Lebensmittelunverträglichkeit bei Kleinkindern

Lebensmittelunverträglichkeit bei Kleinkindern

Lebensmittelunverträglichkeit bei Kleinkindern

Nahrungsmittelintoleranz sind in der heutigen Zeit bei weitem kein Fremdwort mehr. Viele Kinder leiden unter Lebensmittelunverträglichkeit – ein Zustand, welcher bei vielen Eltern zu Ratlosigkeit führt. Dennoch muss das Essen für Ihr Kind nicht zu einem Alptraum werden, denn trotz sensibler Leckermäulchen kann die Mahlzeit ein wahrer Hochgenuss werden.

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  • Was ist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit?
  • Wie kann ich eine Allergie bestmöglich vorbeugen?
  • Wie sieht der Speiseplan nach der Stillzeit aus?
  • Woran erkenne ich, ob mein Kind eine Allergie oder Intoleranz hat?
  • Auf Nimmer-Wiedersehen, Bauchweh!
  • Welche Lebensmittelintoleranzen sind am häufigsten vertreten?

Was ist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit?

Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten unterscheidet man zwischen zwei Formen: der Allergie und der Intoleranz. In den meisten Fällen löst eine Allergie bei Kleinkindern und auch Babys die Unverträglichkeit aus. Meist sind die Eiweiße aus Kuhmilch, Hühnerei, Fisch, Soja, Weizen oder Nüsse Auslöser für eine solche Allergie. Bekommt ein Baby in den ersten Lebensmonaten vermehrt Eiweißstoffe zugeführt, so lässt die Darmschleimhaut diese Stoffe besonders gut durch und eine Allergie kann durchbrechen. Fachärzte sind sich jedoch einig, dass schwangere Frauen eine solche Allergie bei ihren Kindern vorbeugen können, indem sie bereits während der Schwangerschaft auf eine ausgewogene Ernährung achten. Auch in der Stillzeit sollte diese Maßgabe weiterhin bestehen bleiben.

Wie kann ich eine Allergie bestmöglich vorbeugen?

Nach der Geburt sollte das Baby natürlich in den ersten vier Lebensmonaten komplett mit Muttermilch gestillt werden. Die Muttermilch enthält nämlich zahlreiche Milchsäurebakterien und Kohlenhydrate, welchen den Aufbau der Darmschleimhaut positiv unterstützen. Kinder, welche nicht voll gestillt werden und aus allergiebelasteten Familien stammen, sollten mit der HA-Nahrung (hypoallergene Nahrung) versorgt werden. Hier sind die Eiweißbestandteile der Kuhmilch derart gespalten, dass diese nicht zu stark allergieauslösend wirken.

Wie sieht der Speiseplan nach der Stillzeit aus?

Der erste Brei ist in der Tat ein Ereignis für die ganze Familie – auch für Ihr Baby. Es lernt nun neue Geschmackswelten kennen und schätzen. Für die Eltern kommt nun jedoch eine neue Aufgabe ins Spiel: das Aufzeichnen der Nahrungsmittel. Denn in jedem Lebensmittel sind auch Allergene enthalten. Ärzte raten daher an, zwischen Beginn des fünften und sechsten Lebensmonats mit der Einführung der Beikost zu beginnen. Spezielle Lebensmittel auszuschließen ist hier nicht nötig, denn mit jedem weiteren Lebensmittel lernt der Organismus klar zu kommen. Dennoch sollte bei einer eventuellen Lebensmittelunverträglichkeit die Auswahl der Nahrungsmittel dokumentiert werden, um Hautausschlag, Durchfall oder Erbrechen zuordnen zu können. Bei einer vermuteten Unverträglichkeit ist sofort ein Arzt zu konsultiert.

 

Lebensmittelunverträglichkeit

Woran erkenne ich, ob mein Kind eine Allergie oder Intoleranz hat?

Die Beschwerden einer Allergie ähnlich ziemlich der einer Intoleranz. Bei der Allergie bildet das Immunsystem Allergie-Antikörper. Bei einer Intoleranz hingegen hat der Organismus Schwierigkeiten den auffälligen Stoff abzubauen. Mit einem Allergietest auf der Haut oder mittels Blutabnahme kann der Arzt zwischen einer Allergie oder Intoleranz unterscheiden. Ist der Delinquent schließlich aufgrund des Provokationstest entlarvt, heißt es den Speiseplan derart umzugestalten, dass der Organismus des Kindes nicht Alarm geben muss. Bei einer Intoleranz können manchmal auch schon recht kleine Portionen der betroffenen Lebensmittelgruppe verzehrt werden, ohne Beschwerden fürchten zu müssen. Kinderärzte und Ernährungsberater helfen hier mit Lösungen und Alternativen gern weiter.

Auf Nimmer-Wiedersehen, Bauchweh!

Vermeidet man konsequent betroffene Lebensmittelgruppen, so verschwinden manche Nahrungsmittelallergien quasi von allein. Das Immunsystem ist bei Kleinkindern noch lernfähiger, so dass die Produktion von Allergie-Antikörpern mit der Zeit abschwächt und das Allergen vom Organismus nicht mehr als fremd angesehen wird. Verschwindet die Allergie jedoch nicht, so wird mittels Therapie und Hyposensibilisierung die Lebensqualität des Kindes deutlich gesteigert.

Während der Therapie wird das Allergen in langsam steigenden Mengen dem Kind verabreicht, bis der Körper nicht mehr allergisch reagiert. Diese Therapie muss auch zu Hause weiter fortgeführt werden, um die Toleranz schließlich zu erhalten.

Aber: Eine angeborene Laktoseintoleranz oder Fruktose-Malabsorption (Fruchtzuckerunverträglichkeit) ist nicht heilbar und bleibt leider ein Leben lang bestehen.

Welche Lebensmittelintoleranzen sind am häufigsten vertreten?

Glutenintoleranz: Diese Intoleranz, welche gemeinhin als Zöliakie bezeichnet wird, ist eine chronische Darmerkrankung, bei der Menschen Gluten (Klebereiweiß) wie z.B. Weizen-, Dinkel- und Hafermehl nicht vertragen. Diese Unverträglichkeit bleibt lebenslang bestehen. Alternativ wird hier Buchweizen, Reis, Amaranth und Quinoa verwendet.

Fructoseintoleranz: Bei dieser Unverträglichkeit kann der Darm den Fruchtzucker nicht verwerten. In Verbindung mit Glukose verbessert sich die Aufnahme von Fruktose allerdings, so dass betroffene Lebensmittel zusammen mit Traubenzucker gegessen werden.

Laktoseintoleranz: Hier werden Milch, Milchprodukte und auch in Fertigprodukten enthaltener Milchzucker nicht verdaut. Betroffene müssen nicht gänzlich auf Milchprodukte verzichten, sich jedoch stark einschränken. Alternativen sind hier Sojamilch und Sojamilchpräparate.

Fotocredit: Evgeny Atamanenko, Inna Mashek /Shutterstock.com

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