Tipps zum Toilettentraining: Geduld, Spaß und Belohnung

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Tipps zum Toilettentraining: Geduld, Spaß und Belohnung

Die Entwicklung der Kleinen erfolgt, gefühlt, rasend schnell. Gestern lagen sie noch friedlich schlummernd im Babybettchen, heute krabbeln sie schon durch die Wohnung und widmen sich ausgiebigen Erkundungstouren. Und morgen? Da steht vielleicht schon der alleinige Toilettengang an! Damit dieser auch problemlos von der Hand geht, sollten Sie sich früh genug Gedanken zum Thema Trockenwerden machen. Denn spätestens, wenn die Zwerge öfters im Bad anzutreffen sind und ein erhöhtes Interesse an der Toilette zeigen, wird es Zeit sich damit auseinander zu setzen.

Wann mit dem Training beginnen?

Bevor Sie voller Eifer mit der Gewöhnung an das WC beginnen, schauen Sie sich erstmal den Entwicklungsstand des Kindes an. Denn die Zwerge entwickeln sich unterschiedlich schnell. Manche zeigen bereits früh Interesse an der Keramik und wollen Mama und Papa gerne nacheifern. Andere hegen lange Zeit keinerlei Neugierde und wieder andere stehen dem Ganzen sogar skeptisch gegenüber. Sie sehen, es gibt keinen genauen Zeitpunkt, wann Ihr Kind für das Toilettentraining bereit ist. Statt mit Zwang und Druck zu arbeiten und damit eine Ablehnung zu begünstigen, setzen Sie lieber auf Geduld und achten auf folgende Zeichen:

  • Empfindet Ihr Kind die volle Windel als unangenehm?
  • Zeigt es eine große Neugier gegenüber der Toilette?
  • Interessiert es sich für das, was Mama und Papa auf dem Klo machen?

Nehmen Sie dieses Verhalten bei Ihrem Kind wahr, werten Sie dies ruhig als positives Signal in Richtung Toilettentraining. Auch ein fester sowie zeitlich vorhersehbarer Stuhlgang und eine über mehrere Stunden trockene Windel weisen auf die nötige Entwicklung hin.

Töpfchen oder spezielle WC-Sitze?

Steht das Training bald bevor, sollte auch das Trainingsmaterial stimmen. Denn die herkömmliche Toilette mit dem verbauten WC-Sitz ist vor allem auf die Bedürfnisse großer Leute ausgerichtet, zum Üben sowie die erste Zeit auch das WC an die speziellen Ansprüche der Knirpse angepasst werden.

Zur Auswahl stehen ein Töpfchen sowie ein Toilettensitz mit eingebauter Kinderbrille. Der große Vorteil des kleinen Toilettentopfes liegt vor allem in seiner Flexibilität: Ob im Garten, im Bad oder auf langen Autofahrten – der kleine Plastiktopf macht sich prima als ständiger Begleiter. So kann das Kind leicht sein Geschäft erledigen, ohne einen stressigen Spurt zum WC. Ahmt es jedoch häufig die Eltern nach, bietet der Toilettendeckel mit den zwei Brillen eine gute Lösung. Es sitzt sicher auf der Schüssel und sieht, was mit den Ausscheidungen passiert. Wer den kompletten WC-Sitz nicht austauschen möchte, findet im Handel einen praktischen Aufsatz, den Sie einfach unter die Brille legen. Der Sitz besteht aus leichtem Kunststoff, sodass das Kind unter Aufsicht auch selbst den Aufsatz auflegen kann. Zudem lässt er sich problemlos mit in den Urlaub nehmen.

Eigenschaften Töpfchen Eigenschaften WC-Sitz Eigenschaften Aufsatz
Portabel, flexibel einsetzbar, niedrige Höhe für selbstständigen Nutzung Fest verbaut, vereint eine kleine und eine große Brille Flexible Nutzung, lässt sich unter die vorhandene Brille legen, auch portabel

Spaß sollte es machen!

Unter Zwang lernt niemand gut. Aus diesem Grund sollte das Toilettentraining mit einer gehörigen Portion Spaß versehen werden. Gefällt dem Kind die neue Aufgabe, macht das Lernen viel mehr Freude. Zudem erweist es sich auch als erfolgreicher. Fragt es, was Sie dort auf dem WC machen, erklären Sie es ihm. Setzen Sie es ruhig mal probeweise auf den Deckel und erzählen Sie, was beim Toilettengang passiert. Betätigen Sie ruhig die Spülung, damit es sich an das laute und umherwirbelnde Wasser gewöhnt. Zeigt es große Skepsis, nehmen Sie es ruhig mal mit auf das stille Örtchen. So sieht es, dass den Eltern nichts passiert und der Vorgang ist weniger furchterregend. Ihr Kind kann das Geschehen nicht nachvollziehen? Keine Sorge, Kinderlieder bringen ihm den Vorgang näher. Und mit einem kleinen Lied lernt es sich gleich besser!

Geben Sie sich Zeit

Selbst lernwillige und wissbegierige Kinder lernen nicht von heute auf morgen, auf das WC zu gehen. Beim Toilettengang sind viele Prozesse beteiligt. So müssen die Kleinen zunächst trainieren, die Muskulatur zu kontrollieren und zum WC zu gehen, wenn es mal muss. Bitten Sie Ihr Kind darum, dass es sich meldet, wenn es den Drang verspürt. Dann können Sie gemeinsam zum Klo gehen. Trägt es noch eine Windel, wechseln Sie diese anschließend. Ist es windelfrei, setzen Sie es auf das Töpfchen. Mit Fehlalarmen oder zu späten Hinweisen sollten Sie gerade zu Beginn rechnen. Loben Sie die Lernbereitschaft und den Versuch. Ist es geglückt, freuen Sie sich einfach umso mehr.

Belohnung hilft

Kinder lernen alle unterschiedlich. Einigen genügt das Gefühl des Erwachsenwerdens, Mama und Papa nachzueifern ist Anreiz genug. Ohne Windel fühlen sie sich cooler und erwachsener. Andere brauchen hingegen etwas mehr Belohnung. Zum Beispiel schicke Unterhosen, wie auch Erwachsene sie tragen. Bunte Prints mit Blumen, Feuerwehrmännern, Tieren oder Superhelden machen Spaß und schaffen einen Ansporn, endlich trocken zu werden. Mit ein wenig Glück, klappt der Toilettengang so gleich viel schneller.

Fotocredit: Iulian Valentin/Shutterstock.com

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