme der Allergene auf, gelegentlich erst nach einigen Wochen.

Die Diagnose der Kuhmilch-Allergie ist für den Kinderarzt aufgrund der vielfältigen Symptome schwer. Häufig verwechseln die Pädiater sie mit denen einer Anpassungs-Störung oder der bei Säuglingen selten auftretenden Milchzucker-Unverträglichkeit.

Unter welchen Symptomen leidet ein Säugling mit Kuhmilch-Allergie?

Beim Säugling mit Kuhmilch-Allergie treten Symptome unterschiedlicher Art auf. Möglicherweise beobachten Eltern bei ihren Babys Probleme

mit der Haut,

Die empfindliche Haut des Säuglings reagiert aufgrund der Kuhmilch-Allergie in der Regel mit verstärktem Milchschorf. Ebenso bemerken Eltern die raue Haut des Babys. Der Neurodermitis-Ausschlag breitet sich vom Kopf auf weitere Körperregionen aus.

an den Atemwegen,

Chronischer Schnupfen, häufiges Niesen, Asthma, Mittelohr-Entzündungen und Schnupfen ohne erkennbare Infektion, Bronchitis sowie andauernder Husten deuten möglicherweise auf eine Kuhmilch-Allergie hin. Die bei Säuglingen häufig vorkommenden Erkrankungen machen dem Arzt die korrekte Diagnose schwer. Die Atemwege betreffenden Symptome zeigen sich selten, aber wenn sie auftreten so stark, dass das Baby sofortige ärztliche Hilfe benötigt.

am Gastrointestinal-Trakt (Magen-Darm-Trakt).

Vielmals betreffen die Symptome der Kuhmilch-Allergie den Gastrointestinal-Trakt. Das Baby leidet unter starkem Bauchweh oder hat z.B. Verstopfung oder Durchfall. Unter Umständen zeigen sich blutige Spuren in der Windel, die auf eine Dickdarm-Entzündung hindeuten. Betroffene Babys fallen durch häufiges Spucken auf. Es kommt zur Nahrungs-Verweigerung oder Weinanfällen nach dem Füttern.

Gedeiht Ihr Säugling schlecht, ist er immer müde, beobachten sie einen Gewichtsverlust oder Unruhe-Zustände denken Sie daran, dass Ihr Kind möglicherweise unter eine Kuhmilch-Allergie leidet. Schwerwiegende Symptome, die sofortige ärztliche Hilfe erfordern sind systemische Reaktionen mit Kreislaufversagen sowie ein anaphylaktischer Schock. Und sonst gilt: Bei unklaren Symptomen sollte man sich immer zuerst an einen Arzt wenden. Denn nur dieser kann Ihre Symptome einer Krankheit zuordnen oder eine selbige diagnostizieren.

Milcheiweiß-Allergie und seine Symptome beim Säugling zusammengefasst

Die Kuhmilch-Allergie manifestiert sich in der Regel noch im ersten Lebenshalbjahr. Sie entsteht durch ein noch nicht ausgereiftes Immunsystem und äußert sich durch vielfältige Symptome an der Haut, im Magen-Darm-Trakt sowie an den Atemwegen. Der Säugling leidet stark und gedeiht schlecht. Für Sie als Eltern ist es tröstlich zu wissen, dass sich die Allergie gewöhnlich in den ersten drei Jahren verliert.

Fotocredit: Rido/Shutterstock.com

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