Aufklärung

Sexualerziehung

In den wenigsten Erziehungsratgebern wird das Thema Sexualerziehung angeschnitten. Dabei mag man es kaum glauben, dass in unserer heutigen Zeit eine so gewichtige Thematik wie Sexualität tabuisiert wird. Die kleinsten Kinder erkennen jedoch schon früh den Unterschied zwischen Mann und Frau und stellen dementsprechend auch irgendwann Fragen. Dennoch fühlen sich viele Eltern befangen, wenn Kinder beginnen Fragen zu stellen. Es fehlen oftmals die richtigen Worte mit ihrem eigenen Kind über Liebe und Sexualität zu reden.

  • Wie kann ich meinem Kind einen guten Weg in die Sexualerziehung bieten?
  • Wann kann ich mit den ersten Fragen rund um das Thema Sexualität rechnen?
  • Wie kann ich meinem Kind erklären, woher die Babys kommen?

Wie kann ich meinem Kind einen guten Weg in die Sexualerziehung bieten?

Kleine Kinder kennen noch nicht den Unterschied zwischen Sexualität, Zärtlichkeit und Schmusen. Sie berühren ganz unbefangen in der Öffentlichkeit ihre Genitalien und sehen daran ebenso wenig Differenz, als würden sie mit Mama oder Papa kuscheln. Zärtliche körperliche Kontakte verschaffen dem Kind ein Gefühl von Geborgenheit, Liebe und ein positives Körpergefühl. Diese Grundlage der Unbefangenheit ist sehr maßgeblich für das spätere Leben, die weiteren Beziehungen und die Liebesfähigkeit.

Damit dieser Grundstein jedoch bestmöglich und ohne Befangenheit gelegt werden kann, sollten Eltern gute Wegweiser und Vorbilder für ihre Kinder sein. Hierfür sind nicht nur ruhige und einfühlsame Gespräche wichtig, auch das Vorleben von Mutter und Vater bilden eine solide Grundlage für die Kinder.

Wie viel Nähe und Liebe ein Kind mag, wird es sie wissen lassen. Wenn ein Kind kein Bedürfnis nach Umarmung oder Kuscheln hat, wird es Ihnen diese gewiss mitteilen. Kinder sind in diesem Punkt sehr unterschiedlich – einige können vom Kuscheln mit Mama und  Papa nicht genug bekommen, andere sind wiederum distanzierter und zurückhaltender.

 

Sexualerziehung

Wann kann ich mit den ersten Fragen rund um das Thema Sexualität rechnen?

Ab einem Alter von zwei bis drei Jahren bemerken Kinder allmählich den Unterschied zwischen Junge und Mädchen. Sie versuchen die Unterschiede zu erkennen und hinterfragen auch gern die Besonderheiten. Natürlich ist ein Kind neugierig und möchte vieles in der Welt erfahren – für die meisten Eltern eröffnet sich nun eine neue Welt mit neuen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Wichtig ist, keine Tabus aufkommen zu lassen. Reden Sie ganz offen über das Thema Sexualität, Liebe und auch Schamgrenze. Kinder haben ein recht gutes Gespür, verstehen leichte Sätze und Begriffe sehr gut und interessieren sich für neue Dinge.

Wie kann ich meinem Kind erklären, woher die Babys kommen?

Diese Frage wird jedes Elternteil irgendwann treffen. Aber auch hier braucht man sich nicht mit „Blümchen und Bienchen“ herauszureden. Versuchen Sie einfach Ihrem Kind die richtige, jedoch auch leichte Antwort zu geben. Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist einfach, dass die Frau Brüste hat und der Mann einen Penis. Viele Kinder sind mit dieser einfachen und richtigen Aussage häufig schon zufrieden und haben eine einfache Antwort erhalten.

Wichtig ist, dass Sie sich nicht schämen, sich mit Ihrem Kind über dieses Thema zu unterhalten. Wenn Sie sich bemühen, das Thema Sexualität zu umgehen, wird es das Kind merken. Es ist nicht wichtig, einem zwei- oder dreijährigen Kind das gesamte Ausmaß der Sexualität haarklein zu erläutern. Die einfachen Dinge, die ein kleines Kind interessieren, möchte es beantwortet haben. Und um diese Neugierde zu stillen, können Sie mit einfachen Antworten Ihr Kind gezielt auf die genaue Aufklärung – welche spätestens im Teenageralter erfolgen sollte – vorbereiten.

Fotocredit: Larisa Rudenko, nobeastsofierce /Shutterstock.com

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