Frau hält ihre linke Brust

Brustentzündung beim Stillen

Eine große Sorge stillender Mütter, die beunruhigende Symptome spüren; wie kann man einen relativ harmlosen Milchstau von der Brustentzündung, Mastitis puerperalis, unterscheiden? Wir versuchen, hier Hilfestellung zu leisten.

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Mögliche Symptome einer Brustentzündung? Oder ein Milchstau?

 

Zunächst weisen wir auf die Brustentzündung während des Wochenbetts hin, die zwischen dem 8. und 12. Tag nach der Geburt auftritt und meist durch einen Krankenhauskeim, Straphylococcus aureus, ausgelöst wird, eine akute Entzündung, die bei entsprechender Behandlung selten chronisch wird. Weiters kommt es in der Stillzeit gelegentlich zu einem Milchstau, der, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird, zu einer Brustentzündung führen kann. Die Symptome sind sehr ähnlich, der Übergang fließend. Daher beginnen wir mit dem Milchstau:

 

Starkes Spannungsgefühl in der Brust an einer oder mehreren Stellen, keine Erleichterung nach dem Stillen. Die Haut ist gerötet und fühlt sich heiß an, die Temperatur etwas erhöht. Dagegen hilft: viel Ruhe! Legen Sie sich zu Ihrem Baby ins Bett und lassen Sie sich bedienen! Wenn der Milchstau sofort behandelt wird, kann eine Brustentzündung meist vermieden werden. Vor dem Stillen brauchen Sie Wärme – heiße Dusche, warme Umschläge. Dadurch wird die Milchproduktion angeregt. Achten Sie auf vollständige Entleerung der Brust. Nach dem Stillen tut Kälte gut: z.B. ein Topfenwickel (Brustwarze abdecken).

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Brustentzündung

Brustentzündung beim Stillen – was nun?

Wenn nach drei Tagen keine Besserung eintritt, beziehungsweise das Fieber über 38 Grad ansteigt, grippeartige Symptome und extreme Abgeschlagenheit hinzukommen, handelt es sich um eine akute Brustentzündung. Stillen Sie aber auf alle Fälle weiter, und zwar so oft wie möglich, damit die Brust nicht zu voll wird. Allerdings kann es sein, dass Ihr Baby die Milch aus der erkrankten Brust nicht annimmt: der Natrium- und Chloridgehalt ist erhöht. In diesem Fall soll die Milch per Hand ausgestrichen oder abgepumpt werden. Alle Maßnahme wie oben angeführt, sind auch hier hilfreich. Sollten sich binnen 24 Stunden die Symptome nicht weitgehend gebessert haben und das Fieber gefallen sein, so muss unbedingt ein Arzt konsultiert werden (der eventuell einen Prolaktinhemmer und ein geeignetes Antibiotikum verordnen wird), da es ansonsten möglicherweise zu einem Brustabszess kommen kann.

 

Dieser, ein lokalisierter Eiterherd, kann nötigenfalls chirurgisch gut behandelt werden; mit der anderen Brust kann – sofern das verordnete Antibiotika-Präparat das zulässt – weiter gestillt werden. In schweren Fällen wird der Arzt eventuell zum Abstillen raten.

 

Als Resümee möchten wir Ihnen mitgeben, auf Ihren Körper zu hören und selbst einen „harmlosen“ Milchstau vielleicht als einen Hinweis zu nehmen, dass Sie sich zu früh zu viel zugemutet haben und sich nun die Muße und Erholung gönnen sollen, die Sie nötig brauchen!

 

Autor: Redaktion / Ivonne

Fotocredit: namtipStudio, Natalia Lebedinskaia /shutterstock.com

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