kleines Kind mit Storchenbiss

Storchenbiss und Blutschwamm (Hämangiom) beim Baby

Der Storchenbiss und der Blutschwamm, auch Hämangiom, bezeichnet Hautveränderungen, welche beim Säugling relativ häufig auftreten und nicht miteinander zu verwechseln sind. Sie sind in der Regel harmlos und überhaupt nicht besorgniserregend und verschwinden im Normalfall von alleine wieder – ansonsten kann auch nachgeholfen werden. Beinahe jedes zweite Neugeborene weist in den ersten Lebensmonaten einen roten, scharf begrenzten Hautfleck, meist im Bereich des Kopfes auf. Dabei handelt es sich in der Regel um ein so genanntes Feuermal, das im Volksmund auch Storchenbiss genannt wird. Meistens vergeht diese Hautrötung von selbst im ersten Lebensjahr. Es sieht aus, als hätte der Storch das Kind mit dem Schnabel hier gehalten – daher kommt auch der Name Storchenbiss. Ursache dieser Flecken sind erweiterte Blutgefässe; typisch ist die Intensivierung der Farbe bei verstärkter Durchblutung, wie durch Aufregung oder beim Schreien.

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Storchenbiss nicht zu verwechseln mit Blutschwamm (Hämangiom)

Nicht verwechselt werden sollte er mit dem Blutschwamm (Hämangiom), einem gutartigen Gewächs der Blutgefäße, das nicht flach ist, sondern meist etwas über das Hautniveau herausragt. Man unterscheidet zwischen einzelnen Hämangiomen und der Hämangiomatose, bei der mehrere Hämangiome gleichzeitig vorkommen. Blutschwamm kann überall auftreten und erscheinen meist als bläulich bis rötliche Verfärbung. Sie kommen an der gesamten Körperoberfläche, vor allem jedoch an Kopf und Hals, und auch an inneren Organen vor; hier vor allem in der Leber. Hämangiome sind meist angeboren, zeigen unterschiedliche Wachstumstendenzen und bilden sich zum Teil von alleine wieder zurück. Ab wann es zu einer Spontanrückbildung kommen wird, läßt sich allerdings in keinem Fall sicher vorhersagen. Selbst mehrere Hämangiome am selben Kind verhalten sich individuell unterschiedlich. Weiters lässt sich auch die Ursache für den Blutschwamm nicht genau definieren.

 

HämangiomDie Ursachen für die Entstehung von Hämangiomen (Blutschwamm) sind nämlich immer noch unbekannt, eine hormonelle Steuerung wird jedoch vermutet; auch genetische Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen. Vor einigen Jahren konnten immunhistochemisch Wachstumsfaktoren nachgewiesen werden, deren Stellenwert noch nicht endgültig feststeht. Bis auf die kosmetischen Beeinträchtigungen bringt der Blutschwamm und auch der Storchenbiss keine weiteren Beschwerden mit sich. Üblicherweise ist deshalb auch keine Therapie erforderlich, da der Spontanverlauf gutartig ist und nach Therapie häufiger Komplikationen (Narbenbildungen) auftreten können. Auf jeden Fall sollte bei einer sichtbaren Größenzunahme stets ein Facharzt konsultiert werden. Sollte es nämlich zu keiner Rückbildung kommen, gibt es die Möglichkeit mittels Operation, Kältebehandlung oder Laser die betroffenen Hautstellen zu therapieren. Eine Strahlentherapie ist grundsätzlich abzulehnen. Vorteilhaft ist die Laserbehandlung aufgrund des besten kosmetischen Ergebnisses. Von Nachteil ist, dass die Behandlung in der Regel in mehreren Sitzungen durchgeführt werden muss, damit es nicht durch eine zu hohe Energiedichte zu Verbrennungen kommt und sie obendrein aufgrund seiner größeren Eindringtiefe und den damit verbunden Schmerzen unter Narkose durchgeführt werden muss.

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Autor: Redaktion / Katrin

Fotocredit: Hilman Kamaruzzaman, komokvm /shutterstock.com

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