9. Monat: Verzichten Sie auf Lauflernhilfen!

9. Monat: Verzichten Sie auf Lauflernhilfen!

Auch im 9. Monat benötigt Ihr Kind nach wie vor viel Liebe und Zuneigung. Es nimmt bereits aktiv am Familienleben teil und möchte gerne noch mehr Aufmerksamkeit seiner Eltern und Geschwister.

Sie können die Interaktion Ihres Kindes mit seinen Mitmenschen fördern, indem Sie Ihren Sprössling aktiv an Ihrem Leben teilhaben lassen.

 

Entwicklung & Meilensteine

Ihr Kind schafft es langsam, seinen Spielzeugen und Alltagsgegenständen das richtige Wort zuzuordnen. Zwar kann es die Begriffe noch nicht wiederholen, aber es wird Ihnen auffallen, dass Ihr Kind bereits von selbst auf die Gegenstände schaut, wenn Sie es laut aussprechen. Nach und nach hören sich die Töne von Ihrem Kind immer mehr nach richtiger Sprache an und irgendwann wird es soweit sein, dass das erste Mal Mama oder Papa über die Lippen Ihres Kleinen kommt. Die Entwicklung Ihres Babys im 9. Monat ist aber noch von weiteren Meilensteinen im körperlichen sowie im geistigen Wachstum geprägt, z.B.:

  • Ihr Kind lernt, die Knie zu beugen
  • Ihr Kind kann sich aus dem Stand hinsetzen
  • Das Greifen: Gegenstände werden in ein Behältnis gesteckt und auch wieder herausgeholt
  • Selbstbestimmung und Selbstständigkeit nehmen zu
  • Ihr Baby äußert Wünsche und Bedürfnisse nun schon selbst
  • Ihr Baby lernt das Wort „Nein“ kennen
  • Ihr Kind erkennt seinen Namen
  • Ihr Baby plappert immer öfter Wörter und Halbsätze nach

 

Laufen lernen?

Es ist wichtig, dass Ihr Kind viel barfuß läuft. Nur so lernt es am schnellsten, sicher zu gehen. Sollte es zu kalt sein, sind weiche Krabbelschuhe mit einer weichen Sohle der ideale Begleiter. Damit kann sich die Muskulatur in den Füßen gut entwickeln. Über feste Schuhe sollte erst nachgedacht werden, wenn Ihr Baby wirklich gut laufen kann und sich sicher fühlt.

 

Aber ohne Lauflernhilfen!

Lauflernhilfe sind fahrbare Gestelle, mit denen sich bereits Babys fortbewegen können. Es gibt dabei zwei verschiedene Arten von Lauflernhilfen: Lauflernwagen und so genannte Gehfreis.

In einem Gehfrei, oft „Babywalker“ genannt, wird das Kind hineingesetzt und durch einen Gurt an seinen Beinen gehalten. Das Gerät ist rund um das Baby durch Rollen beweglich, so kann sich das Baby leicht fortbewegen. Babys haben in der Regel zu diesem Zeitpunkt der Entwicklung noch nicht die Fähigkeit zum Laufen. Aufgrund dessen nimmt es im Gehfrei keine physiologische Haltung ein und berührt den Boden meist nur mit seinen Zehenspitzen.

Sie sollten auf keinen Fall Ihr Baby in eine Gehhilfe hineinsetzen. Denn dadurch übt es nur einen schlechten Gang und nicht das Prinzip des Gehens selbst. In einigen Ländern sind diese Geräte sogar verboten. Verzichten Sie deshalb auf Lauflernhilfen und setzen Sie darauf, dass Ihr Baby sich an festen Möbeln in der Wohnung hochziehen kann und so das Stehen und Laufen selbst lernt, dabei trainiert und immer ausbaut.

Fotocredit: Olesia Bilkei/Shutterstock.com

 

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