Krankes Baby

Mein Baby ist krank

Für Eltern ist es schlimm, wenn das Baby zum ersten Mal krank ist. Man fühlt sich hilflos, weil man nicht weiß, was ihm fehlt und wie man am besten helfen kann. Hier ein paar Tipps, wie Sie Ihr Baby am besten pflegen können.

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Krankes Baby zuhause pflegen

Ist Ihr Baby krank, braucht es noch mehr Liebe und Zuwendung. Seien Sie immer in der Nähe, oder verwenden Sie einen Stubenwagen, damit Sie Ihr Kind in der Wohnung überall mitnehmen können. Im Wohnbereich sollte eine ruhige Atmosphäre herrschen, keine laute Musik, kein Fernseher und gedämpftes Licht. Auch mit Besuch sollten Sie sich zurückhalten, es braucht eher Ruhe und seine gewohnte Umgebung.
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Baby beruhigen

Zum Beruhigen, streicheln Sie Ihr Kind immer wieder, Singen oder Summen Sie ihm was vor. Weiters hilft es auch ihm die Brust zu geben, Muttermilch ist besonders gut verdaulich. Wenn Sie nicht mehr stillen, achten Sie genau darauf, dass Ihr Kind ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Bieten Sie ihm immer wieder Wasser oder ungesüßten Tee an. Beobachten Sie auch die Windeln: es sollte weiterhin immer wieder nasse Windeln haben.
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Krankenzimmer

Im Krankenzimmer des Babys sollte es nicht wärmer als 18-20 Grad sein.  Achten Sie auf frische nicht zu trockene Luft. Wenn es draußen warm ist, können Sie ruhig das Fenster geöffnet lassen (aber Achtung vor Zugluft!). Im Winter sollten Sie nur kurz lüften, wenn das Baby nicht im Zimmer liegt. Herrscht eher trockene Luft im Kinderzimmer, dann hängen Sie feuchte Tücher über die Heizkörper, oder besorgen Sie sich einen Luftbefeuchter. Wenn Ihr Baby Probleme mit den Atemwegen hat, können Sie es mit einem Kamillensud probieren. Besorgen Sie sich in der Apotheke ein Kamillenextrakt. Bringen Sie dieses mit Wasser nach der Packungsbeilage zum Kochen und lassen Sie es mittels Tauchsieder im Zimmer weiterkochen. Der Dampf befeuchtet die Luft und beruhigt die angegriffenen Schleimhäute. Achten Sie aber darauf, dass der Topf an einem sicheren Platz steht und verlassen Sie das Zimmer nicht, währenddessen sie ihn aufstellen.
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Hygiene

Wenn Ihr Baby Fieber hat, sollten Sie es nicht baden. Waschen Sie es aber täglich von Kopf bis Fuß mit lauwarmen Wasser. Am besten Sie reinigen immer eine kleine Körperpartie, trocknen diese wieder ab und waschen die nächste. So kann Ihr Baby nicht frieren. Toll ist es, wenn Sie eine Wärmelampe im Bad verwenden, damit können Sie es schön warm werden lassen.
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Kleidung

Fiebert das Baby, müssen Sie aufpassen, dass Sie es nicht zu warm anziehen. Babys können Ihre Temperatur noch nicht so gut regulieren und es kann zu einem Hitzestau kommen. Das Kind am besten wie üblich anziehen, leichte Baumwollkleidung eignet sich sehr gut und eine Decke locker darüberlegen.
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Frische Luft

Ist Ihr Baby nur leicht erkrankt, steht einem Spaziergang nichts im Wege. Auch für draußen gilt, dass Sie es nicht extra warm einpacken müssen. Ist Ihr Baby allerdings schwer krank, hat es hohes Fieber, sollten Sie extreme Bedingungen von ihm fernhalten. Hitze, Kälte, Nässe, Wind und viel Lärm ist dann nichts für das Kind und es sollte von einer Spazierfahrt Abstand genommen werden.
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Mein Baby ist krank

Medizin einnehmen

Medizin nimmt ja keiner gern ein, aber wenn das Baby noch klein ist, ist es meist noch schwieriger. Nachfolgend ein paar Tipps, wie es klappen kann.

Tablette

Ist Ihr Baby noch klein, dann geben Sie ihm die Tablette in die Backentasche und stillen Sie oder geben Ihm gleich die Flasche. Ist Ihr Baby schon größer und kann mit dem Löffel essen, dann lösen Sie die Tablette in Wasser auf und geben Sie ihm per Löffel. Gleich nachher Tee oder Saft anbieten, damit sich der Geschmack gleich verflüchtigt.

Flüssige Medizin

Wenn Ihr Baby noch Fläschchen trinkt, geben Sie Ihm die Medizin in die Milchnahrung. Hier müssen Sie aber sichergehen, dass es alles austrinkt. Sehr praktisch sind Einwegspritzen (natürlich ohne Nadel!), die Sie sich in der Apotheke besorgen können. Versuchen Sie die Medizin immer wieder seitlich in den Mund zu spritzen. Akzeptiert Ihr Baby schon den Löffel können Sie ihm die Medizin auch unter sein (Lieblings-)Obstmus mischen.

