Eltern-Kind-Zentren

Eltern-Kind-Zentren

Seit dem Jahr 1951 tritt der Österreichische Familienbund für die Belange der Familien ein – z. B. auch in Form der zahlreichen Eltern-Kind-Zentren im Land. Die als überparteilich und überkonfessionell geltende  Organisation, vertritt familiäre Interessen bei Bund, Ländern und Gemeinden. So initiierte der Österreichische Familienbund im Jahr 1999 das erste Familien-Volksbegehren in der zweiten Republik. Damals ging es z. B. um das Kinderbetreuungsgeld bis zum dritten  Lebensjahr des Kindes. Diese und andere Forderungen des Familien-Volksbegehrens wurden mittlerweile für die österreichische Bevölkerung umgesetzt.

Eltern-Kind-Zentren dienen vor allem der Begegnung, der Beratung, der Vernetzung und der Unterstützung von Familien. Ihr Ziel ist es, die Eltern bei ihren vielfältigen und manchmal schwer zu bewältigen Aufgaben der Aufzucht und Erziehung von Kindern zu begleiten und zu unterstützen. Die vorrangigen Schwerpunkte sind demzufolge die Beratung, Bildung und Freizeitgestaltung von Eltern, Kindern und Familien. Die Eltern-Kind-Zentren sind in allen Bundesländern Österreichs anzutreffen, allein die Familienakademie Salzkammergut unterhält elf davon in ihrer Region. Eine Liste aller Eltern-Kind-Zentren in Österreich lässt sich im Internet unter:

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https://www.gesundheit.gv.at/Portal.Node/ghp/public/files/Eltern_Kind_Zentren.pdf

abrufen. Jeder kann zu allen diesen Einrichtungen Kontakt aufnehmen, auch per E-Mail.

 

Eltern-Kind-Zentren

Angebote der Eltern-Kind-Zentren

In den Einrichtungen herrscht für gewöhnlich eine familiäre Atmosphäre. Die Angebote wenden sich an alle, die sich dafür interessieren, und sind unabhängig von Herkunft, sozialer Stellung und finanziellen Verhältnissen. Offenheit, Toleranz, Solidarität, Demokratieverständnis und demokratisches Denken sowie Flexibilität und Transparenz haben sich die Eltern-Kind-Zentren auf die Fahnen geschrieben. Sie geben Eltern, Kindern und Familien ein Forum, um selbst aktiv zu werden. Die jeweiligen Angebote richten sich nach den Bedürfnissen ihrer Besucherinnen und Besucher. In den zweimal jährlich erscheinenden Programmheften der Eltern-Kind-Zentren werden alle  aufgefordert, sich aktiv an der Gestaltung der Angebote zu beteiligen.

Ziele der Eltern-Kind-Zentren

Die Familie gilt nach wie vor auch in den Industriestaaten der westlichen Welt als Keimzelle der menschlichen Gemeinschaft und sollte nicht mit sozialer Ausgrenzung und Armut gleichgesetzt werden. Eltern und Kinder sind auch keine Almosenempfänger. Familien mit Kindern sollten vielmehr als der Integration zuträglicher Bestandteil der Gesellschaft und als Wert an sich angesehen werden. Folgende Forderungen sind im Zusammenhang mit den Eltern-Kind-Zentren von besonderer Bedeutung:

  • Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch ein Kinderbetreuungsgeld sowie vermehrte Teilzeitangebote für Mütter. Hinzu kommen individuelle Kinderbetreuungsmöglichkeiten, die auf die Bedürfnisse des Nachwuchses abgestimmt sind
  • Familiengerechte Steuerbemessungen bei denen das Einkommen und die Familiengröße berücksichtigt werden
  • Pensionsbegründende Anrechung der Kinderziehungszeiten
  • Gesellschaftliche Anerkennung von Familien
  • Finanzielle und soziale Hilfe für Familien

Fotocredit: Yuri Chen, Halfpoint /Shutterstock.com

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