Psychische Erkrankung

Psychische Störungen bei Kindern

Von einer psychischen Störung bei Kindern spricht man, wenn sie eine erhebliche Abweichung im Erleben und Verhalten anderer gleichaltriger Kinder zeigen. Fühlen, Denken und Handeln sind betroffen. Psychische Störungen sind weit verbreitet; man schätzt sogar, dass die Hälfte der Menschen in den Industriestaaten einmal in ihrem Leben darunter zu leiden haben. Das zeigt aber auch, dass man nicht gleich von einer ernsthaften Krankheit sprechen kann.

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Psychische Störungen bei Kindern – Selbstheilung?

Gerade Kinder machen einen Entwicklungsprozess durch, der einmalig ist. Was sie da in ihrem ersten Lebensjahrzehnt alles lernen, welche Erfahrungen sie da machen, mit wie viel Neuem und Unbekanntem sie da konfrontiert werden, ist schon enorm. Dabei kommt zum eigenen Erleben auch noch das passiv Erlebte, etwa durch das Fernsehen.

Viele psychische Störungen bei Kindern lösen sich aber mit dem Älterwerden von allein und brauchen noch nicht einmal eine Behandlung. Was aber nötig ist, das ist wiederum Verständnis für die Situation, in der sich das Kind befindet. Es darf nicht sich selbst überlassen bleiben, sondern muss die Möglichkeit haben, über die Störung zu sprechen. Das ist der erste Schritt zu ihrer Überwindung.

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Psychische Erkrankungen bei Kindern

Eine wichtige Frage ist natürlich die nach Grund oder Anlass für die psychische Störung. Es ist eine übliche Behandlungsmethode in der Psychiatrie, dies beispielsweise durch eine Befragung des Patienten herauszufinden. Dazu braucht man aber nicht unbedingt Psychiater zu sein. Auch einfühlsame Eltern können ihrem Kind helfen, den Grund für ein bestimmtes Verhalten herauszufinden.

Die Umgebung – Grund für die Störung?

Eltern können auch selbst den Grund für eine psychische Störung legen. Dann sind sie allerdings keine Vertrauenspersonen, mit denen ein Kind reden kann. In der Regel wird das Kind versuchen, eine andere Person in sein Vertrauen zu ziehen. Das kann eine Erzieherin oder ein Lehrer, aber auch Verwandte oder Freunde sein. Da ist Aufmerksamkeit gefordert. Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Denn Erwachsene sind oft genug mit ihren eigenen Problemen beschäftigt und erkennen dann nicht, dass hier ein Kind in Not ist.

Gründe in der Umgebung können aber auch die Angst vor bestimmten Personen, auch Gleichaltrige, oder vor bestimmten Sachen sein. Diese gilt es, herauszufinden. Wenn ein Kind ein bestimmtes Verhalten im Kindergarten oder in der Schule zeigt, sich dann aber im Urlaub in fremder Umgebung völlig ungezwungen bewegen kann, dann ist klar, dass die Ursache in Kindergarten oder Schule zu suchen ist. Oft hilft dann ein konkreter Hinweis an Erzieher oder Lehrer, und das Verhalten normalisiert sich.

Fotocredit: Stuart Jenner, Marcel Jancovic /Shutterstock.com

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