Tipps gegen wunde Brustwarzen beim Stillen

wunde brustwarzen beim stillen tipps

Tipps gegen wunde Brustwarzen beim Stillen

Viele stillende Mamas kennen das Problem: Wunde Brustwarzen! Vor allem zu Beginn des Stillens sind die Brustwarzen häufig wund oder gar entzündet. Mit der richtigen Stilltechnik sowie weiteren hilfreichen Tipps bekommt man das aber rasch in den Griff.

Werbung

 

Warum wunde Brustwarzen beim Stillen?

Stillberaterinnen sind sich einig: Wunde Brustwarzen beim Stillen hängen fast immer mit Problemen in Bezug auf die Stilltechnik zusammen. Nur selten sind Besonderheiten wie etwa ein zu kurzes Lippenbändchen des Kindes ein Grund dafür. Darüber hinaus müssen sich die Brustwarzen zunächst natürlich auch ans Stillen gewöhnen und reagieren vor allem anfangs empfindlich.

 

Gründe für wunde Brustwarzen beim Stillen:

  • Das Baby umschließt nicht die gesamte Brustwarze inklusive Warzenvorhof
  • Das Baby nutzt eine falsche Saugtechnik (zum Beispiel bei einer Saugverwirrung)
  • Die Stillhaltung der Mutter ist ungünstig
  • Das Baby befindet sich in ungünstiger Position
  • Die Brustwarzen sind infiziert (zum Beispiel durch Soor)

 

Tipps gegen wunde Brustwarzen beim Stillen

  • Nutzen Sie verschiedene Stillpositionen, damit die Brustwarzen immer wieder anders belastet werden. Ist eine Stillposition besonders angenehm, können Sie diese ruhig häufiger nutzen.
  • Bei wunden Brustwarzen hilft es, wenn Sie Ihr Baby häufiger anlegen. Dann saugt es nicht so intensiv und reagiert geduldiger, wenn Sie zwischendurch die Position wechseln.
  • Immer zuerst an der Seite stillen, an der die Brustwarze wunder ist.
  • Gegen wunde Brustwarzen beim Stillen hilft es auch, wenn Sie im Vorfeld den Milchspendereflex von Hand auslösen, damit Ihr Baby nicht so intensiv saugen muss.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Baby mit seinem Mündchen die gesamte Brustwarze inklusive Warzenvorhof umschließt.
  • Wenn Sie Schmerzen beim Stillen verspüren oder Ihr Baby nicht mehr trinkt, lösen Sie es von der Brust.
  • Halten Sie Ihre Brustwarzen sauber. Ein bis zwei Mal am Tag sollten Sie sie mit Wasser und milder Seife waschen und vorsichtig trocken tupfen. Auch regelmäßiges Händewaschen, vor allem vor dem Stillen, ist bei wunden Brustwarzen Pflicht.
  • Luftdurchlässige Kleidung aus Naturfasern ist sinnvoll. Zuhause können Sie BH und Stilleinlagen ruhig weglassen, damit Luft und Licht an die wunden Brustwarzen kommen.
  • Bei wunden Brustwarzen sollten Sie darauf achten, die Stilleinlagen häufig zu wechseln. Das feuchtwarme Milieu fördert nämlich das Wundsein.
  • Bei wunden Brustwarzen beim Stillen empfinden es viele Frauen als angenehm, sich die Brustwarzen mit Muttermilch einzureiben oder eine Rotlichtlampe zu verwenden.
  • Wollfett hilft bei wunden Brustwarzen. Geeignete Lanolin-Produkte erhalten Sie in Ihrer Apotheke oder im Drogeriemarkt.
  • Auch Warmwasser-Kompressen können wunde Brustwarzen beruhigen.
  • Bei manchen niedergelassenen Hebammen oder in Kliniken werden Laserbehandlungen gegen wunde Brustwarzen angeboten, die nachhaltig helfen können.
  • Hält das Problem mit wunden Brustwarzen beim Stillen an, sollten Sie eine Stillberatung oder Ihre Hebamme zurate ziehen. Diese können Sie im Hinblick auf die richtige Stilltechnik unterstützen.

 

Wunde Brustwarzen beim Stillen: Pilzinfektion?

Wunde Brustwarzen beim Stillen sollten Sie in jedem Fall im Blick behalten, denn manchmal kann auch eine Pilzinfektion dahinter stecken. Soor erkennen Sie an einem stechenden Schmerz in den Brustwarzen sowie schuppender, juckender Haut. Ist auch das Baby infiziert, erkennt man das an weißlichem Belag im Mundraum. Haben Sie den Verdacht, dass Sie betroffen sind, suchen Sie den Kinderarzt auf. Dieser verschreibt wirkungsvolle Salben, mit denen Babys Mundraum sowie die schmerzenden Brustwarzen gleichermaßen behandelt werden.

 

Fotocredit: Romanova Anna/Shutterstock.com

Keine Kommentare

Kommentarbereich ist geschlossen.

Meist gelesene Beiträge