Fremdeln

Fremdeln beim Baby

Mit dem Fremdeln beim Baby beginnt eine schwierige Phase, die den Eltern sowie vielen anderen Menschen, die in dieser Zeit den Kontakt zum Kind suchen, einige Nerven kosten können. Ungefähr ab dem sechsten Lebensmonat fängt fast jedes Mädchen und jeder Junge an, die Personen in seiner Umgebung detaillierter zu betrachten und nicht mehr jedem freundlich gegenüberzutreten. Ausgelöst durch Verunsicherung und Angst „vergräbt“ sich das Kind zunehmend und weist weniger Bekannte durch Geschrei oder durch einfaches Wegdrehen ab.

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Fremdeln beim Baby ist völlig normal

Man muss wissen, dass es nicht außergewöhnlich ist, wenn der Sprössling plötzlich beginnt zu selektieren. Die einzige Person, die von dem abweisenden Verhalten des Babys ausgeschlossen wird, ist die Mutter. Denn sie verbringt den ganzen Tag mit ihrem Nachwuchs und begleitet ihn von morgens bis abends. Sogar der Vater wird oft unsicher angeschaut oder mit lautstarkem Weinen bestraft, wenn er der eigenen Tochter oder dem Sohn zu nahe kommt. Denn er ist tagsüber in der Regel bei der Arbeit und hat daher eine weniger starke Bindung zu dem Kleinkind als die Frau.

 

Fremdeln beim Baby

Früher oder später legt sich das Unwohlsein

An dieser Stelle möchten wir Sie darauf hinweisen, dass das Fremdeln beim Baby etwas Positives ist. Während dieser Zeitspanne lernt das Kind, zwischen Vertrautem und weniger Vertrautem Grenzen zu ziehen. Irgendwann – meist schon nach wenigen Monaten – legt sich die Unsicherheit seitens des Sprösslings aber wieder und auf einmal kehrt das freundliche Lächeln zurück. Die Kleinen sind schließlich neugierig und bremsen ihre Scheu ab einem gewissen Zeitpunkt wieder. Wann das ist, ist von Baby zu Baby unterschiedlich und nicht fix vorgegeben. Bei den einen dauert es länger, bei den anderen geht es schneller.

Tipps, wie Sie Ihrem Baby helfen können

  • Seien Sie als Mutter für Ihr Kind da und geben Sie ihm den Schutz, den es braucht.
  • Versuchen Sie nicht, Ihr Baby „abzuhärten“, indem Sie es zum Umgang mit Fremden zwingen.
  • Dennoch sollten Sie es nicht komplett von der Umwelt abschließen und es behutsam an neue Menschen heranführen.
  • Wenn es zum Fremdeln beim Baby kommt, sollten Sie auch Ihre Bekannten und Verwandten darum bitten, Ihrem Liebling mit einer gesunden Distanz gegenüberzutreten und ihn nicht zu überfordern.
  • Trösten Sie das Kleinkind wenn es Angst bekommen hat oder zu weinen beginnt.
  • Lassen Sie dem Nachwuchs Zeit und stressen Sie sich nicht zu sehr durch die Tatsache, dass Sie als Mama momentan eventuell die einzige Bezugsperson sind.

Fotocredit: sirtravelalot, Smolina Marianna /Shutterstock.com

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