Kleinkind sitzt am Topf

Trocken werden mit Windelfrei

So starten Sie in die Welt von Windelfrei

Windelfrei ist das neue Schlagwort im Leben von Eltern von Babys und Kleinkindern. Die moderne  Art der Kommunikation ist ein Weg, zu unseren Wurzeln zurückzufinden und dabei alles andere als neu. Viele Eltern erkennen darin eine Möglichkeit Ihr Kind entspannt trocken werden zu lassen. Wie Sie Windelfrei am besten starten und mit welchen Problemen Sie rechnen sollten, wir haben für Sie recherchiert.

Eine Windelfrei Routine einführen

Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und auch Ihr Kind wird nicht von einem Tag auf den anderen Trocken werden, egal was Ihnen Berichte im Internet oder überstolze Mütter erzählen. Wer Windelfrei eine Chance geben will, kann dies ganz einfach tun.

Bei Babys bietet es sich an, jedes Mal, wenn Sie die Windel wechseln, das Baby über einer Schüssel, dem Waschbecken, der Abwasch oder einer Kloschüssel abzuhalten, bevor Sie eine frische Windel anlegen.

Ist Ihr Nachwuchs schon etwas älter, können Sie aus dem Sitzen auf dem Töpfchen, bevor die nächste Windel kommt, ein Spiel machen.

Ein weiterer guter Moment um das Abhalten anzubieten ist gleich nach dem Aufwachen. Denn da müssen alle Menschen dringend auf die Toilette.

Des Weiteren sollten Sie jeden Tag zehn Minuten in Ihrem Alltag finden, in denen das Baby oder Kleinkind unten nackt auf einer Decke liegt. Gut eignen sich dafür die frühen Morgenstunden oder abends vor dem Schlafengehen. Beobachten Sie Ihr Kleinkind und lernen Sie seine Mimik genau kennen. Suchen Sie nicht nach Anzeichen, ob Ihr Kind gerade muss oder nicht! Lernen Sie Ihr Kleinkind wirklich kennen.

Das richtige Mindset beim Windelfrei

Auch wenn Sie von nichts anderem träumen als einem sauberen Kind, das Trockenwerden sollte nicht der Beweggrund sein mit Windelfrei zu beginnen. Trocken werden ist lediglich eine Begleiterscheinung von Windelfrei.

Bei Windelfrei steht im Vordergrund, dass Sie Ihrem Kind ein Bedürfnis nach Reinlichkeit zugestehen. Babys möchten nicht in ihren eigenen Ausscheidungen liegen, egal wie schnell Sie die Windel wechseln. Sie respektieren dieses Bedürfnis und versuchen die Signale Ihres Kindes zu verstehen, um ihm die Möglichkeit zu bieten sich zu erleichtern, wenn das Bedürfnis danach besteht.

Fürchten Sie sich vor Unfällen oder sind nervös, dass Sie ein Signal verpassen, stimmt das Mindset nicht. Es geht nicht um Perfektion oder trockene Kinder. Es geht um Kommunikation und respektvollen Umgang.

Stressfaktor Windelfrei

In sozialen Medien polarisiert die Windelfrei Theorie. Von großen Befürwortern bis hin zu absoluten Gegnern begegnet man allen möglichen Meinungen.

Für viele Eltern ist Windelfrei ein zu großer Stressfaktor. „Habe nicht die Zeit auf die Signale zu achten“ ist die Kernaussage. Viele fürchten die Unfälle und wollen Ihr Baby nicht ständig umziehen müssen.

Auch gesundheitliche Gründe nennen Gegner gerne. Das Baby würde viel zu früh sauber werden, das wäre nicht gut für die Entwicklung. Hierzu sei gesagt, dass es nicht an Windelfrei liegt, ab wann Ihr Kind trocken wird. Es gibt keine Prognosen oder Theorien dazu. Bei Windelfrei wächst ein Kind mit einem Bewusstsein für sein Bedürfnis zum Absetzen seiner Ausscheidungen auf. Mit diesem Bewusstsein ist es ihm möglich trocken zu werden.

Gehören Sie (noch) zu den Skeptikern, wollen Windelfrei aber eine Chance geben, raten wir zu kleinen Schritten. Denn grundsätzlich gilt: Es gibt kein richtig und falsch – egal, was Sie in sozialen Medien lesen. Als Eltern haben wir die Aufgabe ein harmonisches Leben mit unseren Kindern herbeizuführen und Sie auf dem Weg zum Trockenwerden zu begleiten. Dieser Weg kann mit oder ohne Windelfrei gegangen werden.

 

Autor: Redaktion/Kerstin

Fotocredit: Hryshchyshen Serhii/shutterstock.com

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