Getreidesorten

Glutenallergie (Zöliakie)

Die Ursache von Zöliakie ist eine Überempfindlichkeit des Darmes auf das Klebereiweiß Gluten, das in den meisten Getreidearten (Weizen, Gerste, Roggen, und Hafer) und deren Kreuzungen und Abstammungen, wie beispielsweise Grünkorn enthalten ist. Gluten schädigt in diesem Fall die Darmschleimhaut derart, dass eine normale Verdauung nicht mehr möglich ist und die Aufnahme von Nährstoffen gestört wird. Weiters leiden Patienten und Patientinnen unter Mangelzuständen, Verdauungsstörungen und weiteren vielfältigen Symptomen.

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Säuglinge und Kleinkinder, die unter Zöliakie leiden, gedeihen nicht richtig. Sie sind häufig appetitlos und erbrechen ziemlich oft. Die Stühle sind hell und übel riechend, der Bauch ist dick und aufgebläht, obwohl das Kind immer mehr abnimmt. Die Zöliakie beginnt meist drei bis vier Monate, nachdem Kinder erstmals mit glutenhaltigen Nahrungsmitteln in Berührung gekommen sind, beispielsweise in Form von Breimischungen. Dies geschieht vorwiegend im Alter von sechs Monaten bis zwei Jahren. Die Gluten-Unverträglichkeit mit nur geringer Schleimhautschädigung kann sich auch erst im späteren Alter zeigen.

 

Zöliakie

Achten Sie bei Ihrem Kind zu Beginn der Glutenallergie auf folgende Symptome:

  •  Appetitlosigkeit
  •  Fehlende Gewichtszunahme bis hin zu chronischem Untergewicht
  •  Reizbarkeit und schlechte Laune
  •  Übel riechende, fettig glänzende Durchfälle
  •  Erbrechen
  •  Bauchschmerzen

Dies sind die Anfangssymptome, auf die Sie, wenn Sie sie an Ihrem Kind bemerken reagieren, und einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen sollten. Am besten einen Facharzt, der die Problematik „Zöliakie“ kennt und mit der Materie vertraut ist. Woher die Zöliakie genau kommt, weiß man bis heute nicht so genau – man nimmt aber fest an, dass es auch vererblich ist. Wenn man an einer Zöliakie erkrankt ist, kann man mit einer strengen Zöliakie – Diät sehr gut leben. Gut geführte Reformhäuser bieten spezielle Nahrung an, die sich vom Geschmack her nicht wesentlich von „normaler“ Nahrung unterscheidet.

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Vorsorgen kann man im Babyalter – und zwar am besten mit Muttermilch, da diese kein Gluten enthält. Bei jeder Vorsorgeuntersuchung wird auch Ihr Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin auf die Symptome der Zöliakie achten – im Zweifelsfall rät er zu einer Ernährungsumstellung. In Österreich gibt es außerdem sehr gute Hilfestellungen und Beratungen für Zöliakie, beispielsweise eine Arbeitsgemeinschaft für Zöliakie – betroffene Personen.

 

Autor: Redaktion / Katrin

Fotocredit: Claudio Rampinini, baibaz /shutterstock.com

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