So finden Sie die richtige Stillposition

Baby stillt in richtiger Stillposition

So finden Sie die richtige Stillposition

Es gibt viele verschiedene Wege, wie Sie Ihr Baby stillen können. Wenn Sie unterschiedliche Stillpositionen abwechseln, trägt das dazu bei, Rückenschmerzen sowie Stillproblemen wie wunden Brustwarzen oder Milchstau vorzubeugen.

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Die richtige Stillposition: Aller Anfang ist schwer

Vielleicht sind Sie anfänglich mit dem Stillen etwas überfordert. Das ist völlig normal! Stillen ist nämlich gar nicht so einfach wie es aussieht. Da muss erst die richtige Stillposition gefunden werden und gleichzeitig sollte natürlich auch die Stilltechnik stimmen, damit Ihr Baby effektiv trinken kann. Ganz wichtig für den Stillstart: Lassen Sie sich bloß nicht stressen! Gönnen Sie Ihrem Baby und sich selbst gerade in der Anfangszeit ausreichend Zeit und Ruhe, um ins Stillen hineinzufinden. Das ist für eine gelungene Stillbeziehung ganz besonders wichtig! In Ihrem gewohnten Umfeld können Sie ganz einfach verschiedene Stillpositionen ausprobieren.

 

Wie finde ich die richtige Stillposition?

Es gibt viele verschiedene Wege, wie Sie Ihr Baby stillen können. Wenn Sie unterschiedliche Stillpositionen abwechseln, trägt das dazu bei, Rückenschmerzen sowie Stillproblemen wie wunden Brustwarzen oder Milchstau vorzubeugen.

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Stillen in der Seitenlage

Besonders nach Kaiserschnitten, nachts oder bei sehr genüsslichen Trinkern ist diese Stillposition empfehlenswert. Sie liegen dabei seitlich. Stützen Sie Kopf und Rücken mit Pölstern, bis Sie es bequem haben. Ihr Baby liegt ebenfalls seitlich, mit dem Kopf Ihrer unteren Brust zugewandt. Sie können den Rücken Ihres Babys mit der Hand stützen oder ein Stillkissen nutzen, um es in der richtigen Position zu halten. Aus dieser Stillposition heraus können Sie Ihrem Baby gut die Brust geben.

 

Stillen in der Wiegehaltung

Denken wir an eine stillende Frau, ist es diese Stillposition, die uns am ehesten in den Sinn kommt. Um in der Wiegehaltung zu stillen, sitzen Sie aufrecht. Rücken und Arme sollten ausreichend gestützt sein. Dafür sorgen ein spezieller Stillsessel oder ein Stillkissen. Ihr Baby halten Sie in der Wiegehaltung im Arm. Sein Bauch ist dem Ihren zugewandt. Der Nacken Ihres Babys ruht in Ihrer Ellenbeuge, Rücken und Popo stützen Sie mit der Hand. Zwar ist diese Stillposition für später und vor allem für unterwegs ratsam, bei starkem Milchfluss oder genüsslichen Trinkern kann sie aber rasch unangenehm werden.

 

Die richtige Stillposition

Stillen im Rückengriff

Das Stillen in der Rückenhaltung wird auch gerne als Footballhaltung bezeichnet. Bei dieser Stillposition stillen Sie Ihr Baby sitzend. Hierbei liegt das Kind seitlich unter Ihrem Arm. Seine Beinchen zeigen nach hinten. Sein Popo wird von einem zuvor platzierten Stillkissen gestützt und befindet sich etwa auf Ihrer Ellenbogenhöhe. Mit der Hand stützen Sie den Kopf Ihres Baby, sein Rücken ruht auf Ihrem Unterarm.

Diese Stillposition hat gleich mehrere entscheidende Vorteile. So ist sie nach einem Kaiserschnitt besonders günstig, weil die Narbe geschont wird. Außerdem beugt der Footballgriff einem Milchstau sehr effektiv vor. Auch bei sehr großen Brüsten oder wenn das Baby unruhig trinkt, ist diese Stillposition empfehlenswert. Und der entscheidende Vorteil: In der Rückenhaltung ist Tandemstillen gut möglich. Demnach ist diese Stillposition also für Zwillingsmamas oder Mütter, die unterschiedlich alte Kinder gleichzeitig stillen möchten, ratsam.

 

Stillen im Sitzen

Diese Stillposition wird auch gerne als Hoppe-Reiter-Stellung bezeichnet. Da Ihr Baby dafür schon gut sitzen können muss, ist sie erst für ältere Babys oder Kleinkinder geeignet. Beim Stillen im Sitzen positionieren Sie Ihr Baby rittlings auf Ihrem Schoß, sodass sich sein Gesicht vor Ihrer Brust befindet. Ist Ihr Schatz recht klein, können Sie Pölster zur Hilfe nehmen. Mit Hand und Unterarm stützen Sie Ihr Baby im Rücken, sodass es gut trinken kann. Vor allem bei einem Milchstau oder wenn Ihr Kind eine verstopfte Nase hat, ist diese Stillposition empfehlenswert.

 

Text: Daniela Kirschbaum

Fotocredit: didesign021, Dmytro Vietrov / Shutterstock.com

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