Verhütung

Verhütung während des Stillens

Die besten Verhütungsmethoden in der Stillzeit

Es mag Ihnen noch unrealistisch vorkommen, doch irgendwann möchten Sie mit Ihrem Partner wieder intim sein. Dass Sie während der Stillzeit nicht schwanger werden können, ist nämlich ein Irrglaube. Sie sollten sich daher früh informieren, welche Verhütungsmethoden während der Stillzeit geeignet sind und welche für Ihre persönlichen Bedürfnisse in Frage kommen. Hier finden Sie die Verhütungsmethoden mit ihren Vor- und Nachteilen aufgelistet.

Die Still-Pille / Mini-Pille

Die Still-Pille unterscheidet sich zur normalen Pille, dass sie kein Östrogen enthält. Sie hat daher keinen Einfluss auf den Milchfluss. Trotzdem können Hormone über die Milch in Ihr Kind gelangen. Wie auch bei der normalen Pille ist die regelmäßige  und kontinuierliche Einnahme der Still-Pille entscheidend für Ihre Wirksamkeit. Dies kann im Alltag mit einem Baby schon zur Herausforderung werden.

Die Spirale

Frühestens sechs Wochen nach der Entbindung können Sie eine Spirale einsetzen lassen. Dies Zeit braucht Ihre Gebärmutter um sich zurückzubilden. Auch der Wochenfluss muss vollständig aufgehört haben, da es sonst zu Infektionen kommen kann. Die Spirale kann für mindestens fünf Jahre als sichere Verhütungsmethode eingesetzt werden. Sie sollten diese Verhütungsmethode während der Stillzeit also vor allem dann in Erwägung ziehen, wenn Sie für mehrere Jahre keinen weiteren Nachwuchs planen. Als Nachteil ist zu betrachten, das es zu Verletzungen beim Einlegen der Spirale kommen, sie kann ausgestoßen werden oder verrutschen. Auch Blutungsstörungen sind möglich.

Die Hormonspirale

Der Vorteil der Hormonspirale gegenüber der normalen Spirale ist, dass durch sie meist die Blutungsstärke und -dauer verringert wird. Der Gebärmutterschleimpfropf wird weniger durchlässig, was vor Infektionen schützt. Es gelangen durch die niedrige Dosierung viel weniger Hormone ins Blut als bei der Pille, deshalb kann sie nach Absprache mit dem Arzt auch während der Stillzeit eingesetzt werden. Auch der Milchfluss wird nicht beeinflusst.

Die Drei-Monats-Spritze

Bei der Drei-Monats-Spritze haben Sie den Vorteil, dass Sie nur alle drei Monate an Ihre Verhütung denken müssen. Der Folgetermin wird meist noch in der Arztpraxis vereinbart, sodass Sie auch das Vereinbaren eines neuen Termins nicht vergessen können. Trotzdem ist die Einhaltung des Termins und natürlich das unangenehme Pieken als Nachteile zu betrachten. Außerdem ist auch die Drei-Monats-Spritze eine hormonelle Verhütung, die aus verschiedenen Gründen für viele frischgebackene Mamas nicht in Frage kommt. Zum einen werden Hormone an das Kind über die Milch an das Baby weitergegeben und zum anderen kann eine hormonelle Verhütung den noch fragilen Hormonhaushalt einer frischgebackenen Mama empfindlich stören.

Das Kondom

Nicht nur in der Stillzeit die sicherste Form der Verhütung. Damit halten Sie nicht nur einer ungewünschten Schwangerschaft Einhalt sondern auch Infektionen und Krankheiten. Gerade nach der Geburt befindet sich Ihr Uterus für Monate in einem sehr fragilen Zustand. Bakterien, mit denen das Immunsystem Ihres Partners gar keine Probleme hat, kann Ihr Abwehrsystem vor Probleme stellen. Das Kondom schützt Sie daher in vielerlei Hinsicht.

Nachteile des Kondoms sind natürlich die Kosten. Vor allem bei häufigem Geschlechtsverkehr sind die Kosten für Kondome hoch. Außerdem mögen viele Paare das Gefühl beim Sex mit Kondom nicht und das Anbringen des Gummis wird als echter Stimmungskiller betrachtet.

Natürliche Verhütungsmethoden in der Stillzeit

Wie schon eingangs erwähnt, reicht stillen allein nicht aus um eine Schwangerschaft zu verhindern. Selbst wenn Sie Ihre Periode noch nicht hatten, können Sie bereits wieder fruchtbar sein. Falsche Schlüsse können hier weitgehende Konsequenzen haben.

Auch die Temperaturmethode empfiehlt sich in dieser empfindlichen Phase Ihres Lebens nicht, da Temperaturschwankungen im Körper viele Ursachen haben können und daher nicht für die Evaluierung ihrer fruchtbaren Tage herangezogen werden können.

 

Autor: Redaktion/Kerstin

Fotocredit: JPC-PROD/shutterstock.com

 

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