Kleinkind wird geimpft

Diese Impfungen stehen im Mutter-Kind-Pass

Impfungen für Babys und Kleinkinder

Kaum auf der Welt geht das Pieksen schon los. Im Mutter-Kind-Pass wird ein Betreuungsplan für die Impfungen im Leben Ihres Kindes vorgeschlagen.  Welche Impfungen auf Ihr Kind zukommen und welche gängigen Reaktionen es gibt, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

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Was ist eine Impfung

Durch die Impfung werden dem Körper abgetötete oder abgeschwächte Krankheitserreger zugeführt. Der Körper produziert gezielte Antikörper, die Krankheit bricht aber nicht aus. . Mit der Impfung wird demnach eine natürliche Infektion nachgeahmt, man kann sie auch als vorgezogene und kontrolliert verlaufende Infektion ansehen. So bauen wir eine Immunität gegenüber dem Krankheitserreger auf. Je nach Art des Impfstoffes besteht der Immunschutz über Jahre, oftmals für das ganze Leben.

Zur Vorsicht sollten nach einer Impfung wie bei einer ganz leichten Infektion, z.B. einem Schnupfen, alle außergewöhnlichen Belastungen vermieden werden.

Das Immunsystem soll Gelegenheit haben, eine gute Abwehr gegen den Erreger aufzubauen. Dafür braucht es auch ein wenig Zeit. Nach etwa zwei Wochen ist der Impfling dann gegen die jeweilige Krankheit geschützt.

Impfung gegen Rota-Virus

Ab der sechsten Woche kann in Form einer Schluckimpfung gegen Rota-Viren geimpft werden. Sie sollten die Impfung bis spätestens zur 12. Woche begonnen haben, da sie zwei-, bis dreimal wiederholt werden muss. Der Mindestabstand zwischen jeder Dosis beträgt vier Wochen.

Rotaviren sind eine der häufigsten Ursache für Durchfälle und Erbrechen bei Kindern. Vor allem bei Säuglingen kann ein großer Flüssigkeitsverlust schnell zu einer gefährlichen Austrocknung führen. Um dies zu vermeiden, wird allen Säuglingen möglichst früh die vorbeugende Schluckimpfung gegen Rotaviren empfohlen.

Nach der Impfung kommt es bei manchen Babys vor, dass sie Fieber und/oder Durchfall bekommen. Gelegentlich wurden nach der Impfung eine Erkältung, Bauchschmerzen oder Blähungen beobachtet. Selten bis sehr selten können Nebenwirkungen wie Blutbeimengungen im Stuhl, Hautausschlag oder eine Mittelohrentzündung auftreten.

 

Diese Impfungen stehen im Mutter-Kind-Pass

Die Sechsfach-Impfung

Zwischen dem dritten und vierten Lebensmonat bekommt Ihr Baby die erste Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hämophilus B, Polio, Hepatitis B und Pneumokokken. Diese muss nach zwei Monaten und danach innerhalb von sechs bis zwölf Monate noch einmal wiederholt werden. Nach dem zweiten Geburtstag gibt es bis zum sechsten Geburtstag gibt es noch drei weitere Impftermine.

Nach der Impfung kommt es durch die Anregung der körpereigenen Abwehr häufig zu einer Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle, die auch weh tun kann. Ebenso können in den ersten drei Tagen nach der Impfung Fieber, Schläfrigkeit, unruhiger Schlaf oder Magen-Darm-Beschwerden, wie zum Beispiel weniger Hunger oder Durchfall, auftreten. Solche Impfreaktionen klingen in der Regel nach ein bis drei Tagen wieder ab. Grundsätzlich sind Nebenwirkungen bei der Sechsfach-Impfung selten.

Empfohlene Impfungen vor dem ersten Geburtstag

Folgende Impfungen werden bei Indikation ebenfalls empfohlen, sind aber nicht verpflichtend: Meningokokken C, die Grippeimpfung, FSME, Varizellen (Windpocken) und Hepatitis A.

Mumps, Masern, Röteln

Im 14. Lebensmonat Ihres Kindes wird zum ersten Mal gegen Mumps, Masern, Röteln geimpft. Diese Krankheiten gelten aufgrund der regen Impfungen als beinahe ausgerottet. Es folgt noch eine zweite TeIlimpfung im zweiten Lebensjahr.

Nebenwirkung der MMR-Impfung kann eine Schwellung an der Einstichstelle sein. Etwa ein bis zwei Kinder von 10 reagieren mit Fieber, bei zwei bis vier Kindern von zehnzeigen sich rote Hautflecken oder eine Schwellung der Speicheldrüsen. Sofern diese Reaktionen auftreten, zeigen sie sich meist 7 bis 12 Tage nach der Impfung.

Nach dem zweiten Geburtstag folgen nur noch Auffrischungen und zusätzliche Impfungen im Bedarfsfall. Einer der Fälle ist zum Beispiel die Impfung gegen Hepatitis B sobald Ihr Teenager sexuell aktiv wird.

 

Autor: Redaktion/Kerstin

Fotocredit: Photographee.eu, Chompoo Suriyo /shutterstock.com

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