Baby sitzt am Schoß der Mutter und schaut aus Flugzeugfenster

Fliegen mit Baby

Denkt man über das Thema fliegen mit Baby nach, steht entweder der Besuch bei Familie und Freunden oder der nächste Urlaub bevor. Die erste Frage, die sich den Eltern meist dann stellen, ist die Frage, ab welchem Zeitpunkt das Fliegen mit Baby weitgehend unbedenklich ist. Die meisten der Fluggesellschaften schreiben ein Mindestalter von 2 Wochen vor. Doch in Hinblick auf die Gesundheit und das noch sehr empfindliche Immunsystem des Babys, rät man in der Regel mindestens bis zum 3. oder 5. Lebensmonat zu warten. Besonders dann, wenn eine längere Flugreise geplant wird. Zu diesem Zeitpunkt ist das Baby schon etwas weiter entwickelt und hat bereits die ersten Schutzimpfungen gut überstanden. Dennoch sollte man sich, wenn man den Urlaub plant, genau überlegen ob eine Fernreise mit mehreren Stunden Flugzeit wirklich nötig ist. Denn sofern das Baby während des Flugs nicht schläft, kann das Fliegen mit Baby auf Dauer sehr anstrengend werden. Von einer Reise mit einem Baby in ferne tropische Länder ist prinzipiell abzuraten. In diesen Ländern sind die hygienischen Bedingungen weit hinter den europäischen Standards, dies kann mitunter sehr problematisch werden. Ebenso ist das Risiko an Durchfallerkrankungen oder sonstigen Infektionen zu erkranken sehr hoch. Doch egal wie lang man mit dem Baby fliegen wird, ist der Besuch des Kinderarztes vorab sehr zu empfehlen. Dieser kann feststellen, ob das fliegen mit Baby für das eigene Kind unbedenklich ist. Mit dem behandelnden Arzt können zudem die Vor- und Nachteile verschiedener Reiseziele besprochen werden, zum Beispiel wenn für den bevorstehenden Urlaub verschiedene Optionen bestehen. Ebenso erhält man beim Kinderarzt Empfehlungen und Hinweise zur Zusammenstellung der Reiseapotheke. Ist ein Baby von Natur aus sehr unruhig kann man mit dem Kinderarzt zudem über die Möglichkeit sprechen, zur Beruhigung homöopathische Medikamente während des Fluges einzusetzen.

 

Wissenswertes rund um Fliegen mit Baby

Viele Fluggesellschaften bieten für Eltern mit Baby spezielle Sitzplätze in vorderen Teil des Flugzeugs an. Diese bieten mehr Platz und Bewegungsfreiheit. Einige der größeren Fluggesellschaften bieten für Babys zudem spezielle Sitze mit installierten Babyschalen oder für kleine Babys gesonderte Babybettchen für die Dauer des Fluges an. Damit man über genug Bewegungsfreiheit verfügt, sollte man dies direkt bei der Flugbuchung berücksichtigen. Bei Unsicherheiten sollte man sich vorab ausführlich bei der jeweiligen Fluggesellschaft erkundigen. Um zusätzlichen Stress zu vermeiden, lohnt sich beim Fliegen mit Baby den Vorabend-Check-In oder den Pre-Boarding-Service in Anspruch zu nehmen. Wie der Name schon sagt checkt man entweder bereits am Vorabend ein oder man ist beim Boarding unter den ersten Passagieren, die das Flugzeug betreten. Einige Fluggesellschaften bieten für noch mehr Komfort einen sogenannten Buggy-Service an. Dabei kann man den Kinderwagen bis zum Gate mitführen, wo er dann vom Bodenpersonal beim Abflug in Empfang genommen, ebenso erhält man ihn bei Ankunft im Zielflughafen am Gate wieder zurück.

 

Fliegen mit Baby

Praxis-Tipps für Flüge mit einem Baby

Damit man für das Fliegen mit Baby gut gerüstet ist, kann man den Inhalt der normalen Wickeltasche, mit Ersatzwindeln und Feuchttüchern, schon gut als Ausgangspunkt nehmen. Man sollte jedoch darauf achten, dass diese keine spitzen Gegenstände wie Scheren oder Nagelfeilen enthält. Aufgrund der Klimaanlage sollte man beim Fliegen mit Baby das Kind im Zwiebellook kleiden. So kann die Körpertemperatur schnell über An- und Ausziehen geregelt werden. Ein kleine Schmusedecke sowie das Lieblingskuscheltier sollten im Handgepäck ebenfalls nicht fehlen. Darüber hinaus ist es ratsam Kleidung zum Wechseln einzupacken, manche Kinder spucken beim fliegen oder bekleckern sich, dazu kommt ein Beutel für Schmutzwäsche und gebrauchte Windeln, kleine Knabbereien und Spielzeug für zwischendurch. Je nach Fluggesellschaft dürfen für Babys auch Nahrung, Medikamente und Getränke im Handgepäck mitgeführt werden. Man sollte sich nach den genauen Bestimmungen jedoch vorab genau erkundigen, dies gilt auch für das Gewicht des Handgepäcks. Beim Fliegen mit Baby sollte man beim Packen des Handgepäcks immer auch daran denken, das der Koffer am Zielort nicht auftauchen könnte. Dies ist besonders wichtig, wenn zwischendurch die Maschine gewechselt wird. Daher sollte man ausreichend Windeln, etc. mitnehmen. Damit der Flug für Eltern und Baby so angenehm und stressfrei wie möglich verläuft, sollte man sich besonders bei längeren Flügen für einen Nachtflug entscheiden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Baby dann die meiste Zeit schläft ist damit erhöht. Zudem sollte einem Baby beim Start und bei der Landung des Flugzeuges etwas zum Trinken oder ein Schnuller gegeben werden. Auf diese Weise wird der Druckausgleich erleichtet. Abschwellende Nasentropfen können ebenfalls diesen Prozess unterstützen. Mit einer genauen und entsprechenden Vorbereitung kann das Fliegen mit Baby für alle Familienmitglieder gut bewältigt werden.

 

Für den schnellen Überblick eine kleine Checkliste zum Thema Fliegen mit Baby

 

  • Gesundheitscheck beim Kinderarzt
  • Babys rechtzeitig impfen lassen
  • Reiseapotheke zusammenstellen
  • Überlegte Auswahl des Reiseziels
  • Tropische Länder, sofern möglich, weitestgehend meiden
  • Bereits bei der Buchung einen speziellen Sitzplatz für Eltern mit Baby buchen
  • Nachtflüge bevorzugen
  • Wechselkleidung, Kuscheltier und altersgerechtes Spielzeug einpacken
  • Ausreichend Windeln und Feuchttücher mitnehmen
  • Vorab über die Bestimmungen zur Mitnahme von Babynahrung und Getränken erkundigen
  • Möglichkeiten zum Vorabend-Check-In und zum Pre-Boarding nutzen
  • Ruhig bleiben, dies entspannt das gesamte fliegen mit Baby

 

Fotocredit: Odua Images, Romrodphoto /shutterstock.com

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