4. Monat: Fremdeln ist ein Zeichen von Reife

4. Monat: Fremdeln ist ein Zeichen von Reife

4 Monate nach der Geburt ist die Beziehung zu Ihrem Baby schon richtig stark, Sie lernen jeden Tag Neues voneinander. Sie tragen im Moment sehr viel Verantwortung und haben viele Aufgaben zu erledigen.

Diese können einen auch schnell mal überfordern, denn einige Frauen haben Ihr Idealbild der perfekten Mutter im Kopf. Doch der wirkliche Alltag ist nicht märchenhaft, sondern nervenraubend und anstrengend. Zwar ist er grob strukturiert, aber dennoch nicht komplett planbar. Ihr Kind und Ihr Partner sind nicht perfekt, aber sie machen Sie glücklich und sie danken Ihnen mit Liebe für Ihren täglichen Einsatz.

 

Stillen & Beikost

Mit vier Monaten wächst auch der Magen Ihres Kindes, Sie müssen also nur noch vier- oder fünfmal am Tag stillen. Seine Ernährungsgewohnheiten werden sich langsam denen von älteren Kindern anpassen und zwischen den Mahlzeiten wird Ihr Baby seine Aufmerksamkeit nun auch anderen Personen zuwenden. Wahrscheinlich lässt sich Ihr Baby zurzeit beim Füttern leicht ablenken, Sie sollten sich deshalb zum Stillen einen ruhigen Ort suchen.

Manche Eltern stellen gerne jetzt schon auf feste Nahrung um, doch sprechen Sie dies unbedingt vorher mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Hebamme ab. Denn Sie können mit Beikost erst beginnen, wenn der Verdauungstrakt Ihres Babys gut entwickelt ist und wenn der Reflex nachgelassen hat, den Löffel mit der Zunge wieder aus dem Mund zu schieben. Der Großteil aller Ärzte sowie die WHO raten jedoch vor dem Alter von sechs Monaten von Beikost ab. Es wäre also von Vorteil für Sie und Ihr Baby, wenn Sie bis dahin ausschließlich stillen.

 

Andere Menschen

Wenn es Sie bis jetzt eher mit Lächeln begrüßt hat, wird Ihr Kind ab dem vierten Monat mit Strampeln, Wedeln, Geräuschen und Mimik auf Ihre Anwesenheit reagieren. Auch im Umgang mit anderen wird es ab jetzt eher kritisch umgehen, man nennt diese Entwicklung das sogenannte „Fremdeln“. Hier hilft eine Eingewöhnungszeit mit fremden Personen, um die Unsicherheiten und Ängste Ihres Babys abzubauen. Wenn Sie oder Ihr Partner Ihr Kind dabei im Arm halten, wirken fremde Menschen weniger besorgniserregend und schon bald wird es auch Interesse an der fremden Person zeigen.

 

Pflege

Langsam kann es auch vorkommen, dass der Po Ihres Babys die Anstrengungen der Windeln zeigt. Das lässt sich durch gerötete Stellen erkennen, oft sieht die Region auch bereits gereizt und wund aus. Meistens hilft hier nur, für einige Zeit komplett auf Windeln zu verzichten. Zumindest sollten Sie einige Stunden einplanen, in denen Ihr Baby komplett ohne Windeln spielt. Zwar können Sie auch auf eine Wundsalbe zurückgreifen, doch die Unten-Ohne-Therapie wird Ihrem Baby besser tun als jede Salbe.

Fotocredit: Veronika Seppanen/Shutterstock.com

 

Keine Kommentare

Kommentarbereich ist geschlossen.