Schlafendes Baby

Pflegebedarf bei behinderten Kindern

Neun Monate lang hat die Vorfreude auf den lang ersehnten Nachwuchs überwogen und doch kommt die Diagnose unvorbereitet und ist für frischgebackene Eltern immer ein Schlag ins Gesicht. Egal, ob sich bei einer der vielen Kontrolluntersuchungen noch während der Schwangerschaft die Erkenntnis über eine mehr oder weniger schwere Behinderung beim Ungeborenen verhärtet oder ob es bei der Geburt zu Komplikationen mit schlimmen Folgen für den Nachwuchs kommt. Junge Mütter und Väter sind auf einmal mit einem behinderten Kind konfrontiert. Das gewohnte Leben, wie es einmal war, existiert nicht mehr. Aber ein anderer Alltag wird in der Familie Einzug halten und auch, wenn man es sich anfangs so gar nicht vorzustellen vermag, es wird neben den vielen Anstrengungen und Sorgen und Tränen auch viele gute und lustige Tage geben. Wie in jeder anderen Eltern-Kind-Beziehung auch.

 

Pflegebedarf bei Kindern feststellen

Damit man in dieser schwierigen Situation wenigstens finanziell abgesichert ist, beantragen Eltern Zuschüsse und Pflegegeld für ihr behindertes Kind. Dafür ist es notwendig, die jeweilige Pflegestufe zu ermitteln. Dabei wird der kranke Sprössling in seiner Entwicklung mit einem gesunden Menschen im selben Alter verglichen. Der Mehraufwand in Sachen Körperpflege, Ernährung, Pflegeaufwand und Mobilität wird in verschiedenen Stufen erfasst und gibt letztendlich auch die Höhe der zustehenden Förderungen vor. Von der Pflegestufe 1 reicht die mögliche Bandbreite bis hin zu häuslicher Pflege oder sogar vollstationärer Pflege. Auch eine 24 Stunden Pflege kann unter Umständen und bei einzelnen Krankheitsbildern notwendig sein.

 

Pflegebedarf bei Kindern mit Beeinträchtigung

Leben mit einem behinderten Kind

Niemand wünscht sich Nachwuchs mit körperlichen und seelischen Gebrechen. Ist eine Abtreibung nicht mehr möglich oder lässt sich ein Schwangerschaftsabbruch mit dem Glauben der Eltern nicht vereinbaren, findet auch ein behindertes Kind garantiert seinen Platz in der Familie. Die Eltern müssen sich jedoch im Klaren darüber sein, dass sie ihr eigenes Leben von nun an voll und ganz auf die Bedürfnisse des neuen Erdenbürgers einstellen. Die Caritas und das Hilfswerk und noch andere Vereine unterstützen Familien im Alltag und junge Mütter und Väter sollten nicht zu stolz sein, diese Hilfe auch anzunehmen. Denn auch sie werden irgendwann einmal am Ende ihrer Kraft sein. Hier geben Fachkräfte, die Tag für Tag mit solchen Situationen zu tun haben, neue Energie. Und trotz aller Mühen, jedes Kind ist ein Geschenk und ist somit herzlich willkommen auf dieser Welt.

Autor: Redaktion / Bernadette

Fotocredit:  Olesia Bilkei, wavebreakmedia /Shutterstock.com

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