Baby an Bord – Welcher Fahrradanhänger eignet sich für den Nachwuchs?

Baby an Bord – Welcher Fahrradanhänger eignet sich für den Nachwuchs?

Das Fahrrad gehört in Österreich zu den beliebten Fortbewegungsmitteln in der Freizeit. Laut dem Statistik-Portal Statista  nutzen 27 Prozent der Österreicher das Rad mehrmals pro Woche, um sich an der frischen Luft zu bewegen. Wenn Sie dabei ein Baby oder Kleinkind mitnehmen wollen, ist ein Fahrradanhänger eine gute Alternative zum Kindersitz.

 

Was ist beim Kauf eines Fahrradanhängers zu beachten?

Eignung: Ein Blick auf die Anhängereigenschaften ist essenziell

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Selbst wenn Ihr Nachwuchs schon mit dem  Lauf- oder Dreirad unterwegs ist, können Sie ihn auf längeren Strecken mit Ihrem Fahrrad transportieren. Dafür empfiehlt sich ein Fahrradanhänger, der für den Personentransport geeignet ist. Kinder-Fahrradanhänger bieten modellabhängig Platz für ein oder zwei Kinder. Den genauen Einsatzzweck sowie Gewichtsbeschränkungen lesen Sie am besten in den Herstellerangaben nach.

Im Gegensatz zu einem Lastenanhänger sind Fahrradanhänger für Kinder gut gefedert. Das verhindert unangenehme Erschütterungen, wenn die Räder Steinchen oder andere kleine Hindernisse überrollen. Bei den Produkten wählen Sie zwischen:

  • Modellen mit einem oder zwei Rädern
  • einfachen oder multifunktionalen Ausführungen
  • Varianten mit Rahmen-, Sattelstütz- oder Hinterradachsklemme

Achten Sie darauf, ausschließlich hochwertige und sichere Fahrradanhänger zu kaufen. Diese erkennen Sie an der DIN-Norm EN 15918.

 

Ausstattung: Große Räder bieten mehr Fahrkomfort

Wählen Sie einen Fahrradanhänger mit großen Reifen, profitiert Ihr Kind von einem hohen Fahrkomfort. Luftreifen punkten mit ihrer guten Dämpfung und der hohen Laufruhe. Damit ein zweirädriger Anhänger im Ernstfall schnell und sicher zum Stehen kommt, besitzen hochwertige Modelle eine Feststellbremse, die beide Räder gleichzeitig abbremst.

 

TIPP: Eine leicht zu öffnende und zu schließende Frontabdeckung am Kinder-Fahrradanhänger dient als Sonnen-, Regen- und Windschutz für Ihren Nachwuchs.

 

Sicherheit: Gurt oder Schutzbügel sind sinnvoll

Achten Sie darauf, dass sich Ihr Kleinkind beim Fahren nicht aus dem Fahrradanhänger beugen kann. Um das zu verhindern, sind hochwertige Modelle mit einem einfachen Gurt oder einem Fünf-Punkt-Gurt ausgestattet. Alternativ finden Sie Fahrradanhänger mit einem Sicherheitsbügel aus gepolstertem Kunststoff.

 

TIPP: Zu den wichtigen Sicherheitsvorkehrungen beim Transport des Kindes im Fahrradanhänger gehört die richtige Kleidung. Verzichten Sie bei Ihrem Nachwuchs auf einen Schal oder ein langes Halstuch. Hängt das Accessoire aus dem Anhänger und gerät in die Radspeichen, drohen Ihrem Kind Verletzungen und im schlimmsten Fall sogar Erstickungsgefahr.

 

Sind Fahrradanhänger fürs E-Bike geeignet?

Das E-Bike gilt rechtlich als Fahrrad. Dementsprechend dürfen Sie damit auch Ihren Nachwuchs in einem Fahrradanhänger ziehen. Zu beachten ist, dass das E-Bike den Ausstattungsbestimmungen der Straßenverkehrsordnung entspricht.

 

 

Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind nicht versehentlich an die Speichen des Fahrrads gelangt. Diese können Sie mit einer Plane oder einem geeigneten Netz abdecken. Weitere Voraussetzungen für ein Fahrrad oder E-Bike mit Fahrradanhänger, sind:

  • eine Gangstufe, mit der Sie bei einer Kurbelumdrehung höchstens vier Meter zurücklegen
  • Fahrradständer
  • hohe Zuladung
  • Montagesystem für den Anhänger

Mehrere Hersteller weisen direkt darauf hin, welche Räder und E-Bikes aus ihrem Sortiment für das Ziehen von Fahrradanhängern geeignet sind.

 

Ab welchem Alter können Kinder im Fahrradanhänger fahren?

Klare gesetzliche Vorschriften, ab wann Sie Ihren Nachwuchs in einem Fahrradanhänger mitnehmen können, gibt es leider nicht. In den Herstellerangaben steht oftmals ein Mindestalter von zwei Monaten. Eine Untersuchung der Hochschule Karlsruhe ergab, dass die Fahrt im Fahrradanhänger auch Neugeborene nicht belastet. Jedoch empfiehlt es sich, auf eine moderate Geschwindigkeit zu achten.

Bis zu welchem Alter Ihr Kind im Fahrradanhänger mitfahren kann, hängt von Größe und Maximalbelastbarkeit Ihres Modells ab. In hochwertigen Ausführungen transportieren Sie Kinder bis zum fünften Lebensjahr.

 

Welche Touren können mit dem Fahrradanhänger gefahren werden?

Mit einem Kinder-Fahrradanhänger können Sie Ihr Baby oder Kleinkind auch auf längeren Radtouren sicher mitnehmen. Vorzugsweise eignen sich die Modelle, wenn Sie auf befestigten Straßen unterwegs sind.

 

Braucht der Nachwuchs im Fahrradanhänger einen Helm?

Bis zu ihrem zwölften Geburtstag müssen Kinder, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, einen Helm tragen. Das gilt, wenn sie selbst mit dem Rad unterwegs sind oder im Fahrradanhänger mitfahren. Die Verantwortung dafür, dass diese Radhelmpflicht eingehalten wird, tragen Sie als Aufsichtsperson.

 

Fahrradanhänger oder Fahrradsitz – Was ist besser für Ihr Kind?

Ob Sie einen Kinder-Fahrradsitz oder einen Kinder-Fahrradanhänger nutzen, um Ihren Nachwuchs zu transportieren, hängt maßgeblich von Ihren individuellen Vorlieben ab. Hinsichtlich des Komforts gibt es zwischen beiden Varianten kaum Unterschiede. Kann Ihr Kind noch nicht allein aufrecht sitzen oder legen Sie auf hohe Sicherheitsstandards Wert, sollten Sie sich für den Fahrradanhänger entscheiden. Berücksichtigen Sie bei Montage und Nutzung die gesetzlichen Bestimmungen und die Herstellerangaben.

 

Bild: Sujets – pixabay/Aurelie Luylier, You’re Welcome!(oben); pixabay/Anrita (Mitte)

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