Bub kratzt sich am Kopf

So erkennen Sie Läuse bei Kindern

Die wichtigsten Anzeichen von Läusen

Kinder werden häufig von Läusen befallen. Das Ungeziefer löst Juckreiz und Hautreizungen aus. Woran Sie erkennen, dass Ihr Kind von Läusen befallen wurde.

Die Läuse gehen um

Sobald Sie erfahren, dass jemand in Ihrem näheren Umfeld, in der Schule oder in der Kindertagesstätte Ihres Kindes Kopfläuse hat, sollten Sie unbedingt regelmäßig überprüfen, ob sich die kleinen Blutsauger auch auf dem Kopf Ihres Kindes niedergelassen haben. Dies kann auch noch ein oder zwei Wochen nach dem Bekanntwerden des Vorfalls der Fall sein. Denn Läuse legen Eier und wenn diese Schlüpfen steigt auch wieder das Risiko eines Befalles bei Ihrem Kind.

Läuse jucken

Meist machen sich Kopfläuse durch auffälligen Juckreiz auf dem Kopf bemerkbar. Dieser entsteht dadurch, dass die Laus bei jeder Blutmahlzeit eine kleine Menge Speichel in die Kopfhaut spritzt. Dieses Sekret reizt die Haut und löst den Juckreiz aus. Ihr Kind muss sich kratzen.

Durch das Kratzen entstehen manchmal auch kleine Hautwunden, die sich entzünden und bakterielle Hautinfektionen verursachen können. Wenn Sie bei der Untersuchung des Kopfes entzündete Hautstellen bemerken, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Kinderarzt.

Wichtig zu wissen: Manche Kopfhaut ist dem Sekret gegenüber weniger empfindlich und es entsteht kein Juckreiz. Ist Ihnen also ein Befall von Läusen im Umfeld Ihres Kindes bekannt, überprüfen Sie die Kopfhaut regelmäßig, um sicherzustellen, dass Ihr Kind nicht befallen ist.

So finden Sie die Läuse

Um festzustellen, ob Ihr Kind Läuse hat, müssen die Haare und die Kopfhaut genau untersucht werden. Achten Sie besonders auf die Stellen hinter den Ohren, im Nacken und an den Schläfen, denn dort findet es Läuse besonders angenehm. Hier herrscht die optimale Temperatur für die Entwicklung ihrer Eier.

Beim reinen Durchsehen des Haarschopfes können die Kopfläuse aber leicht übersehen werden, besonders dann, wenn nur wenige davon auf dem Kopf sind. Man geht davon aus, dass bei der reinen Sichtkontrolle nur jeder dritte bis vierte Kopflausbefall entdeckt wird. Will man wirklich Sicherheit, empfiehlt sich das folgende Vorgehen:

Feuchten Sie die Haare Ihres Kindes an und tragen Sie einen Conditioner. Dieser verhindert, dass die Läuse davonlaufen können und erleichtert das Kämmen. Kämmen Sie das Haar mit einem sogenannten Läusekamm. Diese erhalten Sie in  der Apotheke. Kämmen Sie sorgfältig Strähne für Strähne. Bei dickeren Haaren empfiehlt es sich, zunächst mit einer entwirrenden Bürste durch die Haare zu gehen. Der Läusekamm sollte dann fest von der Kopfhaut bis zu den Haarspitzen durchgezogen werden. Streifen Sie den Kamm nach jeder Strähne auf einem Küchenpapier aus, um zu prüfen, ob er Läuse, Larven oder Läuseeier erfasst hat. Das erkennen Sie an einem rot-bräunlichen Film auf dem Küchenpapier. Dann haben Sie Läusekot gefunden.

Was sind Nissen?

Finden Sie auf dem Küchenpapier weißliche Läuseeier, deutet das auf einen früheren Läusebefall hin.

Sogenannte Nissen sind leere Eihüllen, die keine entwicklungsfähigen Eier mehr enthalten. Nissen schimmern weißlich. Da Läuseeier, aus denen noch Larven schlüpfen können, und leere Nissen manchmal schwer zu unterscheiden sind, gilt als Grundregel: Läuseeier, die weiter als einen Zentimeter von der Kopfhaut entfernt gefunden werden, sind in der Regel leer. Von ihnen geht keine Ansteckungsgefahr mehr aus.

Das erklärt sich folgendermaßen: Kopfläuse legen ihre Eier 1 bis 2 Millimeter von der Kopfhaut entfernt ab, die Larven schlüpfen nach 6 bis 10 Tagen und das Haar wächst etwa 10 Millimeter im Monat. Wenn sich also ein Läuseei bereits mehr als 10 Millimeter von der Kopfhaut entfernt hat, ist die Larve längst geschlüpft und die Eihülle ist leer.

 

Autor: Redaktion/Kerstin

Fotocredit: Jesse Davis/shutterstock.com

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