Trinklernbecher – ja oder nein?

Baby sitzt mit Trinklernbecher im Hochstuhl

Trinklernbecher – ja oder nein?

Wenn Ihr Baby mit Beikost startet, ist es auch an der Zeit, ihm andere Flüssigkeiten als Milch anzubieten. Am besten wählen Sie Wasser, ab und zu darf es auch ungesüßter Tee sein. Doch woraus soll das Baby trinken? Sind Trinklernbecher sinnvoll?

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Trinklernbecher für Babys: breites Angebot

Die Bandbreite an Trinklernbechern, die für Babys und Kleinkinder im Handel zu finden ist, ist schier unendlich. Diverse Modelle sind in ganz unterschiedlichen Ausstattungen erhältlich. Gar nicht so einfach, hier den Überblick zu behalten! Braucht man solch einen speziellen Becher denn wirklich, damit das Baby trinken lernen kann? Oder tun es ein normaler Becher oder eine Tasse auch?

 

Trinklernbecher für den Anfang sinnvoll

Wenn Ihr Baby mit Beikost startet, ist es auch an der Zeit, ihm andere Flüssigkeiten als Milch anzubieten. Am besten wählen Sie Wasser, ab und zu darf es auch ungesüßter Tee sein. Doch woraus soll das Baby trinken? Sind Trinklernbecher sinnvoll?

Eines steht außer Frage: Gerade für Trinkanfänger unter einem Jahr sind solche Becher ungemein praktisch. Sie sind ergonomisch geformt, rutschfest und leicht in der Handhabung. Doch der entscheidende Vorteil, weshalb sie bei Kindern und Eltern gleichermaßen beliebt sind: Die meisten Modelle sind auslaufsicher! Wer sein Baby wiederholt umziehen und verschüttete Flüssigkeiten aufwischen musste, weiß diesen Vorteil ungemein zu schätzen!

Mit einem auslaufsicheren Trinklernbecher können Babys das Trinken spielerisch üben, ohne dass Überschwemmungen drohen und die Kleinen irgendwann frustriert aufgeben. Aus einem Becher zu trinken, ist nämlich gar nicht so einfach! Nicht nur die Augen-Hand-Koordination ist dabei gefordert, auch der Mund muss anders geformt werden, als beim Saugen aus Brust oder Flasche. Ein Trinklernbecher erleichtert das Trinken beim Baby gerade anfangs ungemein. Außerdem sind auslaufsichere Modelle für unterwegs besonders praktisch.

 

 

Trinklernbecher

Trinkbecher: keine Dauerlösung

So praktisch Trinklernbecher für Baby und Eltern auch sein mögen, als Dauerlösung sollten sie nicht zum Einsatz kommen. Zahnärzte und Logopäden warnen nämlich davor, dass der langfristige Gebrauch von sogenannten Schnabeltassen Kieferfehlstellungen sowie Sprachprobleme begünstigen könne. Ist die Schnabeltasse noch dazu mit gesüßten Getränken gefüllt, wird es auch für Babys erste Zähnchen gefährlich. Karies kann die unschöne Folge sein.

Aus diesem Grund dürfen Trinklernbecher mit Schnabel oder Trinktülle für Trinkanfänger zwar zum Einsatz kommen, gleichzeitig sollten Sie Ihr Kind aber an das Trinken aus einem normalen Becher gewöhnen. Auch hierfür gibt es geeignete Produkte in der breiten Palette der Trinklernbecher. Becher mit 360-Grad-Rand beispielsweise. Diese verzichten auf eine Trinktülle, stattdessen trinkt das Baby direkt vom verstärkten Rand. Nach oben hin ist der Becher geschlossen, sodass er auslaufsicher ist. Weiters gibt es auch Babybecher, die zwar nach oben hin offen sind, durch ihre ergonomische Form dem Baby das Trinken jedoch sehr erleichtern.

 

Worauf muss ich bei einem Babybecher achten?

Für welchen Trinklernbecher Sie sich auch entscheiden, einige Dinge sollten Sie beim Kauf in jedem Fall berücksichtigen. So muss der Becher für Ihr Baby frei von BPA sein. Vor allem bei Produkten, die außerhalb Europas produziert wurden, werden solche Standards nicht immer eingehalten. Außerdem sollte der Babybecher spülmaschinenfest sein und sich leicht greifen und halten lassen. Dafür sorgen ein rutschfestes Material oder kleine Henkel, die links und rechts am Becher angebracht sind. Wählen Sie einen Becher mit Trinktülle, macht es Sinn, dass diese austauschbar ist. Auch eine Verschlussklappe für unterwegs ist praktisch.

 

Babybecher: Glas und Keramik sind tabu!

Prinzipiell ist es kein Problem, wenn Ihr Baby oder Kleinkind aus einem handelsüblichen Becher trinkt. Dieser sollte aber zwingend aus Kunststoff sein. Glas und Keramik sind hier absolut tabu. Viel zu groß ist die Verletzungsgefahr für kleine Trinkanfänger!

 

Text: Daniela Kirschbaum

Fotocredit: Syda Productions, Mirco Vacca / Shutterstock.com

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