Nasentropfen

Für das verabreichen von Nasentropfen legen Sie Ihr Kind am besten auf die Wickelkommode in Rückenlage. Jetzt müssen Sie meist schnell sein, speziell wenn das Kind die Tropfen schon erkennt. Tropfen Sie in jedes Nasenloch 1-2 Tropfen und lassen Sie das Kind noch ein wenig in der Rückenlage, damit nicht gleich alles wieder vorne hinausläuft. Am besten zu zweit verabreichen, so kann einer die Hände festhalten und ablenken und der andere kann die Tropfen einträufeln.
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Fieber messen

Fieber wird bei Babys am besten im After gemessen, da sie hier am genausten ist. Normalerweise schwankt die Temperatur eines gesunden Babys zwischen 36,8 und 37,5 Grad C. Fiebert Ihr Baby (es hat über 38 Grad C), dann sollten Sie mindestens morgens und abends die Temperatur kontrollieren. Verwenden Sie ein Digitalthermometer, da es schnell die Werte ausgeben kann.

Zuerst sollten Sie das Thermometer mit etwas Vaseline einfetten. Legen Sie das Baby auf den Rücken, am besten auf die Wickelkommode. Bieten Sie ihm eine Ablenkung, ein Spielzeug, oder vielleicht hängt hier auch ein Mobile, wo es etwas zum Schauen und greifen hat. Nehmen Sie mit einer Hand die Fußknöchel von Ihrem Baby und halten Sie die Füße nach oben. Mit der anderen Hand nehmen Sie das Thermometer wie eine Stift und führen es ca. 1 cm tief in den After ein. Stützen Sie Ihre Hand auf dem Babypo ab, damit Sie keine ruckartigen Bewegungen machen. Anschließend immer das Thermometer mit lauwarmen Wasser abwaschen und abtrocknen.

Trauen Sie sich nicht, rektal zu messen, dann können Sie auch ein digitales Stirnthermometer verwenden, speziell, wenn Ihr Baby sehr unruhig ist. Diese zeigen auch in einigen Sekunden die Werte an.
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Wadenwickel

Für Wadenwickel brauchen Sie zwei Stofftaschentücher und eine Stoffwindel oder ein Baumwolltuch. Tränken Sie die Taschentücher mit lauwarmen Wasser, wringen Sie sie gut aus und legen Sie sie dem Säugling um jede Wade. Wickeln Sie darüber die Stoffwindel und geben Sie zum Halt eine Socke darüber. Darüber nur eine leichte Decke geben, die Hitze darf sich darunter nicht stauen. Nach ca. 30 Minuten nehmen Sie den Wickel ab und massieren Sie die Waden trocken. Jetzt können Sie das Baby wieder wie gewohnt zudecken.
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Pflege im Krankenhaus

Muß Ihr Kind ins Krankenhaus, ist die oberste Priorität, dass Sie bei ihm bleiben. Lassen Sie sich nicht wegschicken, oder ausschließen. Es gibt in vielen Krankenhäusern Mutter-Kind Zimmer. Speziell wenn Sie stillen, müssen Sie beim Baby bleiben, denn jetzt auch noch eine Nahrungsumstellung würde Ihr Baby noch mehr belasten. Ist eine räumliche Trennung von Nöten, pumpen Sie die Milch weiterhin ab und bringen Sie sie ins Krankenhaus. Dadurch können Sie den Milchfluß in Gang halten und Ihr Baby danach wieder weiterstillen.

Ruhe bewahren

Muß Ihr Kind ins Krankenhaus, ist es wohl nie leicht Ruhe zu bewahren. Trotzdem sollten Sie es versuchen. Ihre Aufregung überträgt sich auf das Kind und belastet es noch zusätzlich. Wenn möglich sollte Ihr Partner Ihnen beistehen, vielleicht können Sie sich auch abwechseln, wenn Sie nicht mehr stillen. Auch gegenüber dem Klinikpersonal sollten Sie sich ruhig und gefaßt verhalten, damit sie sich auf den Gesundheitszustand des Babys konzentrieren können. Arbeiten Sie mit den Ärzten zusammen, denn das Ziel ist von beiden, dass es Ihrem Baby bald wieder gut geht. Beobachten Sie Ihr Kind und schildern Sie Auffälligkeiten den Ärzten, vielleicht können diese bei der Diagnose helfen. Ist eine Operation notwendig, ist Ihre Anwesenheit genauso wichtig. Seien Sie bei der Narkose und auch im Aufwachraum dabei. Ihr Baby wird spüren, dass Sie in der Nähe sind und anders reagieren.

Ein krankes Kind ist anstrengend, denn es braucht viel mehr Zuwendung und ist meist gut aufgelegt, da es ja noch nicht weiß, was mit ihm passiert. Es ist daher ganz klar, dass es für die Mutter zu einer großen Belastung kommen kann. Scheuen Sie sich nicht um Hilfe zu bitten, wenn Sie glauben es wächst Ihnen alles über den Kopf. Vielleicht kann der Partner, Verwandte oder Freunde im Haushalt helfen und Dinge wie Putzen oder Einkäufe erledigen. Versuchen Sie sich zu trösten, dass jede überstanden Krankheit das Baby stärker macht und sein bis jetzt noch ungenutztes Abwehrsystem aufgebaut wird. Im Laufe seines Lebens, muß sich das Baby noch mit vielen Krankheitserreger auseinandersetzen, erst recht, wenn es in den Kindergarten kommt. Doch auch Sie werden von Mal zu Mal geübter und bald wissen Sie welches Lied oder welche Geschichte Ihren kranken Liebling wieder ein wenig aufrichtet.
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Fotocredit: Denis Val, New Africa /Shutterstock.com

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