Bäuerchen beim Baby

Bäuerchen beim Baby

Egal, ob Sie Ihr Kind stillen oder mit der Flasche ernähren, das Kind schluckt mit der Nahrung immer etwas Luft mit. Mal mehr, mal weniger. Auch, wenn das Kind zwischendurch schreit, wird in großer Menge Luft aufgenommen.

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Da ein Baby noch nicht in der Lage ist, die Luft allein wieder loszuwerden, benötigt es Ihre Unterstützung. Achten Sie darauf, dass Sie Ihr Baby nicht ohne ein Bäuerchen zu Bett legen. Aber erzwingen Sie es nicht. Es gibt verschiedene Methoden ein Kind beim Aufstoßen zu unterstützen. Sie müssen leider individuell herausfinden, was bei Ihrem Kind am besten hilft, da gibt es kein Patentrezept.

 

Die Wahl der richtigen Position unterstützt Ihr Baby beim Aufstoßen.

Sehr viele Eltern nehmen Ihr Kind auf den Arm und bieten dem Kind so die Möglichkeit über Ihre Schulter hinweg ein Bäuerchen zu machen. Das Kind wird mit dem Arm unter dem Po abgestützt. In dieser Haltung können Sie das Aufstoßen durch sanftes klopfen oder reiben des Rückens unterstützen. Da viele Kinder mit der Luft auch ein wenig Milch mit herausbringen, empfiehlt es sich, dass Sie ein Tuch auf die Schulter legen, um Ihre Kleidung zu schützen. Eine weitere Art, das Kind zum Rülpsen zu bringen, ist der sogenannte Fliegergriff. Dabei wird das Kind, mit dem Bauch nach unten, auf dem Unterarm gehalten. Auch in dieser Position kann ein leichtes Klopfen den Prozess beschleunigen. Gedulden Sie sich etwas. Verweilen Sie in der gewählten Position etwa fünf bis zehn Minuten.

 

Bäuerchen

Auch im Sitzen kann Ihr Baby beim Aufstoßen unterstützt werden. Nehmen Sie das Kind auf den Schoß und beugen Sie es leicht nach vorn. Das Kinn liegt in Ihrer Hand. Bei manchen Kindern kommt das Bäuerchen ganz schnell, bei anderen nicht. Wenn auch nach zehn Minuten kein Erfolg zu erkennen ist, können Sie das Kind ruhig schlafen legen. Wenn die Luft weiter wandert und Ihr Kind quält, wacht es wieder auf, und Sie können einen neuen Versuch starten. Zum Teil wandert die Luft aufgrund des unreifen Verdauungssystem des Babys weiter und kann zu Blähungen führen. Bei einigen Kindern wird die Luft mit einem Schluckauf aus dem Körper heraus befördert. Gibt das Kind die überschüssige Luft nicht ab, kann dies zu Erbrechen führen. Von Erbrechen spricht man, wenn die abgegebene Menge das Maß eines Esslöffels übersteigt. Ist die Menge geringer, nennt man dies Spucken.

 

Pförtnerkrampf – krankhaftes Erbrechen

In selten Fällen erkranken Kinder an einer Krankheit namens Pförtnerkrampf– krankhaftem Erbrechen. Dabei wird die aufgenommene Menge Nahrung im hohen Bogen wieder erbrochen. Die Erkrankung tritt frühestens im Alter von sechs Wochen auf. Das krankhafte Erbrechen erfolgt wiederholt etwa zwanzig Minuten nach der Nahrungsaufnahme. Beobachten Sie derartige Symptome, sollten Sie Ihren Kinderarzt aufsuchen und sich eingehend beraten lassen.

 

Ein Spuckfleck auf der Bluse oder dem Anzug ist sehr ärgerlich. Besonders dann, wenn man unterwegs ist, und sich nicht umziehen kann. Ein Tipp aus Großmutters Trickkiste ist Natron. Grobe Reste wischen Sie zunächst mit einem Tuch ab. Danach tauchen Sie ein angefeuchtetes Tuch in ein wenig Natron und betupfen damit den Fleck. Nach dem Trocknen ist der unangenehme Geruch und der mögliche Fleck ist verschwunden.

 

Autor: Dr. Brigitte Hübner

Fotocredit: Karniewska, ravipat /Shutterstock.com

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