Ist mein Kind zu verwöhnt?

Ist mein Kind zu verwöhnt? Diese Frage regt Eltern untereinander immer wieder zu heißen Diskussionen an. Während die einen fest davon überzeugt sind, dass man Kinder gar nicht zu viel verwöhnen kann, gehen andere davon aus, dem Nachwuchs so früh als möglich zeigen zu müssen, dass man im Leben nichts geschenkt bekommt. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die Anlass für Streit zwischen Mama und Papa oder zwischen verschiedenen Elternpaaren geben: verlängerte Fernsehzeiten, erhöhtes Taschengeld oder einfach die Tatsache, dass man dem Kind alles hinterherräumt und versucht, ihm jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Doch es gibt einen Ausweg aus diesem Dilemma:

Gemeinsame Regeln und abgesprochene Vorgehensweisen

Bei der Beschäftigung mit der Frage „Ist mein Kind zu verwöhnt?“ leiden Mutter und Vater oft am meisten. Gegenseitige Beschuldigungen und Vorwürfe bezüglich der Kindererziehung können doch sehr an den Nerven nagen. Immerhin versucht man stets, sein Bestes zu geben. Damit aus den Diskussionen darüber, ob das Kind zu verwöhnt ist, kein Frust und Streit zwischen den Partnern wird, sind fixe Regeln und eine gute Organisation von Nöten. Die Eltern müssen sich miteinander absprechen und sich überlegen, wie sie die Kindererziehung handhaben möchten. Wichtig ist dabei, konsequent zu bleiben und auch dann nicht nachzugeben, wenn der andere Elternteil gerade nicht in Reichweite ist. Natürlich ist es oft sehr schwierig, stark zu sein, viele Mamas und Papas müssen lernen, über ihren eigenen Schatten zu springen. Dafür bleiben Ihnen aber zahlreiche Auseinandersetzungen erspart, die sich damit beschäftigen, dass das Kind zu verwöhnt ist.

Zu viel Verwöhnung schadet dem Kind

Grundsätzlich raten Experten, ein Kind nicht zu sehr zu verwöhnen. Zwar mag es auf den ersten Blick so erscheinen, als ob man seinem Schatz damit etwas Gutes tun würde, in Wahrheit trifft das aber ganz und gar nicht zu. Wer seinem Kind – quasi auf Befehl – jeden Wunsch erfüllt, beeinflusst die Entwicklung negativ. Die Kleinen lernen so nämlich nicht, dass man auf bestimmte Dinge warten muss oder dass man manche Dinge nur dann bekommt, wenn man im Gegenzug etwas dafür tut. Außerdem nehmen Sie Ihrem Kind dadurch die Chance, das Gefühl der Vorfreude zu erfahren. Wer die Frage „Ist mein Kind zu verwöhnt?“ mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet, sollte sich darauf einstellen, es später mit einem unzufriedenen Teenager zu tun zu haben. Erwachsene, die als Kind verwöhnt wurden, haben oft unrealistische Vorstellungen vom Leben und wissen in vielen schwierigen Situationen nicht, wie man sich verhalten sollte. Ersparen Sie Ihrem Schatz diese negativen Erfahrungen und üben Sie sich in Konsequenz. Sie werden sehen, dass es für Sie und Ihr Kind sehr förderlich ist.

Fotocredit:  Twin Design/Shutterstock.com

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