Kind wird auf Läuse untersucht

Hausmittel gegen Läusebefall bei Kindern

Bewährte natürliche Mittel gegen Läuse

Ein Läusebefall ist gerade bei kleinen Kindern besonders häufig. Sie stecken die Köpfe viel öfter zusammen als später im Leben. Viele Eltern wollen dem Ungeziefer nicht gleich mit der Chemiekeule auf die Pelle rücken und greifen zuerst auf natürliche Hausmittel zurück. Wir haben die Tipps, mit welchen Hausmitteln Sie die Läuse loswerden.

Läusekamm

Selbst bei der chemischen Behandlung von Läusen wird die Verwendung eines Läusekamms empfohlen. Die besonders eng zusammengestellten Zinken holen das Ungeziefer, Larven und Eier aus dem Haar Ihres Kindes. Die Zinken haben einen Abstand zueinander, der nicht größer als 0,2 bis 0,3 mm beträgt. Erhältlich ist ein entsprechender Kamm aus Metall oder Kunststoff. Kunststoffkämme sind weicher, schmerzen nicht so sehr beim Durchkämmen und deren Farbe erleichtert das Erkennen von Läusen und Eiern. Dieser sollte täglich zum Einsatz kommen.

Feuchten Sie das Haar Ihres Kindes etwas an und tragen Sie Pflegespülung auf. So verlangsamen Sie die Läuse und können Sie leichter auskämmen. Scheiteln Sie das Haar Ihres Kindes und kämmen Sie vom Haaransatz aus Strähne für Strähne aus. Das Ergebnis wird mit einem Handtuch entfernt. Auf diese Weise lässt sich kontrollieren, ob Läuse und/oder Läuseeier erfasst wurden.

Der Läusekamm sollte für mindestens zwei Wochen täglich zum Einsatz kommen, um die frischgeschlüpfen Larven umgehend einzufangen.

Haarkuren

Sie können mit Lebensmitteln, die Sie üblicherweise zu Hause haben, Haarkuren zusammenstellen, die dem Läusebefall Ihres Kindes Beine machen.

Essigwasser hat eine lähmende Wirkung auf Läuse. Mischen Sie dafür einen Teil Essig mit zwei Teilen warmen Wasser. Lassen Sie die Mischung mindestens zehn Minuten auf dem Haar Ihres Kindes einwirken.

Danach bearbeiten Sie die Haare Ihres Kindes mit dem Läusekamm. Sobald Sie Läuse und Eier auf dem Haar Ihres Kindes finden, sollten Sie den Kamm ebenfalls in Essigwasser einlegen.

Auch Haarkuren mit Olivenöl bekämpfen den Läusebefall beim Kind wirksam. Wärmen Sie das Olivenöl erst an und tragen Sie es dann großzügig auf das Haar Ihres Kindes auf. Das Olivenöl sollte mindestens mehrere Stunden, besser Über Nacht, einwirken. Danach folgt auch beim Olivenöl die Behandlung mit dem Läusekamm.

Vaseline und Mayonnaise sind ebenso dafür bekannt, dass sie zum Ersticken der blutsaugenden Parasiten beitragen. Auch hiermit werden die Haare einbalsamiert, mit einer Plastikhaube abgedeckt und noch in ein Handtuch gewickelt. Diese „Anti-Läuse-Packung“ kann die ganze Nacht über auf den Haaren bleiben.

Läusebefall Prävention

Liegt ein Läusebefall in der Umgebung vor, hat Ihr Kind aber selbst noch keine Läuse, können Sie Shampoos mit Weidenrindenextrakt oder Kokosöl verwenden. Diese können dem Läusebefall vorbeugend wirken.

Ätherische Öle

Läuse mögenden  intensiven Geruch von  Citronella, Lavendel, Rosmarin oder Rosengeranie überhaupt nicht. Mischen Sie je zwei Tropfen mit Sojaöl oder Kokosöl und massieren Sie die Mischung intensiv in das Haar Ihres Kindes ein. Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie dem Nacken, den Schläfen und Ohren schenken. Hier fühlen sich Läuse aufgrund der angenehmen Temperatur besonders wohl. Anschließend wird eine Duschhaube darüber gezogen und in ein Handtuch gepackt. Das Ganze sollte mindestens eine Stunde einwirken. Für das Abwaschen wird eine große Menge Shampoo benötigt, dem am besten noch ein paar Tropfen Teebaumöl zugegeben werden.

Teebaumöl

Einfach können Sie auch ein Shampoo für Ihr Kind mit Teebaumöl mischen. Teebaumöl wirkt keimtötend und leicht desinfizierend, hemmt Entzündungen und lindert den Juckreiz. Mischen Sie dafür ein ph-neutrales herkömmliches Haarshampoo mit 10 Tropfen hochwertigen Teebaumöls. Arbeiten Sie das Shampoo intensiv in das Haar Ihres Kindes ein und lassen Sie es für mindestens 10 Minuten einwirken.

Teebaumöl kann auch der Wäsche zugegeben werden um die Läuse abzutöten. Mischen Sie 50 Tropfen Teebaumöl pro volle Waschladung in Ihr Waschmittel.

 

Autor: Redaktion/Kerstin

Fotocredit: riopatura/shuterstock.com

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