Allergien beim Kind

Allergien beim Kind

Allergierisiko durch vorbeugende Maßnahmen senken

Das Allergierisiko und somit die Gefahr einer Allergikerkarriere ist nicht für alle Kinder gleich. Jene, deren Eltern an einer Allergie leiden, haben ein vielfach höheres Risiko, ebenfalls an einer Allergie zu erkranken, als erblich unbelastete Kinder. „Durch vorbeugende Maßnahmen kann man bei Risikokindern versuchen, den Beginn einer Allergie zumindest hinauszuzögern. Dazu gehören die Beratung der Schwangeren, keinesfalls zu rauchen und eine möglichst abwechslungsreiche, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung. Von selbst auferlegten Diäten ist grundsätzlich abzuraten“, meint Univ.-Prof. Dr. Eva-Maria Varga von der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde in Graz. Eine Stillzeit von vier Monaten (ohne Zufüttern) kann sich ebenfalls positiv auf die Allergieanfälligkeit des Kindes auswirken. Kommt ein Kind mit erblicher Vorbelastung vermehrt mit Allergieauslösern in Berührung, kann eine allergische Erkrankung früher ausbrechen als bei Kindern ohne entsprechender Familiengeschichte. Deshalb ist auch eine Sanierung des Wohnraums empfehlenswert: Staubfänger aus dem Kinderzimmer entfernen, waschbare Schlafsäcke und Kuscheltiere verwenden, mehrmals am Tag lüften etc. Auch auf Fell tragende Tiere sollte verzichtet werden.

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Allergien 

Rechtzeitiger Behandlungsbeginn schützt vor Allergikerkarriere

Die noch vor einigen Jahren unaufhaltsame Allergikerkarriere kann heute – rechtzeitig erkannt – beeinflusst und in Schach gehalten werden. In der Behandlung geht es darum, Krankheitssymptome zu reduzieren, die Lebensqualität des Kindes zu verbessern und die vorprogrammierte Allergikerkarriere sowie die Entstehung von chronischem Asthma und weiterer Allergien zu verhindern. Die Therapie einer allergischen Erkrankung ist somit zugleich immer auch Prophylaxe. „In jedem Fall ist es wichtig, den Kontakt mit den Allergieauslösern konsequent zu meiden, bzw. Allergene zu reduzieren. Damit die Besserung der Beschwerden anhält, muss die Allergenbeseitigung langfristig und vor allem umfassend durchgeführt werden“, so Dr. Huttegger.

 

Elternratgeber als Orientierungshilfe

Um Eltern einen Überblick über allergische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter zu geben, erstellte die Patienten-Informationsplattform „Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung (IGAV)“ einen neuen Ratgeber. Er enthält kompakte Information über die häufigsten Allergien bzw. deren Auslöser im Kindes- und Jugendalter, mögliche Ursachen, vorbeugende und therapiebegleitende Maßnahmen, Diagnose- und Therapieoptionen. Information: www.allergenvermeidung.org oder 01/212 60 60.

 

Autor: BabyExpress

Fotocredit: leungchopan, DONOT6_STUDIO /Shutterstock.com

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