Mutter bei der Rückbildungsgymnastik

Rückbildungsgymnastik: Deshalb ist sie so wichtig!

In der Schwangerschaft leistet der weibliche Körper Großartiges. Deshalb sollten wir ihm nach der Geburt Aufmerksamkeit schenken. Mit Rückbildungsgymnastik stärken Sie Ihren Beckenboden nachhaltig und profitieren auch von manch anderem Effekt.

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Rückbildungsgymnastik als Geburtsnachbereitung

Neun Monate Schwangerschaft, das wirkt sich auf Ihren Körper aus! In dieser Zeit werden Muskeln und Sehnen weicher, um das zusätzliche Gewicht gut tragen zu können. Das trifft besonders auf einen Muskel zu, der stützend auf Harnröhre, Harnblase und Anus wirkt: den Beckenboden! Nach einer Schwangerschaft ist es besonders wichtig, den Beckenboden zu trainieren, damit er seine Funktion dauerhaft erfüllen kann. Andernfalls drohen im schlimmsten Fall Inkontinenz oder ein Gebärmuttervorfall.

Doch auch für die Rückbildung der Gebärmutter und Straffung der Brust ist Rückbildungsgymnastik wesentlich. Darüber hinaus wirkt sie sich positiv auf Verdauungsbeschwerden sowie das Herz-Kreislauf-System aus. Auch Ihre Rückenmuskulatur, die durch Schwangerschaft, Stillen und Babytragen stark beansprucht ist, wird gestärkt. Und nicht zuletzt finden Sie dank Rückbildungsgymnastik rascher zu alter Form und Figur zurück!

 

Wann mit Rückbildungsgymnastik beginnen?

Wann mit der Rückbildungsgymnastik begonnen werden kann, ist individuell unterschiedlich und hängt maßgeblich von Art und Verlauf der Geburt ab. Nach unkomplizierten, spontanen Geburten kann das Trainingsprogramm schon ein bis zwei Wochen nach der Geburt starten. Nach langwierigen Geburten und Kaiserschnitten muss mit der Rückbildungsgymnastik mindestens acht bis zwölf Wochen gewartet werden. In jedem Fall sollte der Facharzt grünes Licht geben! Idealerweise beginnen Sie bis vier Monate nach der Geburt mit der Rückbildung und schließen sie bis in etwa neun Monate nach der Geburt ab. Regelmäßige Beckenbodenübungen sind aber auch danach noch wunderbar effektiv!

 

Rückbildungsgymnastik

Rückbildungsgymnastik: richtigen Ablauf beachten

In der Schwangerschaft leistet der weibliche Körper Großartiges. Deshalb sollten wir ihm nach der Geburt Aufmerksamkeit schenken. Mit Rückbildungsgymnastik stärken Sie Ihren Beckenboden nachhaltig und profitieren auch von manch anderem Effekt. Es ist wichtig, dem Körper Zeit zu geben und die Rückbildung schrittweise anzugehen. Rückbildungsgymnastik sollte stets aufeinander aufbauend stattfinden und die natürliche Rückbildung und Regeneration von Gebärmutter, Beckenboden sowie Bauchmuskeln unterstützen.

Während nach unkomplizierten Geburten mit den Beckenbodenübungen recht bald gestartet werden kann, folgen Gymnastikübungen, die sich direkt auf die Bauchmuskeln beziehen, erst nach frühestens sechs bis acht Wochen. Diese Zeit benötigen die Bauchmuskelfasern nämlich, um sich wieder zu verkürzen. Außerdem sollten bei der Rückbildungsgymnastik nur die schrägen Bauchmuskeln trainiert werden. Die geraden Bauchmuskeln werden während der Schwangerschaft nämlich so weit gedehnt, dass ein Spalt entsteht (Rektusdiastase). Dieser muss sich erst wieder schließen, bevor auch die geraden Bauchmuskeln in Angriff genommen werden können.

 

Rückbildungsgymnastik? Aber bitte ohne Schmerzen!

Wesentlich bei der Rückbildungsgymnastik: Stets auf den Körper hören und nicht über Grenzen gehen! Wenn sich etwas nicht gut anfühlt oder sogar schmerzt, dann ist Ihr Körper noch nicht so weit! Gerade nach Kaiserschnitten oder Geburtsverletzungen, wie einem Dammriss, sollte die Rückbildungsgymnastik immer behutsam angegangen und nur langsam gesteigert werden. Außerdem sollte vor Beginn der Rückbildung Rücksprache mit Arzt und Hebamme gehalten werden.

 

Soll ich Rückbildungsgymnastik im Kurs oder zuhause machen?

Sie können für die Rückbildungsgymnastik einen Kurs besuchen oder die Übungen daheim nach Anleitung absolvieren. Der Vorteil eines Kurses ist, dass die einzelnen Übungen gleich richtig eingelernt werden und gleichzeitig sozialer Austausch passiert. Das Angebot an Rückbildungskursen ist reichhaltig. Manche Anbieter arbeiten auch mit Pilates- oder Yoga-Elementen. Dass Ihr Baby mit von der Partie ist, ist selbstverständlich! Sollten Sie die Übungen lieber in den eigenen vier Wänden machen wollen, lassen Sie sich im Vorfeld am besten von einem Profi instruieren. Wichtig bei Rückbildungsgymnastik: Sie muss regelmäßig stattfinden! Ob eine längere Einheit zwei Mal die Woche oder jeden Tag ein paar Minuten, bleibt ganz Ihnen überlassen!

 

Text: Daniela Kirschbaum

Fotocredit: Tono Balaguer, g-stockstudio / Shutterstock.com

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