Passivrauchen – ein hohes Risiko für Babys

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Passivrauchen – ein hohes Risiko für Babys

Zigarettenrauch belastest Babys und Kinder besonders stark. Vielen Eltern ist das oft nicht bewusst. Rauchen schadet dem Ungeborenen und später auch Ihrem Baby. Wenn Sie gar nicht auf Zigaretten verzichten können, dann gehen Sie nach draußen und außerhalb der Reichweite Ihrer Kinder. Denn Passivrauchen gefährdet nachweislich die Gesundheit sowie die Entwicklung Ihres Babys.

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Passivrauch

Passivrauchen bedeutet Mitrauchen! Kinder reagieren nämlich besonders empfindlich auf die Giftstoffe im Tabakrauch. Da der Körper Ihres Babys sich noch in der Entwicklung befindet, können die Organe schnell schwer geschädigt werden. Sie haben zudem eine höhere Atemfrequenz und ihr Körper ist noch nicht genug ausgereift, um Giftstoffe abzubauen. Dadurch nehmen Kinder beim Passivrauchen die Schadstoffe in deutlich höherer Konzentration auf als Erwachsene. Sie können sich das so vorstellen: Ihr Kind würde in einem verqualmten Raum pro Stunde so viel an Schadstoffen einnehmen, als würde es selbst eine Zigarette rauchen.

 

Denken Sie an Ihr Kind

Bei Kindern, die in Raucherhaushalten aufwachsen, lassen sich die Schadstoffe auch im Blut nachweisen. Diese Stoffe setzen sich an Möbeln, Vorhängen, Tapeten und Teppichen ab und werden noch lange nach dem Rauchen in der Luft eingeatmet. Sie sollten Ihr Kind bestmöglich vor etwaigen Schadstoffen des Qualms schützen, indem Sie entweder auf das Rauchen verzichten oder nicht mehr in der Wohnung zur Zigarette greifen.

 

Mögliche Folgen

Ganz besonders für Babys ist das Passivrauchen überaus gesundheitsgefährdend bzw. sogar lebensbedrohlich. Das Risiko eines plötzlichen Säuglingstodes (SIDS) ist durch das Rauchen zwei- bis viermal höher als einem rauchfreien Zuhause. Wie stark sich das Risiko erhöht, hängt davon ab, wie viele Zigaretten geraucht werden und wie lange das Kind dem Passivrauchen ausgesetzt ist.

Darüber hinaus bestehen bei Babys und Kleinkindern nachgewiesene Zusammenhänge zwischen Passivrauchen und Krankheiten wie Asthma, chronische Bronchitis, häufige Mittelohrentzündungen und Lungenentzündungen. Viele Kinder leiden auch unter Husten, Übelkeit, Konzentrations- und Schlafstörungen, Schwindel und Kopfschmerzen. Oft haben diese Kinder auch ein schwächeres Immunsystem als Kinder von rauchfreien Eltern.

Statistische Hochrechnungen gehen davon aus, dass immer noch fast jedes zweite Kind unter sechs Jahren regelmäßig mit Tabakrauch in Kontakt kommt. Dies stellt eine hohe Belastung für den kindlichen Körper dar, da dieser auf die Schadstoffe des Zigarettenrauches reagieren und gegen deren negative Wirkungen aktiv werden muss.

 

So vermeiden Sie Passivrauchen

Selbst wenn Sie nicht rauchen, können Sie einige Maßnahmen ergreifen, um Ihr Kind vor schädlichem Tabakrauch und den damit verbundenen Schadstoffen zu schützen.

Achten Sie darauf, dass Ihre Wohnung bzw. Ihr Haus vollkommen rauchfrei bleibt. Wenn Sie Besuch haben, bitten Sie Ihre Gäste draußen zu rauchen, da Lüften alleine oft nicht ausreicht, um alle Schadstoffe zu entfernen.

 

 

Fotocredit: vchal/Shutterstock.com

 

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