Kind schnallt Baby im Reboarder Kindersitz an

Der Reboarder Kindersitz und seine Vorteile

Was ist Pflicht und wie sicher sind Reboarder

Babys Sicherheit ist beim Autofahren das wichtigste! In den letzten Jahren zeigten Reboarder Kindersitze bei Sicherheitstests die besten Ergebnisse. Worauf es beim Reboarder Kindersitz ankommt und was Sie dabei noch beachten sollten, haben wir für Sie recherchiert.

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Was ist ein Reboarder Kindersitz?

Ein Reboarder Kindersitz ist ein Autositz für Babys und Kinder, der rückwärts, also zur Rückenlehne des Autos, gerichtet ist. Dabei unterscheidet man nicht, ob es sich um einen festinstallierten Kindersitz handelt oder um eine Babyschale. Babyschalen sind mittlerweile so konzipiert, dass sie sich ausschließlich rückwärts im Auto befestigen lassen. Dies kann über eine Isofix-Station oder den Autogurt erfolgen.

Gesetzliche Lage für Reboarder Kindersitze

In Deutschland müssen Kinder bis zu einem Gewicht von 9 Kilogramm mit dem Gesicht zur Rückenlehne, also rückwärts, im Auto transportiert werden. In Österreich gibt es diese Verordnung zwar nicht, doch trotzdem ist es für die Sicherheit Ihres Babys gut, wenn es mit dem Gesicht zur Rückenlehne im Auto transportiert wird.

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Eine entsprechende EU-Verordnung ist aber bereits auf den Weg zu uns und wird besagen, dass Kinder bis zu einem Alter von 15 Monaten im Auto rückwärts transportiert werden müssen. Sie sollten daher beim Kauf Ihres Kinderautositzes diese gesetzliche Änderung bereits beachten, um nicht doppelt zu zahlen.

Warum sind Reboarder Kindersitze sicherer?

Reboarder Kindersitze sind deshalb sicherer für Ihr Baby und Kleinkind, weil bei einem Frontalaufprall der Kopf Ihres Kindes nicht nach vorne geschleudert, sondern in den Sitz gedrückt und durch die weiche Polsterung des Autositzes gefedert wird. Gerade für Babys, die ihren Kopf noch nicht gut stabilisieren können, kann diese Sicherheitsmaßnahme Leben retten.

Allerdings haben Reboarder Kindersitze auch einen entscheidenden Nachteil: Sie sind schwieriger ins Auto einzubauen als die Kindersitze, die nach vorne schauen,  und sie sind meist auch schwerer.

 

Reboarder Kindersitz

Reboarder Kindersitze auf dem Beifahrersitz

Das Befördern eines Babys oder Kleinkindes auf dem Beifahrersitz ist gestattet, solange Sie den Frontairbag auf diesem Sitz ausschalten können. Möchten Sie Ihr Baby oder Kleinkind im Auto neben sich transportieren, empfiehlt sich auch hier die Verwendung eines Reboarder Kindersitzes. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Sie die Seitenspiegel sehen können und der Kindersitz Ihr Sichtfeld nicht beeinträchtigt.

Kaufkriterien für einen Reboarder Kindersitz

Wie schon erwähnt, sollte beim Kauf Ihres Reboarder Kindersitzes die Sicherheit oberste Priorität haben. Wählen Sie ein Modell mit Isofix, da auch dieses schon bald mit einer neuen EU-Verordnung Pflicht sein wird. Lesen Sie die Bewertungen in den Sicherheitstests für Reboarder genau und lassen Sie sich nicht durch eine Sternebewertung vom Kauf abschrecken. Wir haben bereits festgehalten, dass Reboarder meist schwerer sind als Autokindersitze, die in Fahrtrichtung schauen, und auch der Einbau ist oft komplizierter und umständlicher. Diese Faktoren spielen bei der Bewertung ebenfalls eine Rolle wie die eigentliche Sicherheit des Reboarder Kindersitzes. Lassen Sie sich also davon nicht beeinflussen.

Weiters lohnt sich ein Blick auf die Alters- bzw. Kilogrammangabe. Viele Reboarder Kindersitze können mit zunehmendem Alter des Kindes auch umgedreht werden, sodass Ihr Kind, wenn es alt genug ist, in Fahrtrichtung gerichtet werden kann. Dies spart die Anschaffung eines zusätzlichen Kindersitzes. Als besonders praktisch haben sich Autokindersitze mit einem 360-Grad-Gelenk erwiesen. Sie können den Kindersitz sowohl als Reboarder nutzen als Ihr Kind auch in Fahrtrichtung sitzen lassen ohne den Kindersitz extra ausbauen zu müssen. Des Weiteren lässt sich diese Art von Kindersitz auch zur Autotür drehen, was das Anschnallen des Babys oder des Kleinkindes erleichtert.

Wie lange bleiben Kinder im Reboarder Kindersitz?

Hier sind die Angaben des Herstellers zu beachten. Die Empfehlungen innerhalb Europas schwanken diesbezüglich. Manche Länder empfehlen einen Reboarder Kindersitz für Kinder bis zu einem Alter von vier Jahren. Werden die Beine Ihres Kindes zu lang, eignet sich eine Sitzhaltung im Schneidersitz für Ihr Kind.

 

Autor: Redaktion/Kerstin

Fotocredit: antoniodiaz, Halfpoint /shutterstock.com

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