Tipps und Tricks zum Wickeln

Tipps und Tricks zum Wickeln

Das Wickeln steht in den ersten Lebensjahren bei einem Baby und Kleinkind ganz oben. Mehrmals täglich muss diese Prozedur vollzogen werden, schließlich kann ein Baby seine Schließmuskeln noch nicht beherrschen. In der Regel muss ein Neugeborenes zwischen sieben- bis achtmal mit einer frischen Windel versorgt werden. Mit der Zeit wird die Anzahl der Windeln zwar weniger, der eigentliche Vorgang ist jedoch immer derselbe. Da ein Baby mit dem Alter auch immer aktiver wird, kann sich dieses Verfahren jedoch zum Kraftakt entwickeln. Tipps und Tricks können hier recht hilfreich sein sowie Hinweise wie

  • Welche Windel ist die richtige?
  • Was ist besser: Stoffwindel oder Wegwerfwindel?
  • Wann und wie oft muss ich mein Kind wickeln?

Welche Windel ist die richtige?

Die Babypflege ist das A und O für ein Neugeborenes. Um den Müttern die Arbeit zu erleichtern wurden im Laufe der letzten Jahrzehnte verschiedene Möglichkeiten ins Leben gerufen. Dies hat zum einen den Vorteil Zeit zu sparen, aber auch den Babys den größtmöglichen Komfort und Sauberkeit zu bescheren. Verschiedene Windeltypen sowie Unterschiede zwischen Wegwerfwindeln und Stoffwindeln ermöglichen den Eltern unterschiedliche Sichtweisen in Qualität und Form. Der Eigentest ist hier unumgänglich, weil Meinungen und Ansichten hinsichtlich Hersteller und Marke sehr stark auseinander gehen.

Was ist besser: Stoffwindeln oder Wegwerfwindeln?

Stoffwindeln

Ein quadratisches Stück Stoff aus weicher Baumwolle, welches zum Wickeln zu einem Dreieck gelegt wird und eine Mullwindel, welches mehrfach gefaltet den Steg bildet mit einer zusätzlichen Einlage als Saugpolster schaffen eine Windel mit umweltfreundlichem Charakter. Um die Stoffwindel wird schlussendlich eine Wickelfolie, eine Gummihose oder eine Schafwollhose gegeben, um die Windel abzudichten.

  • Vorteil: bei Hautempfindlichkeiten gegenüber handelsüblichen Wegwerfwindeln sind Stoffwindeln sehr beliebt. Die Gummihosen dichten besonders gut ab, lassen jedoch nur wenig Luft an den empfindlichen Babypo.
  • Equipment: entscheiden sich Eltern für diese Wickelvariante benötigt man für den Anfang 24 Mullwindeln und zwei Überhosen nach Wahl.
  • Nachteil: eine Wegwerfwindel kann nach einmaligen Gebrauch dem Müll übergeben werden. Stoffwindeln sind zwar umweltfreundlich, jedoch auch sehr aufwendig, da sie gewaschen und mit gewisser Hygiene behandelt werden müssen. Ein hiesiger Windeldienst könnte diese Aufgabe jedoch gegen Entgelt auch vornehmen. Diese Dienste sind allerdings in Dörfern oder Kleinstädten eher seltener anzutreffen.

Pflegehinweise zur Stoffwindel

Der Arbeitsaufwand bei Nutzung von Stoffwindeln sollte nicht unterschätzt werden. Nach der Verwendung muss die Windeln grob gereinigt und dann in die Waschmaschine gegeben werden. Da die Windeln natürlich mit dem Kochwaschgang gewaschen werden müssen, lohnt es sich – um Strom und Wasser zu sparen – eine gewisse Anzahl von Windeln zu sammeln. Dies kann jedoch zu einer unangenehmen Geruchsbildung führen.

Wegwerfwindeln

Bei den Wegwerfwindeln handelt es sich um Einmalhöschen, die nach dem Gebrauch einfach in den Müll gegeben werden. Man bekommt die Wegwerfwindeln in verschiedenen Größen und in verschiedenen Formen von unterschiedlichen Anbietern.

  • Vorteil: in der Regel bestehen Wegwerfwindeln aus einem wasserundurchlässigen Material  – bestehend aus hochwertigen Zellstofflagen, welche über ein spezielles Gel verfügen, die den Urin optimal auffangen – mit elastischen Bündchen und einem sicherem Abschluss an Bauch, Rücken und Beinen. Beim Verschließen sind kleine Klebestreifen nützlich, welche mehrere Male verwendet werden können.
  • Tipps beim Kauf: Achten Sie auf die richtige Größen- und Gewichtsangabe. Ist die Windel zu eng, schnürt sie Babys Beine ein, ist die Windel zu groß, kann das kleine oder große Geschäft  leicht auslaufen.

Es muss nicht immer die teuerste Windelmarke die beste sein. Testen Sie selbst, welche Marke für Sie in Frage kommt und mit welcher Sie und Ihr Kind am glücklichsten sind.

Wann und wie oft muss ich mein Kind wickeln?

Natürlich gilt die Faustregel, dass ein Baby dann gewickelt werden muss, wenn es nass ist. Bei Stoffwindeln ist dies leichter zu befühlen, bei Wegwerfwindeln gewinnt man häufig den Eindruck, dass die Kontrolle schwerer fällt. Selbstverständlich ist der untrügliche Geruch eines „großen Geschäftes“ unübertrefflich, dennoch kann ein Blick in die Windel zwischendurch die Frage sehr gut beantworten.

Tipps und Tricks zum Wickeln

Irgendwann machen alle Eltern die Erfahrung, dass das Wickeln nicht nur ein Zeitpunkt zum Kuscheln ist. Wenn Ihr Kind neugierig seine Umwelt erforschen will, kann das eigentliche Wickeln schweißtreibend und anstrengend werden. Damit Sie das sich windende Baby leichter und schneller gewickelt bekommen ist es hilfreich folgende Tipps und Tricks auszuprobieren:

  • Geben Sie ihm ein interessantes Spielzeug in die Hände, damit es auf dem Rücken liegen bleibt und Sie schnell die Windeln austauschen können
  • Auch ein Lied oder ein Reim wird für kurze Zeit die Aufmerksamkeit Ihres Kindes auf Sie ziehen
  • Schnell den kleinen Durst stillen? Geben Sie Ihrem Baby die Trinkflasche in die Hand – nun ist es beschäftigt und saugt zufrieden, um den Durst zu löschen und Sie können ruhig die Windel wechseln.

Fotocredit: ucchie79/Shutterstock.com

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