Erste Schritte

Meilenstein – Laufen lernen

Viele Eltern und auch Großeltern können diesen Monat oftmals kaum abwarten – die ersten Schritte ihres Schützlings. In der Tat ist das Laufen lernen auch für das Kind ein wichtiger Schritt und ein großer Meilenstein. In der Regel sind Hilfsmittel für das Laufen lernen nicht notwendig, denn Kinder sind in dieser Hinsicht oftmals äußerst erfinderisch. Wenn die Zeit reif, wird das Kind die ersten Schritte wagen – wann dieser Zeitpunkt jedoch gekommen ist, kann pauschal nicht beantwortet werden. Jedes Kind hat seinen eigenen Fahrplan im Tal der Meilensteine und dieser wird Schritt für Schritt erreicht.

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  • Sind Lauflernhilfen zum Laufen lernen sinnvoll?
  • Ab wann üben Kinder das Laufen?
  • Wie fördere ich mein Kind?
  • Wann wird mein Kind frei laufen können?

Sind Lauflernhilfen zum Laufen lernen sinnvoll?

Lauflernhilfen galten vielleicht vor 20 oder 30 Jahren als sinnvoll und modern. Heutzutage raten jedoch Experten und Kinderärzten vor solchen Gerätschaften ab und warnen sogar davor, diese in Einsatz zu nehmen. Lauflernhilfen, in denen die Kinder eingequetscht sitzen, zwingen die Sprösslinge frühzeitig in eine aufrechte Position. Die Rückenmuskulatur ist jedoch diesem Prozess meistens noch nicht gewachsen, so dass Haltungsschäden vorprogrammiert sind.

Lauflernhilfen helfen dem Kind in der Regel nicht dabei das Laufen schneller zu erlernen. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist und das Gehirn den notwendigen Entwicklungsschritt erlangt hat, so wird das Kind das Laufen üben.

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Ab wann üben Kinder das Laufen?

Einen genauen Zeitpunkt zu benennen, wäre vermessen, denn jedes Kind ist anders. Lediglich Richtlinien grenzen diesen Lebensabschnitt ein. Meist beginnen Kinder mit dem Krabbeln und erlangen so Möbel, an denen sie sich hochziehen können. Ist dieser Schritt ausreichend geübt worden, müssen die Beine und Füße in Aktion gebracht werden. Einige Kinder widmen sich diesen Dingen recht früh, vielleicht schon mit 8 oder 9 Monaten – andere Kinder hingegen beschäftigen sich mit anderen Sachen und beginnen diesen Schritt wohlmöglich mit 10 oder 12 Monaten.

Kinder sind in punkto Laufen lernen sehr schöpferisch. Es ist für sie nicht wichtig, wie bunt ein Lauflernwagen ist oder wie verlockend dieser Musik zu spielen vermag. Wenn es einem Kind passt, dann wird kurzerhand ein Hocker, der Staubsauger, ein umgedrehter Wäschekorb oder eine Spielzeugkiste vor sich hergeschoben. Wichtig ist hier für das Kind, dass es nicht bedrängt wird. Es will allein ausprobieren und wird mit jeder Übung geschickter und sicherer auf den Beinen werden.

 

Meilenstein Laufen lernen

Wie fördere ich mein Kind?

Beobachten Sie das Kind! Sicherlich wird es irgendwann ein paar Schritte wagen oder sich an Möbelstücken wie dem Sofa oder dem Stubentisch entlang hangeln und dann freudig zu Ihnen blicken. Hat Mama oder Papa das auch gesehen? Hab ich das nicht toll gemacht?

Kinder sind für Lobeshymnen äußerst empfänglich und dieser Punkt ist auch sehr nützlich. Erkennt das Kind, dass seine Eltern stolz auf ihn sind, so wird es mit Feuereifer das Laufen lernen weiter ausprobieren. Natürlich kann man nicht erwarten, dass es innerhalb von wenigen Stunden laufen kann. Es wird immer wieder Pausen einlegen und vielleicht an anderen Tagen weiterüben. Das Laufen lernen ist ein schwieriger Prozess, bei dem ebenso das Halten des Gleichgewichts maßgeblich ist. Geben Sie dem Kind also Zeit und verlangen Sie nicht zu viel von ihm.

Vielmehr können Sie Ihr Kind unterstützen. Wenn Sie es beobachten, wie es die ersten Schritte wagen möchte oder im Inbegriff ist, das andere Ende eines Möbelstückes zu erobern, so locken Sie das Kind mit einem interessanten Spielzeug. Vielleicht klappt dieser Anreiz, vielleicht ist es aber auch noch zu schwierig für Ihr Kind. Erwarten Sie keine Wunder, sondern freuen Sie sich mit dem Kind über kleine Erfolge.

Wann wird mein Kind frei laufen können?

Einige Kinder können bereits vor dem ersten Geburtstag laufen, andere hingegen üben erst nach dem 13. oder 15. Lebensmonat mit dem Laufen. Auch hier sollte man das Kind zu nichts drängen. Irgendwann wird bei jedem Kind der Knoten platzen.

Die ersten freien Schritte entstehen meist aus dem festen Stand. Zunächst steht das Kind vielleicht an Ihrer Hand oder an einem Möbelstück und dann plötzlich lässt es los und wackelt zu einem interessanten Ziel. Wenn es seinen Gleichgewichtspunkt gefunden hat, wird das Wunder von Tag zu Tag weiter ausgebaut werden.

Kleiner Tipp: setzen Sie sich in zwei bis drei Meter Entfernung von Ihrem Kind entfernt, breiten Sie die Arme aus und ermuntern Sie es, zu Ihnen zu kommen. Oftmals ist es für das Kind ein großer Anreiz und watschelt dann mit einem großen Lachen auf den Mama oder den Papa zu. Seien Sie jedoch auf der Hut: falls das Kind fällt, sollten Sie in der Lage sein, dass Kind vor einem Sturz zu bewahren.

Fotocredit: HTeam, MNStudio /Shutterstock.com

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