25. Monat: Nachtschreck – Was können Sie dagegen tun?

25. Monat: Nachtschreck – Was können Sie dagegen tun?

Herzlichen Glückwunsch, Ihr Kind ist nun zwei Jahre alt! Weiter geht es mit seiner Entwicklung von Sprache, Sozialverhalten und motorischen Fähigkeiten. Meist ist das dritte Lebensjahr deutlich konfliktreicher als die Jahre zuvor und Erziehung bekommt einen immer wichtigeren Stellenwert. Auch wenn Ihr Kind nun schon gute ausgeprägte feinmotorische Fähigkeiten hat, kippen oft noch Becher um oder andere Missgeschicke kommen vor. Passendes Kindergeschirr kann dabei helfen, Schlimmeres zu vermeiden. Sie können der Experimentierwut Ihres Kindes aber auch anders entgegenwirken, setzen Sie ihm Grenzen!

Die Erziehung wird ab jetzt immer wichtiger und statt Strafen sollten Konsequenzen dem Fehlverhalten Ihres Kindes folgen.

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Mittagsschlaf und Nachtschreck

Es kann gut vorkommen, dass Ihr Kind den Mittagsschlaf nicht machen will oder es protestiert, wenn es abends zu Bett gehen soll. Sie sollten dies nicht als Anzeichen deuten, dass es weniger Schlaf braucht. Ganz im Gegenteil: Gerade das Wegfallen des Mittagsschlafes sollte gut überlegt sein, denn oft kommt es zum sogenannten „Nachtschreck“.

 

Nachtschreck

Als Nachtschreck wird eine Störung des Schlafs bezeichnet, bei dem Ihr Kind plötzlich aufrecht im Bett sitzt, weint, schreit, stöhnt oder murmelt, meist mit den Augen weit offen, ohne jedoch wirklich wach zu sein. Ihr Kind hängt in einer Art Grauzone zwischen Schlaf und Wachsein fest, dadurch nimmt es Ihre Anwesenheit nicht wahr und wird nicht auf etwas reagieren, was Sie tun oder auch sagen. Dieses Phänomen hält von zwei Minuten bis zu 40 Minuten an und wenn es vorbei ist, fällt Ihr Kind zurück in den Schlaf, ohne sich später an den Vorfall erinnern zu können. Solange Ihr Kind nicht Gefahr läuft, sich selbst zu verletzen, sollten Sie nicht versuchen, Ihr Kind zu wecken!

Alle Versuche, die Sie unternehmen, um Ihr Kind zu beruhigen, werden zurückgewiesen. Ein Kind, das einen Nachtschreck erleidet kann nicht beruhigt werden und wenn Sie dann versuchen, es zu beruhigen oder festzuhalten, wird es nur noch wilder.

Wenn der Nachtschreck überstanden ist, sollten Sie dieselben Vorkehrungen wie für einen Nachtwandler treffen. Entfernen Sie gefährliche Objekte und Spielzeuge vom Boden, sichern Sie die Treppe mit einem Gitter und schließen Sie Fenster und die Haustür. Kinder, die einen Nachtschreck erleiden, stolpern nämlich oft unfreiwillig aus dem Bett.

In den meisten Fällen benötigen Kinder ihren Mittagsschlaf noch bis zum Ende des 3. Lebensjahrs oder auch länger. Feste Zeiten und Regeln, die den Tag in verschiedene Abschnitte einteilen, vermitteln Ihrem Kind ein Gefühl von Sicherheit. Es kennt noch keine Zeiteinteilungen, weswegen es sich nur anhand regelmäßiger Abläufe orientieren kann, um zu wissen, was als Nächstes geschieht.

Fotocredit: Gelpi, Iakov Filimonov /Shutterstock.com

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