Mutter stillt Baby

Nährstoffe in der Muttermilch

Für das Baby ist die Muttermilch die weitaus beste Nahrung, die die Natur zu bieten hat. Sie entspricht in ihrer Beschaffenheit den Bedürfnissen des Säuglings in den verschiedenen Phasen der kindlichen Entwicklung. So ist die erste Milch nach der Geburt (Kolostralmilch) reich an immunologisch aktiven Proteinen, den so genannten Immunoglobulinen. Die Übergangsmilch (transitorische Milch), die vom 3. bis zum 14.Tag nach der Geburt gebildet wird, enthält weniger Proteine aber mehr Fett, Milchzucker und Energie. Die reife Milch (ab der 2.Woche) liefert nur noch geringe Mengen Protein, dafür umso mehr Fett und Laktose, um den steigenden Energiebedarf des Säuglings zu decken.

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Muttermilch

Muttermilch optimale Ernährung für das Kind

Insgesamt ist in der Muttermilch der Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sehr hoch. Vor allem die Omega-3 und die Omega-6 Fettsäuren (alpha- Linolensäure, Docosahexaensäure (DHA), Linolsäure) sind für die Entwicklung des Nervensystems des Säuglings nach der Geburt von entscheidender Bedeutung. Bei den Vitaminen und Pro-Vitaminen findet sich ein hoher Gehalt an Carotinoiden, Vitamin A, Vitamin C und Vitamin E. Der Gehalt an Vitamin K und Vitamin D ist relativ gering, weshalb diese Vitamine dem Säugling vom Kinderarzt extra zugeführt werden sollten.

Mit zunehmender Stilldauer wird die Zusammensetzung der Frauenmilch auch vom Versorgungszustand der Mutter, bzw. durch die Ernährung der Mutter während der Stillzeit beeinflusst. Für Stillende ist deshalb wichtig, nicht nur für eine ausreichende Zufuhr an Vitaminen und Fettsäuren zu sorgen, sondern auch die Aufnahme von Mineralstoffen und Spurenelementen, wie Magnesium, Zink und Jod über die Nahrung sicherzustellen.

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Autor: Dipl.-oec.-troph.-univ. Barbara Fäth-Neubauer

Fotocredit: Lifebrary, AXL/shutterstock.com

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