Alles rund um Ihr Baby

baby alles rund ums baby
© Tomsickova Tatyana / shutterstock.com

Monatelang haben Sie diesem Moment entgegengefiebert und endlich ist er da: Sie halten Ihr Baby in den Armen! Sie können Ihr Glück nicht fassen. Endlich dürfen Sie Ihre Erstausstattung auch wirklich verwenden. Doch kaum haben Sie die erste Euphorie hinter sich gelassen, quälen Sie viele Fragen. Wir möchten Sie auf Ihrem Weg begleiten und Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Nach der Geburt

Nach der Geburt beginnt für Sie und Ihr Baby die Zeit des Wochenbetts. Viel Ruhe und Kuscheln sollten in diesen rund sechs Wochen auf dem Plan stehen. Gehen Sie es ruhig an, erholen Sie sich von den Strapazen der Geburt und lernen Sie Ihr Baby kennen. Doulas erfreuen sich in dieser Zeit immer größerer Beliebtheit. Ihr Körper geht in dieser Zeit durch eine enorme Umstellung. Stimmungsschwankungen sind normal, doch seien Sie ehrlich zu sich und Ihrem Umfeld, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie Hilfe benötigen. Der sogenannte Babyblues kann ernsthafte Probleme verursachen, die Sie nicht ignorieren sollten. Auch die Belastung der Väter sollte im Wochenbett nicht unterschätzt werden. Denn auch sie stehen vor neuen Herausforderungen.

Nicht nur für Ihre Psyche wird Rückbildungsgymnastik entscheidend sein, denn vor allem für Ihren Körper ist es wichtig, dass er mit den richtigen Übungen zu seiner üblichen Stärke zurückfindet. Es gibt viele Gründe, warum Rückbildungsgymnastik wichtig ist. Keine Angst, Sie müssen nicht unbedingt einen Kurs buchen. Die wichtigsten Übungen können Sie auch ganz einfach zu Hause machen.

Mit der Geburt eines neuen Erdenbürgers sind auch einige Amtswege notwendig. Welche Behördengänge Sie erledigen müssen, haben wir für Sie hier zusammengestellt.

Nach der Geburt können Sie auch Hausbesuche einer Hebamme in Anspruch nehmen. Wie ein solcher Besuch aussieht, sehen Sie im folgenden YouTube-Video.

Stillen – Fakten und Mythen

Stillen bringt viele Vorteile. So sind Sie zum Beispiel flexibler unterwegs und müssen weniger mit sich herumschleppen. Auch Milchpulver kann Ihnen nicht ausgehen. Schon während der Schwangerschaft sollten Sie sich den richtigen Still-BH zulegen.

Doch die ersten Wochen Stillen sind sehr anstrengend und emotional für Mutter und Baby. Meist beginnen die Probleme schon beim Anlegen. Viele finden nicht gleich die richtige Position und es dauert, bis beide als Still-Team eingespielt sind. Diese Positionen können sich im Verlauf der Stillzeit auch ändern, wenn Ihr Baby älter wird. Meist reagieren Ihre Brustwarzen  sehr empfindlich auf diese Rund-um-die-Uhr-Belastung. Es ist übrigens ein Mythos, dass Sie Zwillinge nicht stillen können. Denn auch für Zwillinge ist Muttermilch am besten. Stillprobleme, wie zum Beispiel eine Saugverwirrung können zu jedem Zeitpunkt der Stillzeit auftreten. Sie sollten sich also niemals scheuen eine Stillberatung Anspruch zu nehmen, wenn Sie nicht mehr weiter wissen.

Die Ernährung einer stillenden Mutter unterscheidet sich wenig zu jener in der Schwangerschaft. Alkohol  ist weiterhin tabu, da dieser in geringsten Mengen in Ihrer Muttermilch vorhanden sein wird. Wichtig zu wissen ist, dass Ihre Muttermilch nach jenen Lebensmitteln schmeckt, die Sie zu sich nehmen. Sollte Ihr Baby Ihre Milch ablehnen, lohnt es sich, Ihre Essgewohnheiten zu überprüfen.

