Mädchen stolz auf ersten Zahnverlust

Zahnwechsel bei Kindern

Wenn die ersten Zahnlücken bei Kindern kommen

Mit den ersten Zahnlücken verabschieden sich Kinder von der Kleinkindphase und beginnt mit etwa sechs Jahren, manche verlieren den ersten Zahn aber auch schon mit vier. Der Zahnwechsel kann bis zum vierzehnten Lebensjahr eines Kindes andauern. Was Sie über den Zahnwechsel bei Kindern wissen sollten, wir haben die Tipps für Sie.

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Ablauf des Zahnwechsels

Bei manchen Kindern beginnt der Zahnwechsel früher, bei anderen später. Auch die Reihenfolge, in der die Zähne durchbrechen, kann verschieden sein. Sie sollten dennoch regelmäßig mit Ihrem Kind zum Zahnarzt gehen, damit die Gebissentwicklung kontrolliert wird und bei möglichen Fehlentwicklungen eingegriffen werden kann. Falls der Zahnwechsel mit sieben oder acht Jahren noch nicht begonnen hat, sollten Sie dies auch mit Ihrem Zahnarzt besprechen, eventuell auch unter Zuhilfenahme von Röntgenbildern.

Tipps und Tricks beim Zahnausfall

Grundsätzlich soll das Ausfallen eines Milchzahnes nicht provoziert  werden. Die alten Tricks mit der zufallenden Tür gehören der Vergangenheit an. Die Voraussetzung für einen erfolgreichen Zahnwechsel ist der Abbau der Milchzahnwurzel. Ist die Wurzel teilweise oder vollständig aufgelöst, ist der Milchzahn nur noch lose bzw. gar nicht mehr im Kiefer verankert: Er wackelt. Wer in dieser Phase dem Milchzahn zu sehr auf die Sprünge hilft, riskiert, dass Teile der Milchzahnwurzel im Zahnfleisch bleiben und dort Entzündungen erzeugen können.

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Wer es nicht erwarten kann, dass der Wackelzahn endlich ausfällt, dem kann das Essen von Äpfeln und anderen harten Obstsorten helfen. Intensives Kauen hilft dem Milchzahn auf die Sprünge.

Naturgemäß spielen Kinder mit dem Wackelzahn im Mund herum. Sie berühren ihn mit der Zunge und spielen mit den Fingern daran herum. Das ist völlig normal und sollte Sie nicht weiter beunruhigen. Einschreiten sollten Sie aber, wenn Ihr Kind versucht den Milchzahn gewaltsam zu drehen um sein Ausfallen zu beschleunigen. Dieses Drehen des Milchzahnes kann zu starken Blutungen und Verletzungen am Zahnfleisch führen.

 

Zahnwechsel bei Kindern

Bei Zahnwechsel zum Zahnarzt?

Meist fällt der Zahn aber nach wenigen Wochen von selbst aus. Will der Milchzahn Ihres Kindes aber selbst nach zwei oder drei Monaten nicht ausfallen, sollten Sie einen Kontrolltermin beim Zahnarzt vereinbaren. Dieser kontrolliert, ob Karies oder eine Kieferfehlstellung den Ausfall des Milchzahnes verhindert.

Zu Ablaufstörungen beim Zahnwechsel kann es natürlich auch durch den vorzeitigen Verlust von Milchzähnen durch Karies oder Unfälle kommen. Ein Arzt sollte auf jeden Fall aufgesucht werden, wenn das betreffende Kind an Schmerzen oder Blutungen leidet oder wenn die bleibenden Zähne neben dem Milchzahn durchbrechen.

Zähneputzen nicht vergessen

Gerade wenn der Zahnwechsel stattfindet, weigern sich Kinder oft ihre Zähne vernünftig zu putzen. Das kann fatale Folgen haben. Durch den Zahnwechsel ist das Zahnfleisch leicht entzündlich. Bakterien haben hier ein leichtes Spiel ihr Unwesen zu treiben. Eine regelmäßige und gründliche Mundhygiene ist entscheidend.

Besorgen Sie eine Zahnbürste mit besonders weichen Borsten für Ihr Kind. Zahnbürsten für Babys könnten dabei ratsam sein, wenn das Zahnfleisch ganz besonders empfindlich ist.

Zahnfee auch in Österreich

Seit einigen Jahren erfreut sich die Zahnfee auch in Österreich großer Beliebtheit. Sie soll es den Kindern leichter machen, mit dem Zahnwechsel besser zu Recht zu kommen. Dabei werden die ausgefallenen Milchzähne unter das Kopfkissen gelegt und in der Nacht kommt die Zahnfee, nimmt die Milchzähne mit und lässt dafür kleine Geschenke da. Bei manchen bringt sie Geld, bei anderen Süßigkeiten.

Sprechen Sie mit Ihrem Kind auf jeden Fall über den Zahnwechsel und erklären ihm (vielleicht an Hand von Büchern), was gerade im Mund passiert. Viele Kinder bekommen es auch mit der Angst zu tun, wenn sie aufgrund eines ausgefallenen Zahnes Blut spucken. Beruhigen Sie Ihr Kind in diesen Fällen entsprechend, sodass es sie beim nächsten Mal wissen, was zu erwarten ist.

 

Autor: Redaktion/Kerstin

Fotocredit: Yaroslav Mishin, JRP Studio /shutterstock.com

 

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