Babysprache

Zwergensprache – Babyzeichensprache

Kommunikation, der Austausch eigener Gedanken mit der Umwelt, ist schon sehr früh ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Das Baby im vorsprachlichen Alter verfügt bereits über ein großes Sprachverständnis. Bis zur verständlichen Lautsprache ermöglichen ihm die Babyzeichen als Brücke, seine Bedürfnisse auszudrücken. Babyzeichen sind eine wunderbare Möglichkeit, seinem kleinen Kind die Fähigkeit zu geben, mit seiner Umwelt zu kommunizieren zu einem Zeitpunkt, da das Sprechen aus physiologischen Gründen noch nicht funktionieren kann.

Diese Gesten sind wie ein Fenster zu seiner geistigen Aktivität und lassen die Erwachsenen an seinen Wahrnehmungen und Gedanken teilhaben. Das macht nicht nur allen, die die Zeichen beherrschen, Spaß und erleichtert den Alltag mit einem Kleinkind, es fördert auch das Selbstbewusstsein und die emotionale Stabilität der Babys ungemein. Der Einsatz von Handzeichen und konkreten Gesten parallel zur Lautsprache gibt den Kindern Orientierung und Sicherheit im Alltag, schenkt ihnen Aufmerksamkeit für ihre Bedürfnisse und weckt die Freude am Sprechen und am Dialog. Babyzeichen unterstützen die visuelle, motorische und akustische Wahrnehmungsfähigkeit des Kindes altersgerecht.

In Amerika gibt es die „Baby Sign Language“ seit mittlerweile fast drei Jahrzehnten. Sie ist dort ein völlig normales Angebot für Familien mit Babys und Kleinkindern. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Babyzeichensprache dank des unermüdlichen Einsatzes seitens der Begründerin der Zwergensprache, Vivian König, seit 2004 immer mehr auf dem Vormarsch.

In den Eltern-Kind-Kursen der Zwergensprache lernt man in einer spielerischen, wertschätzenden Atmosphäre in zwölf Kursstunden die wichtigsten Babyzeichen und erhält Anregungen für den Einsatz der Gebärden im Familienalltag. Ein Theorieteil in jeder Stunde erweitert die Fach- und Methodenkompetenz der Eltern und vermittelt neben den Grundlagen zur Babyzeichensprache wichtige Informationen zum frühen Spracherwerb des Kindes. Die Kursstunden sind abwechslungsreich gestaltet durch musikalische Elemente und Lieder, Fingerspiele, Literatur und Geschichten, Tanz- und Bewegungsspiele u.v.m.

Außerdem gibt es Workshops für Eltern, Großeltern oder Fachpersonal sowie ein KITA-Programm für ErzieherInnen und Tagesmütter/-väter. Infos zu Kursorten und Terminen, Elternberichte, Literatur, Videos u.v.m. unter: www.babyzeichensprache.com.

Fotocredit: Marlon Lopez MMG1 Design/Shutterstock.com

Comments ( 2 )

  • Der erste Schritt für unsere Kleinsten in Richtung „Gewaltfreie Kommunikation!“

  • Hallo ihr Lieben!

    Ich hab gleich einen super Tipp für alle, die nach Spielegruppen für ihre Kleinen suchen!

    Hab zufällig im Fernsehen einen Bericht über „Zwergensprache“ bzw. „baby signing“ gesehen und fand es total super!! Hab sofort gesucht obs das bei uns in Österreich auch gibt und bin auf „kinderhände“ gestoßen!! Seit 4 Monaten geh ich mit meiner kleinen Lena dort hin und es macht sooo Spaß! Sie kann jetzt mit 10 Monaten schon ein paar Gebärden und kann schon zeigen was sie wiell, wie zum Beispiel Milch! Es ist so süß 😀

    Wirklich tolle, lockere Atmosphäre dort! Und tolle Möglichkeit für den Austausch mit anderen Eltern!

    Also vielleicht treff ich ja ich demnächst eine von euch dort 😉

    und in Wien der Link : http://www.kinderhaende.at

    Liebe Grüße