mutter redet mit tochter

Themen vor dem ersten Schultag

Vorbereitung auf die Einschulung

Der erste Schultag ist für alle Kinder und deren Verwandtschaft etwas ganz Besonderes. Die Aufregung steigt mit jedem Tag, doch manchmal auch die Besorgnis und die Angst. Die folgenden Themen sollten Sie mit Ihrem Kind besprechen, bevor der erste Schultag kommt.

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„Du darfst auch Fehler machen“

Viele Kinder erlegen sich selbst sehr viel Druck auf, weil sie jetzt „groß“ sind. Auch die Aussagen mancher Verwandter „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens“ sind wenig hilfreich. Ihr Kind denkt, in der Schule müsse immer alles perfekt sein und ungehorsam und laut sein, ist nicht erlaubt.

Sie sollten Ihrem Kind klar machen, dass auch die Schule, wie der Kindergarten, ein Ort ist, an dem es gemeinsam mit anderen Kindern und dem Lehrer Spaß haben wird.

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„Jeder Mensch ist anders“

Ab einem Alter von sechs Jahren bekommen Kinder ein Gespür für Unterschiede in Menschen. Wurden diese bisher ignoriert oder gar nicht wahrgenommen, werden sie in den nächsten Monaten und Jahren vermehrt zu Problemen führen.

Sie sollten Ihrem Kind erklären, dass es in Ordnung ist, anders zu sein. Auch wenn das in der Klasse manchmal nicht so erscheint.

 

Themen vor dem ersten Schultag

„Du musst nicht alles gleich können“

Manche Kinder kopieren den Perfektionsdrang der Eltern und erwarten von sich selbst immer alles gleich perfekt zu machen. Das wird in der Schule nicht gelingen. Sie sollten Ihr Kind darauf vorbereiten, dass nicht jener Mensch im Leben erfolgreich ist, der alles sofort kann, sondern jener, der dran bleibt und regelmäßig übt und sich immer weiterentwickeln möchte.

„Bitte um Hilfe!“

Im Zuge des Gedankens, dass Ihr Kind jetzt groß ist und dass es „dem Ernst des Lebens gegenübersteht“, wird Ihr Kind vielleicht auch denken, dass es ab dem ersten Schultag nicht mehr um Hilfe bitten kann und alles selbst können muss. Dies ist natürlich nicht der Fall.

Erklären Sie Ihrem Kind, dass eine Schulklasse eine Gemeinschaft ist, in der alle aufeinander Acht geben und  sich umeinander kümmern.  Das Bitten um Hilfe ist kein Zeichen von Schwäche sondern die richtige Einschätzung der eigenen Fähigkeiten – und das ist eine Stärke!

Bitte, Danke und Entschuldigung

Üblicherweise sind die Worte Bitte, Danke und Entschuldigung mit sechs Jahren bereits in Fleisch und Blut übergegangen, doch die neue Umgebung mag beängstigend für Ihr Kind sein und deshalb können die bereits gut erlernten Manieren auch einmal verloren gehen.

Das ist auch völlig in Ordnung und Sie sollten Ihrem Kind die Zeit geben sich einzugewöhnen und es nicht zu jedem Bitte oder Danke drängen.

Doch Sie können zu Hause gelegentlich thematisieren, wie wichtig der respektvolle Umgang miteinander ist und dass die Worte Bitte, Danke und Entschuldigung eine sehr einfache Möglichkeit sind höflich miteinander umzugehen. Um diese These zu unterstützen sollten Eltern und Geschwister ebenfalls nie auf diese drei Worte vergessen.

„Du kannst immer zu mir kommen“

Sie halten es für eine Selbstverständlichkeit, doch machen Sie Ihrem Kind immer wieder klar, dass es bei Problemen, Sorgen oder Ängsten immer zu Ihnen kommen kann.

Am ersten Schultag prasseln viele neue Eindrücke auf Ihr Kind ein und die ersten Wochen in der neuen Umgebung sind sehr aufregend und spannend. Die regelmäßige Reflexion mit den Eltern ist wichtig um das Erlebte zu verarbeiten. Haben Sie daher immer ein offenes Ohr für Ihr Kind und zeigen Sie sich interessiert an seinem Schulalltag.

Auch das Klären der eigenen Gefühle gehört dazu. Erzählt Ihr Kind von einem Spiel, das in der Klasse gespielt wurde, fragen Sie nach: „Und? Hat dir das Spiel gefallen? Wolltest du es spielen? Was war der beste Teil des Spiels?“ So hat Ihr Kind die Möglichkeit seine Erlebnisse mit Ihnen zu verarbeiten.

 

Autor: Redaktion/Kerstin

Fotocredit: Evgeny Atamanenko, Olesia Bilkei /shutterstock.com

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