Wie lange Sie stillen ist immer die Entscheidung von Mutter und Baby. Die WHO empfiehlt, dass Babys bis zu einem Altern von sechs Monaten voll gestillt werden und darüber hinaus bis zu einem Alter von einem Jahr begleitend Stillen. Doch viele Mütter stillen auch weit darüber hinaus. Ist der Zeitpunkt für das Abstillen gekommen, sollten Sie dafür einige Tage oder sogar Wochen einplanen, damit Sie und Ihr Kind sich gut umstellen können.

Egal ob Sie sich bewusst gegen das Stillen entscheiden oder Sie und Ihr Baby beim Stillen einfach nicht zueinanderfinden und Sie es lassen, Schuldgefühle sollten Sie keine haben. Denn selbst wenn Muttermilch die beste Ernährung für Ihr Baby ist, sie sind nicht unbedingt gesünder als Flaschenkinder. Verzagen Sie also nicht, wenn Sie zur Flasche greifen. Alles was Ihr Baby wirklich braucht, ist Ihre Liebe! Der Rest findet sich.

 

Babys Ernährung

Wenn Sie Milch abpumpen oder Ihr Baby mit Flaschennahrung füttern möchten, brauchen Sie das richtige Fläschchen. Der Markt ist überflutet mit verschiedenen Größen und Materialien. Es lohnt sich also im Vorfeld zu recherchieren.

Ab einem Alter von sechs Monaten empfiehlt die WHO Beikost für Babys. Auch hier stellt sich die Frage: Selbst machen oder kaufen? Wir empfehlen den selbstgekochten Breien  eine Chance zu geben, da sie viel leichter herzustellen sind, als viele denken, günstiger sind und sich sogar einfrieren lassen. Die Herstellung ist auch sehr einfach, solange Sie beachten, welche Lebensmittel Sie Ihrem Baby nicht geben sollten.

Viele Eltern fürchten, wenn Sie die Beikost selbst kochen, nicht alle Bedürfnisse der Ernährung zu bedienen, die Ihr Baby hat. Doch der Ernährungsplan  eines Babys ist sehr einfach. Denn dadurch, dass Sie Ihrem Baby immer noch die Brust oder Flasche geben, erhält es alle Nährstoffe, die es benötigt. Die Beikost ist lediglich ein „Goodie“.

Auch das Equipment, das für die Herstellung von Beikost nötig ist, ist überschaubar. Viele Eltern möchten einen Hochstuhl, damit Ihr Baby am Esstisch der Familie mit dabei sein kann. Sie sollten Ihrem Baby bei jeder Mahlzeit einen Becher Wasser anbieten. Anfangs wird Ihr Baby mehr mit den Fingern im Brei herumstochern. Daher lohnt sich ein Lätzchen. Ihr Baby wird erst später Besteck für sich entdecken. Auch beim Baby-Geschirr sollten Sie pragmatisch entscheiden. Sie werden nicht viel benötigen.

Die ersten Versuche der Beikost sind meistens sehr aufregend aber auch frustrierend, wenn es nicht so klappt wie erwartet. Machen Sie sich und Ihrem Baby keinen Druck. Es soll Freude am Erkunden von neuen Geschmäckern und Texturen haben.

 

Baby richtig pflegen

Ihr Baby braucht im Grunde recht wenig Körperpflege. Denn anfangs bewegt es sich nicht viel und kommt lediglich mit Kleidung und Menschen in Kontakt. Ein bis zwei Mal pro Wochen Baden reicht völlig aus. Besondere Pflegeprodukte sind dabei nicht nötig. Wichtig ist, das Baby nicht zu lange zu baden und danach gut abzutrocknen und warm einzupacken.

Im YouTube-Kanal von „Schwangerschaft und Wochenbett“ erklärt, die „Liebe Hebamme“, was Sie für die Körperpflege Ihres Babys wirklich benötigen und welchen Zusammenhang Ihre Pflegeprodukte mit späteren Allergien Ihres Kindes haben.

Selbst wenn Ihr Baby Babyakne hat, bedarf es nicht unbedingt einer Behandlung. Die empfindliche Babyhaut reagiert sensibler als Erwachsenenhaut. Im Winter können Sie mit verschiedenen Produkten die Babyhaut schützen. Im Sommer sollte Ihr Baby nicht ohne den richtigen Sonnenschutz das Haus verlassen. Lesen Sie die Anleitung für die richtige Benutzung genau. Denn oftmals müssen Produkte einige Zeit vor dem Verlassen des Hauses aufgetragen werden.

