Fakten zum Babyblues

Fakten zum Babyblues

Was ist der Babyblues?

Die postpartale Depression (PPD), auch bekannt als „Babyblues“, gilt als die häufigste psychiatrische Erkrankung nach der Geburt. In Österreich leiden etwa 21 % der (jungen) Mütter an PPD, im internationalen Vergleich sind es etwa 14-18 %. PPD ist eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung, mit potenziell schweren Folgen für Mutter, Kind und das gesamte soziale Umfeld. Unerkannt und unbehandelt kann die Erkrankung bis zu einem Jahr andauern oder sogar chronisch werden.

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Frühwarnsystem: Babyblues im Anflug!

Wenn die folgenden Belastungsgefühle /-gedanken über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen immer wieder auftreten, deutet das auf eine PPD (postpartale Depression) hin: Schlaflosigkeit, Schuldgefühle (weil z.B. das Baby unruhig ist), Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche, Angst, das Baby zu verletzen, Traurigkeit, Hyperaktivität, Freudlosigkeit, Überforderung. Körperliche Anzeichen sind Herzrasen und Herzschmerzen, Abwechselnde Hitze- und Kältegefühle, Schwindel, Zittern.

 

Den Babyblues abwehren – während der Schwangerschaft:

  •  Über Belastungen und Sorgen sprechen
  •  Sich auf mögliche Veränderungen, die durch das Baby entstehen werden, einstellen und sie mit dem Partner oder einer vertrauten Person besprechen
  •  Unterstützung für die erste Zeit nach der Geburt im Vorhinein planen und organisieren
  •  Interesse des Partners an den Veränderungen in der Schwangerschaft
  •  Unterstützung durch den Partner
  •  Zeit für die Partnerschaft / für sich selbst einplanen
  •  Auf zuviel Belastung achten – Grenzen setzen – Geburtsvorbereitungsangebote wahrnehmen

 

Fakten zum BabybluesDen Babyblues abwehren – Nach der Geburt:

  •  Einbindung des Partners /vertrauter Personen in die Betreuung des Babys
  •  Möglichst viele Ruhepausen (auch tagsüber)
  •  Sich etwas Gutes tun, Freundinnen treffen, entspannen,…
  •  Babysitter organisieren, zu dem Vertrauen besteht
  •  Sich Zeit lassen, um sich in die neue Situation einzuleben
  •  Kontakte zu anderen halten, Erfahrungsaustausch mit anderen Müttern

Behandlungsmöglichkeiten der postpartalen Depression

Die Behandlungsmöglichkeiten reichen von Selbsthilfegruppen, über Psychologische Beratung, Psychotherapie, medikamentöse Therapie, bis zu stationärer Aufnahme von Mutter und Kind.

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Autor: BabyExpress

Fotocredit: Warpboyz, tommaso79 /Shutterstock.com

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