klassenzimmer kinder zeigen auf

Wenn der Lehrer Ihr Kind nicht mag

Probleme mit dem Volksschullehrer

Der Drahtseilakt von Eltern im Schulleben Ihrer Kinder ist ein schwieriger. Grundsätzlich sollten Kinder mit dem Alltag in der Schule alleine zurechtkommen. Doch viel zu oft haben wir Eltern das Gefühl unser Kind beschützen zu müssen oder es vor Ungerechtigkeiten zu bewahren. Es hilft trotzdem einen kühlen Kopf zu bewahren.

Werbung

Den Frust des Kindes richtig deuten

„Heute hat mich der Lehrer wieder nicht drangenommen“ oder „Die Lehrerin mag mich einfach nicht!“ Diese und andere Anschuldigungen bringen Kinder gerne aus der Schule mit nach Hause. Unsere erste – natürliche – Reaktion ist: „Na die knöpf ich mir vor!“ Doch bevor Sie wutentbrannt die Schule stürmen, sollten Sie tief durchatmen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Ihr Kind in der Schule einfach sehr viel aufzeigt und es daher selten dran kommt. Doch die Lehrerin wird das Aufzeigen Ihres Kindes bestimmt wohlwollend zur Kenntnis nehmen.

Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind eine Strichliste zu führen. Jedes Mal, wenn Ihr Kind aufzeigt und dran kommt, soll es auf einem Notizzettel einen Strich machen. So können Sie sehen, wie oft Ihr Kind im Unterricht das Wort erteilt bekommt und auch die Wahrnehmung Ihres Kindes ändert sich dadurch.

Werbung

Beharrt Ihr Kind über Wochen hinweg auf seine Aussagen, können Sie beim nächsten Elternsprechtag die Problematik ansprechen. Vielleicht kann auch die Lehrerin versuchen das Gespräch mit Ihrem Kind zu suchen um ihm zu erklären, warum es nicht dran kommt.

 

Wenn der Lehrer Ihr Kind nicht mag

Den Konflikt nicht scheuen

Bleibt der Konflikt bestehen und Ihr Kind zeigt ausgeprägtes Meideverhalten der Schule oder dem Lehrer gegenüber sollten Sie Ihre Maßnahmen weiter ausbauen. Sie sollten sich als Eltern sich an der Schule Ihres willkommen und ernst genommen fühlen. Manchen Eltern fehlt aber der Mut, sich in Schulangelegenheiten einzumischen, vielmehr wird Vieles geduldet, um eventuell einen dann aufkommenden Konflikt zu vermeiden. Mit Mut für ihre eigenen Kinder einzutreten, fällt manchen Erwachsenen auch deshalb besonders schwer, da in vielen von ihnen die Autoritätsängste aus der eigenen Schulzeit tief verwurzelt sind. Eltern müssen vor allem auch pädagogisches Unrecht sowie unterrichtliche Unzulänglichkeit benennen und in wichtigen Fällen die Verantwortung für ihre Kinder übernehmen. Denn erst couragiertes Auftreten von Eltern ermöglicht manchen „schwierigen Lehrern“, ihr Verhalten zu überdenken. Mit der Befürchtung „Wenn wir Lehrer kritisieren, muss es das Kind büßen“ flüchten Eltern in eine Ohnmachtshaltung, für die letztlich doch die Kinder büßen müssen.

Führen Sie mit Ihrem Kind gemeinsam über ein oder zwei Wochen genau Tagebuch. Halten Sie fest, an welchem Tag und in welcher Unterrichtsstunde welche Vorfälle bei Ihrem Kind für Frust sorgen und warum. Mit diesen gesammelten Informationen suchen Sie anschließend gezielt das Gespräch mit dem Lehrer. Vermeiden Sie jedoch Vorwürfe! Beschreiben Sie die subjektive Wahrnehmung Ihres Kindes und verfallen Sie nicht der Versuchung Ihr Kind verteidigen zu wollen. Sie sind an einer Lösung interessiert, nicht an einem Zweikampf. Auch Verständnis für die Situation des Lehrers sollten Sie aufbringen. Sie wissen nicht, wie viele andere Eltern schon vor ihm gesessen haben und sich über etwas beschwert haben.

Konflikten vorbeugen

Bekommt ein Lehrer Sie nur zu Gesicht, wenn Sie etwas zu bemängeln haben, wird er für Ihre Kritik nicht sehr offen sein. Besser ist es, Sie suchen das Gespräch mit dem Lehrer schon zu Schulbeginn mit einem kurzen „Hallo, ich bin die Mama von …“

Außerdem sollten Sie es Lehrer auch wissen lassen, wenn Sie mit etwas besonders zufrieden sind. Organisiert der Lehrer Ihres Kindes einen tollen Ausflug, der Ihr Kind total begeistert, darf es ruhig ein Wort der Dankbarkeit oder vielleicht sogar eine Karte sein.

So bauen Sie eine Beziehung auf und der Lehrer Ihres Kindes wird bestrebt sein, ein Problem zu lösen, sollte Ihr Kind eines haben.

 

Autor: Redaktion/Kerstin

Fotocredit: ESB Professional, wavebreakmedia /shutterstock.com

Keine Kommentare

Kommentarbereich ist geschlossen.

Meist gelesene Beiträge