Verwenden Sie Windeln, sollten Sie dem Windelbereich besondere Aufmerksamkeit schenken. Denn ein Windelausschlag sieht nicht nur unschön aus, er ist für Ihr Baby auch sehr unangenehm. Welche Pflegeprodukte Sie verwenden möchten, hängt auch von der Frage ab, ob Sie Einwegwindeln oder Stoffwindeln benutzen und wie oft Sie Windeln wechseln.

Sobald Ihr Baby mit dem Zahnen beginnt, sollten Sie eine Zahnpflegeroutine einführen. Denn durch das Herumkauen auf einer geeigneten Baby-Zahnbürste lindert Ihr Baby die Schmerzen beim Zahnen und gewöhnt sich bereits früh an das Zähneputzen.

Besondere Vorsicht ist beim Schneiden von Babys Nägeln. Zu kurz und die kleinen Finger fangen an zu bluten, zu lang und sie kratzen die empfindliche Babyhaut. Der beste Zeitpunkt zum Nägelschneiden ist übrigens, nach dem Bad Ihres Babys. Während des Badens dürfen Sie auch Babys Haare etwas pflegen. Manche Eltern scheuen sich vor der Anschaffung eines Badeeimers, weil sie unterschätzen, wie lange Sie Ihr Baby im Badeeimer baden können.

Als ganz besonders schöne Zeit empfinden Eltern es, wenn Sie Ihr Baby massieren. Die sanften Berührungen bei der Babymassage beruhigen nicht nur Baby sondern auch Eltern kommen dabei in gute Stimmung. Viele Eltern verwenden Babymassage als Einschlafhilfe, wenn Ihr kleiner Liebling damit Probeme hat.

Baby am Bauch mit Stetoskop am Rücken
© Oksana Kuzmina / shutterstock.com

 

Babys Gesundheit

Schon in der Schwangerschaft sorgen sich werdende Eltern um die Gesundheit Ihres Babys. Diese Sorge nimmt zu, sobald das unschuldige Wesen seinen ersten Schrei gemacht hat. Ständig sind wir besorgt, ob unser Baby auch wirklich gesund ist und was wir tun können, damit das so bleibt.

So soll stillen zum Beispiel Nahrungsmittelallergien vorbeugen. Doch auch Koliken gehören zur täglichen Besorgnis junger Eltern. Denn das noch junge unerfahrene Verdauungssystem unserer Babys, benötigt einige Wochen und Monate um sich vollständig einzuspielen.

Neugeborenengelbsucht, Windeldermatitis oder Neugeborenenakne gehören zu den häufigsten Problemen, mit denen die kleinen Erdenbürger zu kämpfen haben. Gerade bei Winterkindern kommen Erkältungen schnell auf den Plan. Da die Kleinsten noch nicht mit handelsübglichen Medikamenten behandelt werden dürfen, hilft meist nur durchhalten, bis die Symptome vorüber sind. Eine stressige Zeit für Eltern und Baby!

Immer wieder kontrovers diskutiert wird das Impfen. Impfgegner werden immer lauter und finden bei verunsicherten Eltern Gehör. Dazu kommt, dass dank sozialer Medien, immer Menschen über Impfschäden informiert werden. Selbst wenn Eltern keinen Fall persönlich kennen, sehen sie auf Facebook und Co. furchtbare Bilder von Babys und Kindern mit Impfschäden.

In Ihrem Mutter-Kind-Pass finden Sie eine Reihe von Impfungen, die für Ihr Kind empfohlen sind. Wichtig zu wissen dabei ist, dass keine Impfung verpflichtend ist.

 

Babys Entwicklung

Babys entwickeln sich rasend schnell. Kein Tag ist wie der andere. Innerhalb der ersten 12 Monate im Leben eines Babys wird aus einem unbeholfenen, fast blindem Neugeborenen ein selbstbewusstes Kleinkind, das sich fortbewegt, vielleicht schon einige Worte spricht und sich selbst füttern kann. Die Masse an Fähigkeiten, die ein Kind im ersten Lebensjahr lernt wird zu keinem späteren Zeitpunkt im Leben je wieder erreicht.

