Rituale sind für Kinder wichtig

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Rituale sind für Kinder wichtig

Rituale stellen durch ein wiederkehrendes Prinzip Ordnung im Lebensalltag her. Menschen schätzen sie besonders in Übergangsphasen, wenn sie ihnen durch die Anforderungen des Alltags helfen. Die heutige Zeit bietet immer neue Impulse und ständige Veränderung der Umstände. Patchwork-Familien, berufstätige Mütter oder alleinerziehende Elternteile verschieben die Familiensituation grundlegend. Mahlzeiten gemeinsam einzunehmen, stellt keine Selbstverständlichkeit mehr dar. Kinder, die in der heutigen Zeit aufwachsen, benötigen daher Rituale dringender denn je. Rituale schaffen für Kinder einen vertrauten Tagesablauf, der Geborgenheit vermittelt. Darüber hinaus stärken gemeinsame Familienrituale den Zusammenhalt und stabilisieren so die Familie.

 

Warum sind Rituale wichtig für Kinder?

Rituale beeinflussen die Entwicklung von Kindern in positiver Art und Weise. Sie

  • setzen Grenzen und Regeln,
  • bewältigen Krisen durch Ordnung und Orientierung,
  • fördern die Selbstständigkeit,
  • reduzieren Ängste,
  • unterstützen beim Lernen und bei der Konzentration und
  • vermitteln Geborgenheit.

Aufgrund der vielfältigen Vorteile zeigen sich Psychologen von dem Nutzen von Ritualen überzeugt. Experten raten zur Integration von zwei bis drei Tagesritualen, dazu Wochen- und Jahresrituale. Ein Tagesritual stellt die gemeinsame Mahlzeit am Tag, ein gemeinsames Spiel, ein Einschlaflied oder eine Gutenachtgeschichte vor dem Schlafen dar. Einen wichtigen Aspekt bei Familienritualen bildet der Spaßfaktor. Alle Familienmitglieder, vor allem die Kinder erfreuen sich an den Ritualen. Einmalige Abweichungen stellen kein Problem dar, denn sonst wirken die Rituale erzwungen und leblos.

 

Tipps für Rituale mit Kindern

Rituale, die den Start in den Tag erleichtern, erweisen sich als wichtig im täglichen Alltag von Kindern. Stress und Hektik vermeiden Familien mit Kindern am besten, indem sie den Tag rechtzeitig beginnen. Eine Möglichkeit für ein Guten-Morgen-Ritual stellt das gemeinsame Kuscheln im Bett der Eltern vor dem Aufstehen dar. Eine weitere Option bildet das Wecken der Kinder mit einem Aufstehlied. Ein gemeinsames Frühstück an einem liebevoll gedeckten Tisch gestaltet den Tagesbeginn schöner.

Mit Nachtritualen kommen Kinder zur Ruhe nach den Aktivitäten und Aufregungen des Tages. Besonders kleine Kinder benötigen die Entspannung vor der Nacht, um die mannigfaltigen Eindrücke des Tages zu verarbeiten. Läuft der Abend jeden Tag nach einem bestimmten Muster ab, finden die Kleinen Sicherheit und Entspannung. Bei der Gestaltung des Abends helfen das Vorlesen von Geschichten, das Hören von Musik oder auch das Kuscheln mit einem Kuschelbär. Explizite Entspannungsübungen anzuwenden, erweist sich als weitere hilfreiche Option. Ein Gutenachtlied oder ein Gebet vermittelt dem Kind Schutz und Geborgenheit.

Die richtige Anwendung von Ritualen besteht in der Dynamik derselben. Eltern passen Rituale auf die Bedürfnisse ihrer Kinder an. Sie orientieren sich an Alter und Charakter der Kinder. Geschichten, die einst die Eltern vorlasen, lesen sie gemeinsam mit ihren Kindern, wenn diese in die Schule gehen.

Autor: Redaktion / Ernst

Fotocredit: Alex Tihonovs/Shutterstock.com

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