Neurodermitis Hausmittel eincremen

Hat mein Kind Neurodermitis?

Wie Sie die Hautkrankheit erkennen und behandeln

Jede kleine Veränderung an einem Baby versetzt Eltern in Schrecken. Ein Ausschlag auf Babys Haut kann viele Ursachen haben. Neurodermitis ist nur eine davon. Wie Sie diese Hautkrankheit erkennen und ihren Verlauf mit natürlichen Mitteln eindämmen können lesen Sie hier.

Wie erkenne ich Neurodermitis?

Neurodermitis zeigt sich durch eine großflächige Rötung der Haut mit nässenden und verkrusteten Stellen im Gesicht und am behaarten Kopf. Treten Krusten auf, die wie angebrannte Milch aussehen, nennt der Volksmund das Milchschorf.

Oft wird Neurodermitis mit Kopfgneis verwechselt. Dabei handelt es sich um eine Talgüberproduktion, die aber vorwiegend am Kopf auftritt. Der Volksmund nennt auch dieses Phänomen Milchschorf, hat aber mit Neurodermitis nichts zu tun. Neurodermitis zeigt sich meist an Stellen am Körper, an denen das Baby schwitzt. Kniekehlen und Ellenbogen sind meist betroffen.

Über die Hälfte der Neurodermitiserkrankungen werden vor dem ersten Geburtstag diagnostiziert, weitere 30 Prozent folgen vor dem vollendeten fünften Lebensjahr.

Wodurch wird Neurodermitis ausgelöst?

Neurodermitis ist eine häufig auftretende Hautkrankheit bei Babys und Kindern. Die Schutzbarriere der obersten Hautschicht enthält noch nicht ausreichend Lipide, was zur Folge hat, dass die Haut besonders sensibel auf Umwelteinflüsse und Feuchtigkeit nicht richtig abspeichern kann.

Neurodermitis tritt meist in Schüben auf und ist nicht ansteckend. Ärzte gehen aber von einer erblich bedingten Erscheinung aus. Sollten schon Mama oder Papa an Neurodermitis gelitten haben, besteht auch für den Nachwuchs erhöhtes Risiko.

Vorbeugen gegen Neurodermitis

Wer sein Baby für mindestens vier Monate stillt, leistet schon die erste Prävention gegen Neurodermitis. Sollten Sie nicht stillen, achten Sie darauf hyperallergene HA-Nahrung zu verwenden. Beikost sollte erst ab dem vierten Monat verabreicht werden. Eier, Fisch und Nüsse sind für Kinder nach dem zweiten Geburtstag erst empfehlenswert. Lebt Ihr Baby umgeben von Tabakrauch oder Katzen, kann dies Neurodermitis begünstigen.

Auch das Stadtleben kann das Auftreten von Neurodermitis begünstigen. Abgase und Feinstaub lösen Allergien aus. Doch umziehen müssen Sie deshalb nicht gleich. Wenn Sie mit Ihrem Baby spazieren gehen, wählen Sie Wege entlang wenig befahrener Straßen und lüften Sie das Babyzimmer in den frühen Morgenstunden.

Achten Sie beim Baden auf die richtige Temperatur und Dauer des Bades. Zu lange in zu warmen Wasser kann Neurodermitis begünstigen. Verwenden Sie ausschließlich milde, rückfettende Badezusätze oder ein Öl und hinterher ein rückfettendes Pflegeprodukt.

 

Hat mein Kind Neurodermitis?

Hausmittel gegen Neurodermitis

Egal wie Sie Neurodermitis behandeln möchten, sprechen Sie jede Methode erst mit Ihrem Hausarzt oder Kinderarzt ab. Die folgenden Hausmittel helfen den nervigen Juckreiz zu lindern und die Symptome zu verringern.

Da Haut, die unter Neurodermitis leidet, Feuchtigkeit fehlt, empfiehlt sich eine reichhaltige Pflege für die juckenden Stellen. Um die Babyhaut nicht noch sensibler zu machen, verwenden Sie besser keine Produkte mit Konservierungsstoffen, Parfum oder Farbstoffen.

Bei besonders schlimmen Schüben haben sich Kortisonsalben als sehr hilfreich erwiesen. Viele Eltern sind dem Einsatz von Kortison gegenüber skeptisch, da sie die Nebenwirkungen fürchten. Das ist auch gut so. Allerdings sollte das Wohlergehen des Kindes im Mittelpunkt stehen. Solange der Einsatz von Kortisonsalben nur temporär und in Absprache mit dem Hausarzt oder Kinderarzt erfolgt, ist dieser unbedenklich.

Natürliche Linderung bei Juckreiz verschaffen Sie Ihrem Baby mit Wickeln aus Schwarztee oder Zinnkrauttee. Auch ein Aloe Vera Gel sorgt für Kühlung und Linderung des Juckreizes. Vergessen Sie nicht das Aloe Vera Gel im Kühlschrank aufzubewahren! Eine weitere Form eines Umschlages funktioniert mit Essigwasser. Vermengen Sie 2 Esslöffel Apfelessig mit einer kleinen Tasse lauwarmem Wasser. Baden Sie Ihr Baby regelmäßig in schwarzem Meersalz Badewasser um die Symptome zu lindern.

Wichtig ist: Ein Allheilmittel gibt es nicht! Jedes Kind ist anders und reagiert auf Behandlungsmöglichkeiten unterschiedlich. Tasten Sie sich erst vorsichtig an eine Methode heran. Hilft Sie, kann Sie öfter eingesetzt werden.

Autor: Redaktion/Kerstin

Fotocredit: Kwangmoozaa, Kiselev Andrey Valerevich /shutterstock.com

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