Mit dem Krabbeln kommt für Eltern die erste große Veränderung zum Tragen. Wann Babys beginnen zu krabbeln, ist sehr unterschiedlich. Viele Eltern werden ab einem bestimmten Alter nervös und möchten das Krabbeln fördern. Grundsätzlich notwendig ist das nicht. Wenn Sie Bedenken haben, sollten Sie diese immer mit ihrem Kinderarzt oder Ihrer Hebamme besprechen.

Große Fragezeichen in den Gesichtern der Eltern stehen auch beim Zahnen. Von vielen gefürchtet, gibt es aber auch Kinder, die ihre Zähne „rausschlafen“. Was auf Ihren kleinen Liebling zutrifft, kann im Vorfeld leider nicht gesagt werden. Wird dem ersten Zahn noch entgegengefiebert, ist das Zahnen nach Monaten des Schreiens und des Schlafentzugs eine gefürchtete. Tipps für’s Zahnen gibt es zwar, doch es liegt an Ihnen herauszufinden, was Ihrem Baby wirklich hilft.

Eines ist allerdings bei allen Babys gleich: Sobald Sie den ersten Zahn erblicken können, ist es an der Zeit mit der Zahnpflege zu beginnen. Das richtige Zähneputzen von Anfang an erspart Ihnen viele Tränen später.

Gesunder Schlaf ist nicht nur für Babys wichtig. Die meisten Eltern fragen sich nach Monaten des Schlafentzugs: Wann schläft mein Baby endlich durch? Eine pauschale Antwort gibt es auf diese Frage leider nicht. Die richtige Umgebung ist ebenso wichtig wie eine gute Einschlafroutine.

 

Frühchen

Wenn es um Babys Entwicklung geht, stehen Frühchen vor einer ganz besonderen Herausforderung. Denn eigentlich sind sie älter, doch ihre Entwicklung orientiert sich an dem eigentlichen Geburtstermin. Doch zu Beginn ist das für Eltern weniger entscheidend. Sie wollen Ihr Frühchen einfach nur mit nach Hause nehmen. Besondere Hürde dabei ist das Stillen. Denn solange die Nahrungszufuhr nicht etabliert ist, können Frühchen nicht entlassen werden. Meist bekommen die jungen Eltern hier noch einen Katalog an Tipps für die Förderung von Frühchen.

Baby lächelt im Winter
© Mindscape studio / shutterstock.com

Baby Tipps

Kinder wachsen so schnell, dass wir mit dem Lesen von guten Nachschlagewerken gar nicht nachkommen. Daher vertrauen wir oft den guten Ratschlägen aus unserem Umfeld. Ob es dabei um die richtigen Schuhe für Kleinkinder geht oder was Babys nachts oder im Winter anziehen sollen – immer wieder holen wir uns hier Rat von außen. Ein neuer Trend ist Bio-Babykleidung. Meist handelt es sich dabei um hochpreisigere Kleidung, doch dafür ist sie frei von Chemie und Kunststoffen.

 

Urlaub mit Baby

Wie aufregend! Der erste Urlaub mit Ihrem Baby steht an! Dabei ist es egal, ob Ihr Kind noch ein Säugling oder schon ein Kleinkind ist. Diese intensive gemeinsame Zeit ist immer ein besonderes Erlebnis. Welche Art von Urlaub Sie planen, ist dabei ganz Ihnen überlassen. Denn selbst ein Campingurlaub lässt sich mit Baby gut gestalten. Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie der Anreise schenken. Planen Sie eine Flugreise mit Baby gibt es einiges zu beachten. Reisen Sie mit mehreren Kindern, mag eine Anreise mit dem Auto ratsamer sein. Achten Sie auch darauf, was Sie und Ihre Kinder im Urlaub essen. Denn die Verdauung der Kleinen ist noch nicht so ausgereift und benötigt viel Zeit, um sich auf neue Geschmäcker einzustellen.

 

Redaktion: Kerstin

Meist gelesene Beiträge