Baby krabbelt und blickt in die Kamera

Hilfe, mein Baby krabbelt nicht!

Das Krabbeln ist ein Meilenstein im Leben des neuen Erdenbürgers. Monatelang bereitet er sich motorisch vor, um sich schließlich – erst noch vorsichtig – Stück für Stück vorwärts zu bewegen. Was aber, wenn das Baby einfach nicht krabbeln will?

 

Mein Baby krabbelt nicht! Muss ich mir Sorgen machen?

Vielleicht sind Sie unsicher, weil Ihr Baby noch nicht krabbelt? In der Babygruppe erobern die kleinen Zwerge die Umgebung längst auf allen Vieren, nur Ihr Kleines ist vollends zufrieden damit, sich umherzurollen und ab und zu im Vierfüßerstand vor sich hinzuwackeln? Von Krabbeln keine Spur?

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Das Krabbeln ist ein Meilenstein im Leben des neuen Erdenbürgers. Monatelang bereitet er sich motorisch vor, um sich schließlich – erst noch vorsichtig – Stück für Stück vorwärts zu bewegen. Was aber, wenn das Baby einfach nicht krabbeln will? Bei vielen Eltern sorgt das für Unsicherheiten. In den meisten Fällen sind dir Sorgen aber zum Glück unbegründet!

 

Krabbeln will gelernt sein!

In der Regel beginnen Babys sich im Alter zwischen sechs und zehn Monaten krabbelnd fortzubewegen. Das ist aber nur ein Richtwert. Manche Babys krabbeln eben nicht nach Statistiken und brauchen einfach etwas länger.

In jedem Fall verlangt das Krabbeln Ihrem Baby einiges ab: Seine Muskeln müssen gut genug ausgreift sein, um den Körper zu halten. Gleichzeitig muss eine entsprechende Koordination vorhanden sein, damit das mit den zielgerichteten Vorwärtsbewegungen überhaupt klappen kann. Krabbeln ist auch Schwerstarbeit für das Gehirn. Schließlich sind für die Überkreuzbewegungen von Armen und Beinen beide Gehirnhälften im Einsatz. Wenn Ihr Baby also noch nicht krabbelt, braucht es vielleicht einfach nur etwas länger Zeit!

 

Baby krabbelt nicht

Wenn das Baby nicht krabbelt: mögliche Gründe

Ihr Baby krabbelt nicht und Sie sind unsicher? Ohne gleich in Panik zu verfallen, können Sie versuchen, möglichen Ursachen auf den Grund zu gehen.

So haben Forschungsarbeiten aufgezeigt, dass Babys häufig dann nicht krabbeln, wenn ihnen bestimmte Entwicklungsschritte wie etwa das Sitzen abgenommen werden. Die motorische Entwicklung unserer kleinen Erdenbürger baut nämlich aufeinander auf. Ein Eingreifen kann das Gleichgewicht empfindlich stören. Setzen Sie Ihr Baby also nicht auf, wenn es sich noch nicht selbst in diese Position bringen kann. Es kann nämlich sein, dass es in Folge erst später Krabbeln lernt oder diesen wichtigen Entwicklungsschritt ganz auslässt.

Andere Gründe, aus denen Ihr Baby vielleicht nicht krabbelt:

  • Es kam zu früh zur Welt und benötigt einfach noch etwas länger Zeit
  • Eventuell leidet es an Blockaden im Hals- oder Nackenbereich
  • Probleme im Schulter- oder Beckenbereich spielen vielleicht eine Rolle

 

Wenn das Baby nicht krabbelt: Im Zweifelsfall zum Kinderarzt!

Das Baby krabbelt nicht! Das kann einen ganz schön stressen! Eltern haben häufig eine ganz gute Intuition betreffend ihrer Kinder. Krabbelt Ihr Baby noch nicht, nehmen Sie immer seine gesamte Entwicklung in den Blick. Ist diese bisher unauffällig?

Wirkt es in Bezug auf seine Kopf-, Arm-, Bein- und Rückenmuskulatur stabil? Drückt es sich mit beiden Armen vom Boden hoch? Macht es vielleicht schon robbende Bewegungen oder schiebt sich zurück? Setzt es sich selbständig auf? Bringt es sich selbst in den Vierfüßerstand und wippt? Dann sieht soweit alles gut aus!

Haben Sie Bedenken, weil Ihr Baby noch nicht krabbelt, scheuen Sie sich auf keinen Fall Ihren Kinderarzt darauf anzusprechen. Er kennt Ihr Kind und verfügt über entsprechende Fachkenntnisse, um dessen motorische Entwicklung einschätzen zu können.

 

Baby krabbelt nicht: So unterstützen Sie ihr Baby am besten

Wenn Ihr Baby noch nicht krabbelt, können Sie ihm das natürlich nicht abnehmen. Aber Sie können einiges tun, um es sanft anzuregen:

  • Geben Sie Ihrem Baby ausreichend Raum, sich motorisch zu entfalten.
  • Begeben Sie sich zum Spielen ebenfalls auf den Boden. In Augenhöhe Ihres Babys!
  • Platzieren Sie das Spielzeug Ihres Lieblings ein wenig von ihm entfernt, damit es sich anstrengen muss, es zu erreichen.
  • Halten Sie die Frustration Ihres Bald-Krabbelbabys aus!

 

Text: Daniela Kirschbaum

Fotocredit: nehophoto, szefei / Shutterstock.com

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